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issachar

Level 36 Belletristican
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Irm Hermann ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Mir ist sie weniger aus den Fassbinder-Filmen, als vielmehr aus Loriots "Pappa ante Portas" bekannt. Sie war und ist eine Größe für mich, die, ebenso wie Evelyn Hamann und Loriot, stets punktgenau "traf" und so präsent war, dass man glaubte, eine verschrobene Type vor sich zu haben, als sie sich bspw. über die "blassmachende Brosche" äußerte oder sich mittels des plump flirtenden Herr Bürgermeisters ihres piefigen Ehemannes zu erwehren versucht. Und ja, sie war das "Schärfste, was mir jemals (...) begegnet ist". Und das wird ihr leider nur im Ansatz gerecht. Ich muss die Fassbinder-Filme mit ihr sehen. ... Ach, ich vermisse sie.


Renate Krößner ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Sie war eine grandiose Schauspielerin. Vielen wohl aus ihrem Film "Solo Sunny" (Regie: K. Wolf) bekannt. Ihr merkte man die Freude am Spiel einfach immer an, gerade so, als wäre es ihr liebstes Hobby. Sie agierte mit einer Leichtigkeit und gleichzeitig mit einer Eindringlichkeit und Eleganz, die ihres Gleichen sucht.


"Nathan" (Otto Mellies) ist tot. Zwar hat er ein gesegnetes Alter von nahezu 90 Jahren erreicht, aber was nützt das angesichts des Wissens darum, dass mit ihm ein wahrlich Großer in seine Welt ging? Ich werde ihn vermissen, sehr sogar. Er ist für mich der Inbegriff eines Schauspielers und eines Menschen, der einen inneren Adel besitzt. Von seiner Stimme möchte ich nicht beginnen. Wolfgang Langhoff sagte einst, er "pinkle" ins Mikro ...



!!!! www.hilfdeinemkino.de !!!!


Als passionierter Kinogänger kann ich diese Initiative nur empfehlen. Es droht ja nicht nur dem Einzelhandel ein wirtschaftlicher Niedergang, sondern auch den Kinos, v.a. denen, die fernab des Mainstreams orientiert sind - kleine Kinos, Flohkisten, Zimmerkinos - sie alle haben unter den jetzigen Bedingungen zu leiden. Und schließlich kostet es nichts, das Handy, auf stumm geschaltet, einige Werbespots dudeln zu lassen ... Nebenher lässt sich ja anderes erledigen.




Meine Titelbilder zeigen Claus Peymann, von Marcus Lieberenz eingefangen, sowie eine Szene aus seiner Inszenierung der "Herrmannsschlacht" aus den 80ziger Jahren - mit Gerd Voss als Herrmann und Kirsten Dene als dessen "Thuschen", von Abisag Tullmann fotografiert.

Accomplishments
Medals
Achievement showcase
Prestige points: 108
Level 36 Belletristican
131.04 kg Fairy Dust collected.
126.0 kg133.19 kg
Stats
10 books published
160 chapters uploaded
324562 words written
37 likes
22 favorites
10 fans
Game Stats
19.1 miles explored
Mein aktuelles Projekt ()
Rechtsverdrehte Liebe - ein Versuch, zwei einander gegenüberstehende Weltanschauungen zu einen ...
Emanzipation ()
Professor und Studentin ()
Zweimal dasselbe Thema in je eigenem Gewand
Surreales ()
Wer mag es nicht, ab und an um die Ecke zu denken und sich vorzustellen, statt in einem 4, in einem höher dimensionalen Raum zu weilen?
Versuche ()
Personal info
Female
With us since 6. November 2019
Allegiance
Wanderers
Wanderers don't feel like they belong to any of the four great houses, or they somehow identify with all of them at once. Whatever the case, they made the active decision to stay free and independent.
About me

Derzeit arbeite ich an meiner Story "Der eine zählt des anderen Tassen".


Wie der Titel nahelegt, gehts um zwei Menschen, die beide nicht ganz auf der Höhe sind, sich jedoch plötzlich in einer Art Beziehung wissen: Er heißt Jakob und ist ein musizierender Physiker, wohl mit autistischen Zügen. Sie, Lene, ist eine Grundschullehrerin mit unausgestanden Ängsten. Beide stehen in der Blüte/Mitte ihres Lebens. Dennoch sind sie Suchende. In der Zweisamkeit finden sie oder meinen zu finden und sind trotz einiger Misshelligkeiten glücklich miteinander. Doch dann geschieht etwas für Lene Unfassbares, das ihr Jakob augenblicklich entfremdet, aber gleichzeitig hört sie sich sagen: "Ich würde dich so gerne verachten, denn mich ekelt vor dir, aber ich kann es einfach nicht ..."


Ich habe mich bewusst dafür entschieden, eine reifere Liebe zu beschreiben, weil ich diesem Thema ein Mehr an Möglichkeiten zur Gestaltung entnehmen kann. Die Figuren haben einen Teil ihres Lebens bereits gelebt, konnten Erfahrungen sammeln und haben es gelernt, sich selbst wahrzunehmen. Trotzdem sind sie verletztlich und leicht aus der Bahn zu werfen. Und so halten sie sich aneinander fest, auch über die Katastrophe hinaus. Doch können sie damit leben? Und wenn ja, wie?


Die Geschichte gerät mir mehr und mehr zu einer Art Parallelwelt, zu einem Fluchtpunkt jenseits der täglichen Tristesse, dem Stress, der immer wiederkehrenden Angst, Unruhe, Anspannung. Ich spüre, dass ich an den Themen, die ich mir selbst gewählt habe, wachse. Die Recherche bspw. zu Jakobs geistigem Umfeld, seiner Art zu denken, zu fühlen, belebt mich, macht mich glücklich, gibt mir Kraft. Ich sehe, dass, wenn ich ein Steinchen aus der "Mauer" ziehe, gleich drei, vier, fünf hinterherkommen und jedes trägt eine neue Aufgabe und Frage in sich. Ich kann also sagen, dass ich an dieser Geschichte nicht nur lerne, sie ist in gewisser Weise auch mein "Lebenselixier". Und natürlich würde ich mich über (neue) (An-)Leser freuen. 😊


Memo: Kleist/Herrmannsschlacht, kollektivierende/einende Kraft von Hass


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