Anfang des Jahres 2016 habe ich mit zwei Texten an einer Ausschreibung teilgenommen, die auch angenommen wurden und dann in einer Anthologie erscheinen sollten. Das Ergebnis stand am 19.03.2016 fest. Im April waren beide Texte bereits lektoriert und ich wartete nur noch auf die Freigabe durch die Lektorin.
Nach langer Funkstille kam am 14.06.2016 die Meldung, dass die Lektorin gerade mit einem Umzug beschäftigt ist und das es noch etwas dauert.
Nachdem im August immer noch nichts zu hören war und auch andere Autoren unruhig wurden, stellte der Herausgeber fest, dass die Lektorin wohl in der Versenkung verschwunden ist und am 15.08.2016 wurde dann ein neuer Lektor ernannt. Dieser schaute sich noch mal alle Texte an und vollendete die angefangene Arbeit. In der zwischenzeit rumorte es aber auch im Verlag und es gab einiges am Umbruch. Der Verlag sollte wohl seine Pforten schließen und wiederbelebt werden. Genaueres könnte man nicht sagen, man sei beruflich unterwegs.
Mitte September, genauer gesagt am 19.09.2016, erfuhr ich dann, dass die Texte beim Herausgeber liegen und druckfertig seien. Auf Nachfrage mehrerer Autoren kam keine detaillierte Antwort. Erst am 25.09.2016 gab es ein sehr knappes Statement. Ja der Verlag wird dicht gemacht und neu aufgelegt, ja die Anthologie kommt noch raus. Wann genau? Keine Ahnung, aber noch vor Weihnachten. Die Printversion wird gerade gesetzt, ich melde mich wenn es neues gibt. Soweit so gut, wäre da nicht der heutige Tag gewesen. Heute, am 07.10.2016 wird bekannt gegeben, dass der Verlag seine Pforten schließt und die Projekte und Anthologien auf Eis liegen. Ob und wann sie veröffentlicht werden kann man nicht sagen, der Herausgeber hat im Moment nicht die Zeit einen Verlag zu führen.
Ich bitte kurz sich den letzten Satz auf der Zunge zergehen zu lassen.
Ich bin ein sehr geduldiger Mensch, aber wie alle Menschen bin ich wie Milch: Lässt man mich zu lange stehen werde ich sauer. Und innerhalb von 1,5 Wochen alles über den Haufen zu werfen ist ein Unding. Da aber trotz aller Wut ein gewisses Maß an Höflichkeit gewahrt werden will, möge mir nachsehen, dass ich keine Namen nenne und auch nicht offen den Stinkefinger zeige. Aber es sei mir folgende Aussage erlaubt: [Name] du möchtest keine Anthologe herausbringen weil dir die Zeit fehlt dich um deinen Verlag zu kümmern, mit dem du angeblich mit ganzem Herzen hängst? Dann mache ich eben meine eigene Anthologie/meinen eigenen Verlag auf - mit Blackjack und Nutten!

Kommentare

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    super Text. Er gefällt mir gut. nicht zu hart, nicht zu weich, super geschrieben, sehr einfühlsam, voller emotionen. Super Text, kann die Person verstehen der sowas erfahren ist, ich stehe hinter ihr, versuche Deckung und hilfe zu spenden.

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Feenstaub

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