a step into the dark

 Zak ging zum Auto und holte seine Jacke. Sie war schwarz mit einem silbernen Wortmarkendruck auf der rechten Brust. Sie hob sich ab von der schwarzen Softshelljacke. Dann schmiss er die Tür zu und schaute auf den roten Balken auf dem weißen Wagen. Er las 112 Wasserrettung. Seine Gedanken zeigten ihm ein brennendes Boot. Viele blaue Fahrzeuge vom THW auf einer vollen Uferpromenade. Die Schreie seiner Freundin, die er so angehimmelt hatte und die ihm nie gezeigt hatte was sie für ihn empfand. Die er später am Abend angerufen hatte als er seine rote Jacke auf den Haken gehängt hatte und zwei Tage von ihm einen Korb bekommen hatte. Die ihm doch offenbart hatte, was sie für ihn fühlte, die er vor Trauer vergessen und ignorierte hatte und dann doch noch vor dem Schwimmen wieder gefunden hatte. Und sie beide sich einig waren, dass sie immer durch das Band der Liebe verbunden waren und werden. Er erinnerte sich an die Schwimmstunde, wo er wegen Krankheitsgründen eigentlich nicht in Wasser wollte aber dennoch einen aus seiner Klasse spektakulär rettete und wie ihn alle anderen, aber vor allem die Mädels ihn bewundert hatten.
Mit einem sanften ‚hey da bist du ja‘ wurde er aus den Gedanken gerissen. Der Starautor war zu ihm getreten.
„Let’s go for A Walk In The Park.“, meinte er und sie gingen in das kleine dunkle Wäldchen.
„Du bist so toll, so präzise, so ausgefeilt in deiner Wortwahl, so einfühlsam, so super. Wie kann ich sowas erlernen?“, fing Zak nach einer Weile an.
„Weißt du, es gibt zwei verschiedene Arten von Menschen. Es sind auf der einen Seite die Normalen, die ihr Leben leben und gewissenhaft ihre Arbeit tun, und es gibt noch die anderen, die anders sind als die Menge. Es sind diejenigen, die nicht nur auf sich achten, sondern auch auf andere. Die Schauen, das es allen gut geht. Und es ist wahr:
‚Alles große in der Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er eigentlich muss‘. Das erkannte schon Herman Gmeiner.“, find der Starautor zu erklären.
„Ja und ich möchte zu denen gehören, die anders sind als der Rest, die so sind wie du.“, fiel Zak ihm ins Wort.
„Ich nehme mal an, du bist selber bei der DLRG. Du bist ein Teil dieser Gemeinschaft. Du bist genial, du bist toll. Du handelst aus deinem Herzen heraus. Und das zählt. Es sind die kleinen Dinge im Leben die einen Menschen zu einen besonderen machen. Es sind die viele kleine gute Taten die einen Mensch machen kann, um so werden wie du. Und das tust du. Immer wenn du anderen Schwimmen bei bringst oder Strandwache machst. Du gibst alles um anderen zu helfen und du riskierst sogar dein Leben. Ich glaube, dein Problem ist, du suchst Anerkennung in der Gesellschaft. Oder?“
„Ja ich glaube ich suche Anerkennung.“, gab Zak zu.
„Du hast damals diesen spektakulären Sprung von der Brücke gemacht oder?“, fragte der Starautor.
„Ja. Ich war das.“, gab er kleinlaut zu.
„Das war super. Du wusstest rein theoretisch, dass das gefährlich war und dennoch hast du das gemacht. Und du warst in der Zeitung.“, meinte der Starautor.
„Aber keiner hat was dazu gesagt.“, meinte Zak.
„Ja, weil du nicht wirklich zu erkennen warst und auch nicht namentlich erwähnt wurdest. Ich weiß nicht ob du das so gewollt hast, aber das war vernünftig. Du hättest sonst nur Kritik bekommen, und so wurde sie auf die ganze Organisation verteilt. Der Pressesprecher hat dich gedeckt. Das ist auch ein Zeichen von Anerkennung. Insgeheim hat er bestimmt deine Aktion toll gefunden, dass du so selbstlos reagiert und agiert hat. Das war klasse von dir. Und so hat er dich nicht ausgeliefert.“
„Das rechne ich ihm auch hoch an. Und dennoch.“, meinte Zak immer noch leicht traurig.

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