22. Der Herrscher von Rom

Aber Magnus hatte noch nie Skrupel oder Furcht gehabt, also ging er das Risiko ein und weil er sich davon ein phänomenales Erlebnis versprach. Daher dachte er nur: ‚Nimm mich.‘
Und kaum hatte er diesen stummen Satz ausgesandt, wandte ihn Tiberius blitzschnell herum, drängte dann seine Lenden an Magnus Hintern, küsste seine Schultern und rieb sich verlangend an ihm. Ein langgezogenes Grollen war hinter ihm zu hören und er spürte die Härte des anderen an seinem Eingang. Dann schob sich dieser langsam in ihn hinein, bis er sich vollkommen versenkt hatte. Magnus fauchte kurz auf vor Lust, was in Knurren überging, als Tiberius begann zuzustoßen.
Zuerst noch langsam, sanfter und dann steigerte sich die Wucht der Stöße allmählich. Tiberius schien testen zu wollen, wie viel Magnus aushalten konnte, legte immer mehr Kraft und auch Tempo in seine Bewegungen. Er umklammerte die Handgelenke des Jüngeren, der sich vor Ekstase am Rand festkrallte und bearbeitete ohne Unterlass seinen Hintern.
Jeder tiefe Stoß, der Magnus mit voller Wucht traf, jagte ihm einen regelrechten Stromstoß über den Rücken, bis unter die Kopfhaut. Wie grelle Blitze zuckten die Empfindungen durch seinen Körper, ließen ihn stöhnen, schreien, fauchen und sich unkontrolliert winden. Aber er konnte sich nicht entziehen, unablässig trieb der Ältere sich in ihn, biss abermals in seinen Nacken und Magnus hielt diese innere Spannung kaum noch aus, wollte endlich Erlösung. Der Römer schien sein innerliches Flehen erhört zu haben, denn er umgriff wieder Magnus inzwischen stark pochende Erektion und glitt daran entlang, bis den Jüngeren eine heftige Orgasmuswelle überrollte. Ein lauter Schrei löste sich aus seiner Kehle, gefolgt von wildem Fauchen und ein heftiges Zittern ging mehrmals durch ihn hindurch.
Tiberius gab dieses Zucken und Winden seines Liebhabers ebenfalls den Rest und er kam kurz darauf fast genauso heftig.
Dieser Kelte hatte ihn so sehr erregt und dieser erste Akt war einfach wunderbar gewesen, dass der Römer den Spieß nun umdrehen und sich von Magnus nach allen Regeln der Kunst duchnehmen lassen wollte.
Er lehnte noch heftig keuchend an dessen Rücken, zog sich dann langsam aus ihm zurück und musste sich erst einmal ein wenig sammeln.
Dem Jüngeren erging es ähnlich. Er atmete noch heftig und genoss die letzten Wellen des Höhepunktes durch seinen Leib. Dabei flüsterte er: „Einfach nur geil.“

Tiberius stieg schließlich aus dem Becken, setzte sich an den Rand und beobachtete mit leicht amüsiert zuckenden Mundwinkeln, wie Magnus sich langsam fing: „Komm raus, mein schöner Kelte. Du hast doch bestimmt noch nicht genug."
Magnus stemmte sich zu ihm hoch: „Da könntest du recht haben."
Der Ältere zog den Blonden auf sich, als dieser sich neben ihm niedergelassen hatte, spreizte die Beine und küsste ihn auffordernd: „Dann tu dir keinen Zwang an."
Magnus erwiderte die hitzigen Küsse, bei denen sich seine Männlichkeit sofort wieder versteifte: „Mit Vergnügen!“
Tiberius hob ihm bereitwillig sein Becken entgegen und er schob sich in dessen Enge.
Dem Römer gefiel die anschließende Zügellosigkeit des anderen. Magnus rammte sich heftig in ihn, grub die Fingernägel in seine Haut und durchdrang mit den Zähnen seine Kehle. Diese unbeherrschten Handlungen empfand er als sehr lustvoll, quittierte Magnus Tun mit tiefem Grollen und bewegte sich ihm entgegen.
Bei diesem heftigen Akt dauerte es nicht lange bis die beiden erneut ihren Höhepunkt erlebten.
Allmählich kehrte Magnus Verstand wieder zurück. Vor ihm räkelte sich der Römer auf den Mosaikfliesen und sah lächelnd zu ihm auf: „Du siehst sehr zufrieden aus."
Der Jüngere lachte: „Ja, das bin ich auch. Mit dir ist es einfach phänomenal."
Der Dunkelhaarige erwiderte:„Mit dir ebenfalls."
Magnus stellte verblüfft fest, dass die Wunden seiner Liebesbisse an dem Hals des Herrschers bereits spurlos verschwunden waren. Nur ein wenig Blut klebte noch daran.
Es war sehr berauschend gewesen davon zu kosten.

Als Tiberius von Magnus getrunken hatte, hatte er dessen Erschaffung gesehen. Den rotblonden Barbar in dieser Kultstätte, seinen Schöpfer. Er konnte vollkommen verstehen, dass er Magnus das Blut gegeben hatte. Viel zu schade, um zu sterben.
„An was denkst du?", fragte Magnus, der den abwesenden Blick des anderen bemerkte.
Tiberius erwiderte: „An deine Verwandlung. Dein Schöpfer war sicher sehr glücklich darüber."
Der Jüngere setzte sich auf: „Warum denkst du an einen Mann?"
„Nun ja. Ich nahm es einfach an“, entgegnete der Hausherr, weil er nicht zugeben wollte, dass er in Magnus Erinnerungen geblickt hatte.
Dieser nickte: „Ja, es war ein Gott der Normannen. Er hatte beschlossen, mich nicht sterben zu lassen, wie die anderen Männer, die ihm geopfert worden waren."
Der Römer lächelte: „Verständlich." Er strich über Magnus Haut: „Du bist unglaublich attraktiv. Dein Aussehen, dein Körper ...", er berührte das Glied des Jüngeren: „ … deine Stärke und natürlich deine Qualitäten." Tiberius Lächeln wurde breiter: „Dein Name Magnus, der Bedeutende, scheint Programm zu sein. Und du bist sehr leidenschaftlich."
Der Angesprochene fühlte sich geschmeichelt: „Mir ergeht es ähnlich. Du bist sehr faszinierend. Ich war noch nie mit jemand sehr viel älterem zusammen. Dein Blut berauscht mich."
Tiberius küsste ihn: „Dir gebe ich gern davon."
Magnus fragte: „Und wie wurdest du unsterblich?"
Der Blick des Römers wurde ernster: „Einer deiner Landsleute."
„Du warst in Schottland?"
Tiberius schaute abwesend auf das Wasser des Beckens: „Heute mag es Schottland sein. Vor 2000 Jahren war es für uns einfach der Norden Britanniens, das Land der Pikten. Dort war ich in einem Lager ganz im Norden stationiert. Da begegnete ich zum ersten Mal Wesen wie uns. Vier Männer hatten das Lager als ihr Blutreservior auserkoren. Es begann mit einigen blutleeren Wachen, die wir am nächsten Morgen mit aufgerissenen Kehlen fanden. Als das immer wieder passierte, legte ich mich nachts öfters auf die Lauer. Wir dachten, dass es irgendein Tier sein musste, wegen den zerbissenen Kehlen. Dann stand ich in einer Vollmondnacht oben auf der Palisade und spähte auf das freie Feld in Richtung Wald. Durch den Vollmond konnte man also gut erkennen wenn etwas über die Wiese herankommen würde. Irgendwann entdeckte ich plötzlich mehrere huschende Schatten aus dem Wald kommen. Bevor ich richtig begriff, standen plötzlich vier Männer in Barbarenkleidung auf der Palisade. Ich ahnte, dass sie nicht menschlich waren, zog mein Schwert und schlug Alarm. Dann entblößten sie ihre spitzen Zähne und ein Funkeln lag in ihren Augen. Was waren das für Dämonen?, fragte ich mich. Inzwischen stürmten viele Legionäre bewaffnet in den Hof und drei der Unsterblichen sprangen mit riesigen Sätzen hinunter, packten jeder einen der Soldaten und rissen ihnen die Kehlen auf. Jeder sprang mit seiner Beute auf die angrenzenden Hausdächer und trank die Männer aus. Ihr Anführer kam dann langsam auf mich zu, legte den Kopf schief, lächelte spöttisch und sagte auf Lateinisch, dass ich ihn eh nicht aufhalten könnte. Er ließ meine Schwertangriffe mehrmals ins Leere laufen und amüsierte sich sehr darüber, verhöhnte mich, sagte dass ich nicht verhindern könne, dass sie die Männer holen würden. Dass wir nicht die geringste Chance gegen sie hatten. Ich war von dem sinnlosen Kampf bald erschöpft und betrachtete ihn nun erst genauer. Er hatte zwar langes Haar, wie alle Barbaren, aber keinen Bart und sehr helle und ebenmäßige Haut. Wie bei einer Marmorstatue. Bei den anderen war es genauso. Nachdem ich Kraft geschöpft hatte, versuchte ich ihn weiter zu bekämpfen. Er verletzte mich mehrere Male ein wenig mit seinen Zähnen. Mein Kampfgeist schien ihm zu gefallen. Schließlich packte er mich am Arm, zog mich mit einem heftigen Ruck an sich und biss in meinen Hals. Wie stark er war. Dieser eiserne Griff. Er trank von mir bis ich fast tot war und gab mir dann sein Blut. Mein erstes Erwachen war in der Höhle, in die sie sich tagsüber verkrochen. Ab da gehörte ich zum Clan meines Schöpfers und mein erstes Opfer sollte ich mir aus dem Lager holen. Das war schlimm für mich. Ich sollte mich an den eigenen Männern vergreifen. Mein Schöpfer bereitete mich auf meinen ersten Jagdzug vor, indem er mir meine neuen Kräfte vor Augen führte und ich sie ausprobieren sollte. Ich sprang mühelos auf Bäume und rannte schneller als ein galoppierendes Pferd. Als ich hungrig war, musste ich nun allein zum Lager und Beute machen. Das widerstrebte mir, aber als ich die vielen Herzschläge hörte und die Männer roch, war es um mich geschehen. Du kannst dich bestimmt noch daran erinnern."
Magnus nickte: „Ja, die Gier erwacht und man denkt nur noch an das Blut."
Tiberius fuhr fort: „Mit einem Satz war ich auf der Palisade. Als ein Soldat mich sah, erkannte er mich und war froh mich lebend zu sehen. Er hatte mein Hochspringen nicht gesehen. Ich begrüßte ihn und dann hörte ich nur noch sein Herz. Wie es in meinen Ohren pochte und sein Geruch mich in den Bann zog. Ich packte ihn und biss zu. Er hatte nicht mal Zeit Alarm zu schlagen. Die Leiche ließ ich liegen, sprang wieder hinunter und rannte pfeilschnell davon. Im Wald angekommen, blickte ich zurück. Niemand folgte mir und ich war überhaupt nicht erschöpft. Mein Schöpfer legte seine Hand auf meine Schulter und sagte, dass ich meine erste Bewährungsprobe bestanden hatte. Mein erstes Opfer. Wir blieben dann noch eine Zeit lang zusammen, bis er mir alles beigebracht hatte, was er wusste und dann zog es mich in meine Heimat zurück. So verließ ich Britannien und wanderte gen Süden. Unterwegs gab es viel zu sehen und meine Reise dauerte eine Weile. Ich hielt mich wenig unter Menschen auf, denn ich fürchtete, dass sie mich entlarvten, Ich beobachtete jedoch viel und manchmal kam ich mir mehr wie ein Tier vor. So wie ich lebte und jagte, in irgendwelchen Höhlen oder unter der Erde schlief. Erst in Italien traf ich zivilisiertere Unsterbliche und erfuhr, wie wir unter den Sterblichen leben konnten. Das gefiel mir und ich wollte ebenfalls so leben. Schließlich kam ich irgendwann nach Rom und ließ mich dort nieder. Allerdings ging ich nach einer Weile wieder auf Reisen. Mich zog es in den Osten. In Griechenland lebte ich ebenfalls eine Zeit lang und dort traf ich auf Helena. Inzwischen war ich einige Jahrhunderte alt und erschuf sie zu meiner Gefährtin. Seither lebten wir immer wieder zusammen. Sie ist schon lange bei mir, hier in Rom."
Magnus entgegnete: „Meine erste Blutstochter ist schon lange nicht mehr bei mir. Sie zieht durch die Welt und ab und zu treffen wir uns. Sie liebt die Einsamkeit. Das letzte Mal traf ich sie in Las Vegas vor einigen Monaten."
Tiberius sah zur Decke: „Ich habe zwei. Noch einen Mann, aber von ihm habe ich seit Ewigkeiten nichts mehr gehört. Ich weiß nicht einmal, ob er noch existiert. Vermutlich hätte ich es gespürt, wenn er vernichtet worden wäre. Vielleicht liegt er auch im Koma. Wer weiß?"
Magnus lag auf dem Rücken, betrachtete die erotischen Szenen an den Wänden und fühlte sich so entspannt und befriedigt, wie schon lange nicht mehr. Bestimmt lag es an Tiberius Alter oder seinem mächtigen Blut, oder beidem. Der Römer strich zärtlich über Magnus Brust und folgte seinen Blicken, wie er die erotischen Szenen betrachtete: "Ich möchte dir ein Angebot machen. Du kannst jederzeit in meinem Revier jagen."
Magnus freute sich zwar darüber, aber der Ältere hatte sicher Hintergedanken: „Grazie. Ich weiß es zu schätzen. Und was erwartest du als Gegenleistung, Tiberius?"
Der Ältere schüttelte den Kopf: „Nur dass du mich besuchst, wenn du Lust dazu hast." Er wusste, dass Magnus sehr angetan von ihm war.
„Gilt das auch für meine Gefährtin?"
Tiberius biss sanft in Magnus Brustmuskel und leckte genüsslich das austretende Blut auf: „Meinetwegen. Helena, du und ich brauchen ja selten Nahrung."
Schließlich zogen sich die beiden wieder an und Magnus verließ den Palazzo gutgelaunt.
Dieses Abenteuer mit Tiberius hatte sich wirklich gelohnt und nun bekam er sogar Jagdrecht in dessen Revier. Das war sehr großzügig und sicher nicht alltäglich bei dem Ältesten. Magnus fühlte sich im Moment sehr privilegiert, aber konnte nicht ganz glauben, dass diese Zugeständnisse keine Gegenleistung erforderten.
Der Ältere schien ebenfalls härteren Sex zu bevorzugen und war wirklich enorm stark. Gegen ihn hätte Magnus im Kampf überhaupt keine Chance. Beim Jagen musste Tiberius sicher überaus behutsam sein, um seine Opfer nicht zu zerquetschen. Magnus wusste schließlich selbst, wie es bei ihm war, wenn er seine Kraft nicht im Zaum hielt.

Tiberius aalte sich noch vollkommen zufrieden im Warmwasser-Becken.
Endlich hatte er den Kelten verführt und sicher wollte der dieses Erlebnis ebenfalls wiederholen. Das Schicksal oder die Götter hatten ihm diesen Prachtkerl geschickt. Er war, wie für Tiberius geschaffen und er musste unbedingt Sein werden.
Leider hatte Magnus eine Gefährtin, aber die würde er dann eventuell verlassen. Der Römer war überzeugt, dass seine Vorzüge und die Privilegien, die Magnus in Zukunft genießen würde, ihn letztendlich an seine Seite führen würden.

                                                                      ***
„Na, einen schönen Abend gehabt?", fragte Ivana, als sie neben Magnus erwachte. Sie strich über seine Brust und küsste seinen Hals und er hielt lächelnd still.
„Ja, ich war bei Tiberius. Er hatte, als ich aufwachte, nach mir gerufen. Zumindest nahm ich es an. Wir badeten eine Weile in seinem römischen Bad. Dort hat er Paare in verschiedenen Stellungen an die Wände malen lassen. Das war wohl üblich im alten Rom. Ich glaube, uns beiden hätte es damals gefallen. Wilde Orgien." Er lachte kurz.
Ivana grinste: „Ihr habt wahrscheinlich nicht nur geplantscht.“
Er erwiderte ihr Grinsen: „Ja, er machte mir Avancen und ich ließ mich darauf ein. Mich reizte sein Alter und er ist attraktiv." Magnus machte eine kurze Pause, dann: „Es hat sich auf jeden Fall gelohnt."
Die Russin lachte: „Es hätte mich gewundert, wenn es anders gewesen wäre."
Er war froh, dass sie nicht eifersüchtig reagierte, aber warum auch. Da passte sie schon sehr gut zu ihm.
Magnus kam auf ein anderes Thema: „Wir brauchen noch einen Notartermin wegen der Wohnung. Hier gibt es doch bestimmt einen Unsterblichen. Fragen wir später Valentina. Ich kann es kaum erwarten endlich einzuziehen. Hoffentlich dauert alles nicht mehr lange. Es scheint die richtige Entscheidung gewesen zu sein hierher zu kommen."
Später machten sich Magnus und Ivana zum Stadtbummel auf und ließen sich nach einer Weile in einem Straßencafé nieder.
„Und, wie ist dein Resumée über Rom bis jetzt?"
Ivana schmunzelte. „Was für eine Frage?! Ich bin begeistert! Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, hierher zu ziehen. Rom ist eine tolle Stadt und ich denke wir haben schon einige wertvolle Bekanntschaften gemacht in der kurzen Zeit.“ Sie fasste seine Hand über den Tisch: „Wie sieht dein Resumée aus?"
Magnus strahlte: „Perfekt. Ich bin überglücklich. Wir haben ein Revier, fast eine schöne Wohnung, Jagdrecht bei Tiberius und ...", er sah ihr verliebt in die Augen: „... wir beide haben wieder mehr zueinander gefunden. Ja, ich fühle mich so gut, wie schon lange nicht mehr und ich habe keine Verantwortung für irgendwelche Geschäfte. Kann tun was ich will."
Plötzlich erkannte er Helena und Tiberius in der Menge. Sie hielten ihre Auren verborgen und kamen auf ihren Tisch zu. Der Römer meinte erfreut: „So trifft man sich wieder." Er warf Magnus vielsagende Blicke zu und ein schwaches Lächeln umspielte seine Mundwinkel: ‚Na, mein Schöner.‘
Magnus grinste ihn nur an. Dann wies er auf die Stühle neben ihnen: „Setzt euch doch." „Gern", erwiderte Helena und ließ sich gegenüber von Ivana nieder. Sie trug ein knielanges, beiges Kleid und ihr dickes, schwarzes Haar zu einem seitlichen Zopf geflochten. Tiberius in heller Hose und weißem Hemd, setzte sich ebenfalls.
Als kurz darauf die Bedienung am Tisch vorbeikam, bestellte er einen Rotwein und Helena einen Espresso.
Magnus lehnte sich wieder entspannt in seinem Stuhl zurück: „Wie ihr seht, genießen wir das Dolce vita."
Tiberius lachte: „Ja, dazu bietet sich Rom schließlich an." Er legte seine Hand auf Helenas Schoß und sah sie verliebt an: „Wir heute auch. So oft gehen wir nicht zusammen aus."
Sie erwiderte den Blick aus ihren großen dunklen Augen: „Das ist wahr. Wir sind meistens getrennt unterwegs."
Dann wandte sich Tiberius Ivana zu: „Und, hast du dich auch schon eingelebt hier?"
„Ich denke schon. Die Stadt gefällt mir unglaublich gut und ich kenne mich auch schon ein wenig aus. Aber so richtig einleben werden wir uns sicher erst, wenn wir in unserer Wohnung eingezogen sind und eine Weile hier sind."
Bei Magnus Äußerem war es nicht verwunderlich, dass er sich eine attraktive Frau zur Gefährtin gewählt hatte. Der Kelte war wieder eine Augenweide heute. Dunkle Jeans und Jackett standen ihm sehr gut, aber in Leder sah er am besten aus. Nein, nackt war er am attraktivsten. Tiberius schmunzelte ein wenig, was Magnus ebenfalls dazu veranlasste. Er hörte zwar nicht, was der Römer dachte, aber er ahnte es: ‚Denkst du an gestern?‘
Der Ältere sandte: ‚Sieht man es mir so deutlich an?‘
‚Allerdings. Das können wir ja wiederholen.‘
Ein lüsternes Funkeln blitzte in den hellgrauen Augen auf: ‚Sehr gern. Mit dir immer.‘ Der Gedanke daran, brachte sofort Tiberius Gefühle in Wallung. Er musste sein aufkeimendes Verlangen sofort unterdrücken, um keinen Steifen zu bekommen. Das wäre jetzt äußerst peinlich.
Dafür machte er einen Vorschlag: „Wir wollen noch in den Unsterblichen-Club. Begleitet ihr uns?"
Helena sah die Russin erwartungsvoll an: „ Dann können wir uns gleich besser kennenlernen."
Das Herrscherpaar schüttete ihr Getränke blitzschnell weg, so dass niemand etwas bemerkte und legte Geld auf den Tisch. Da war es praktisch im Freien zu sitzen.
Magnus folgte ihrem Beispiel und sie machten sich gemeinsam zum Club auf.






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