Das 1. Geschenk: Von guten und bösen Schlangen

Ein nervöses Flattern hatte sich ihres Magens bemächtigt und egal, wie oft Hermine sich selbst zur Ordnung rief, sie konnte es nicht abstellen. Sie war sich ihrer Gefühle schon seit dem vierten Jahr bewusst gewesen, aber dass sie trotz der Ereignisse während des Balls noch stark waren und in ihr so viel Unruhe anstellen würden, hätte sie nicht erwartet. Immer wieder musste sie Grinsen, wenn sie an den morgigen Tag dachte. Es war ihr erstes, ernsthaftes Date, und sie musste zugeben, sie hätte in diesem Leben nicht mehr mit einer Einladung gerechnet.

Beschwingten Schrittes wanderte Hermine alleine ins Tal hinab. Sie hatte sich bereits beim Frühstück von allen Freunden, die in den Ferien heimfahren würden, verabschiedet, und konnte so den ganzen Tag alleine in Hogsmeade verbringen, auf der Suche nach Salazars Liebstes und einem weiteren Geschenk für Draco Malfoy. Selbst der Gedanke an das unmögliche Geschenk, das sie am Frühstückstisch von einer Eule überreicht bekommen hatte, konnte die gute Laune nicht verderben. Sie hatte die Anspielung auf ihr wildes Haar durchaus verstanden, die ihr Wichtelpartner mit einer Tube "Seidenglatt"-Spülung gemacht hatte, doch es ärgerte sie kaum. Sie wusste, dass es genug Schüler gab, die sich heimlich über ihre buschige Mähne lustig machen und nach all den Jahren prallte das einfach nur noch an ihr ab. Das einzige, was sie betrübte, war die Tatsache, dass dieses Geschenk darauf hindeutete, dass ihr Wichtelpartner sie nicht mochte oder aus Slytherin stammte - oder beides.

Ein eisiger Wind fuhr ihr unter den Mantel, als sie das Dorf betrat, und der Geruch von Schnee lag in der Luft. Bisher hatte es überraschenderweise noch nicht geschneit, aber Hermine war sich sicher, dass es nur noch eine Frage von wenigen Tagen sein konnte - kalt genug war es allemal. Frierend beschloss sie, sich kurz im Drei Besen aufzuwärmen, ehe sie sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Slytherin-Laden begab. Mit schnellen Schritten durchquerte Hermine den fast leeren Gastraum und steuerte direkt auf die Theke zu. Überrascht stellte sie fest, dass ausgerechnet Draco Malfoy einer der wenigen frühen Gäste war. Fest entschlossen, ihn einfach zu ignorieren, stellte sie sich ein Stück entfernt von ihm an die Theke und wartete, dass Madam Rosmerta aus der Küche zurückkehrte.

"Schon wieder alleine, Granger? Haben deine Freunde endgültig genug von dir?"

Kurz schloss Hermine die Augen - es war ja klar gewesen, dass er sie nicht in Ruhe lassen würde - dann drehte sie sich mit einem genervten Gesichtsausdruck zu Draco um.

"Du bist doch selbst alleine."

"Ja, weil ich es so will."

"Achso", erwiderte Hermine mit gespielter Einsicht, "und wenn ich alleine bin, dann geschieht es gegen meinen Willen und ist auf das Unwohlsein derer zurückzuführen, die mit mir Zeit verbringen müssten."

"Du gibst es also zu?"

Hermine konnte nicht glauben, dass ihr Gegenüber die Ironie nicht erkannt hatte, mit der sie ihre letzten Worte geäußert hatte, entsprechend schüttelte sie nur lachend den Kopf und richtete ihre Aufmerksamkeit auf die Wirtin, die gerade nach vorne trat.

"Entschuldigt, ihr Lieben, ich wollte euch nicht warten lassen. Was kann ich für euch tun?", fragte sie höflich, doch Hermine konnte ihr ansehen, dass sie sich stark wunderte, einen Slytherin und eine Gryffindor gemeinsam an der Theke stehen zu sehen.

"Einen heißen Tee", kam es zeitgleich von ihr und Draco. Entgeistert schaute Hermine ihn an - Draco Malfoy trank Tee? Ein beinahe ebenso erschütterter Blick begegnete dem ihren, und nur Madam Rosmertas leises Kichern konnte beide aus ihrer Erstarrung lösen.

"Darjeeling oder Earl Grey?"

"Darjeeling", sagten erneut beide gleichzeitig. Stirnrunzelnd registrierte Hermine den bösen Blick, den sie von dem Jungen an ihrer Seite bekam, doch sie ließ sich nicht irritieren. Sie wollte einen schönen, heißen Tee trinken, um die Kälte aus den Gliedern zu vertreiben. Stumm nahm sie ihr Getränk entgegen, bezahlte und verzog sich schnell an ihren Lieblingstisch. Aus den Augenwinkeln bemerkte sie, dass Draco ihr folgte - und sich dann tatsächlich auf einen Stuhl ihr gegenüber sinken ließ. Ihre gute Laune fing langsam an zu bröckeln.

"Was willst du denn noch?"

"Etwas überprüfen", erwiderte Draco kryptisch. Hermine musste sich auf die Lippen beißen, um eine weitere Nachfrage zu verhindern, denn sie wollte ihm nicht die Genugtuung bieten, sich für ihn zu interessieren. Wortlos wickelte sie den Teebeutel um den Löffel, drückte ihn aus und legte ihn zur Seite. Bemüht, ihrem Gegenüber keine Beachtung zu schenken, starrte sie stur in den Tee und blies hin und wieder vorsichtig hinein.

"Ich wette, du findest die Wichtel-Idee von Dumbledore gut, oder?", fing Draco schließlich das Gespräch an, "Du und deine zwei kleinen Freunde findet doch alles super, was er verzapft.

"Da irrst du dich!", entfuhr es Hermine, ehe sie sich daran erinnern konnte, nicht mit dem Slytherin reden zu wollen. Verärgert über sich selbst schüttelte sie den Kopf und wagte einen ersten Schluck von ihrem heißen Getränk. Innerlich fluchend fuhr sie sich mit der Zunge über ihre Lippen, die nicht gerade erfreut auf den Tee reagiert hatten.

"Achtung, heiß", kommentierte Draco spöttisch. Wieder konnte Hermine sich einen bösen Blick zu ihrem Gegenüber nicht verkneifen - dieser Junge hatte etwas an sich, das sie einfach immer reizte. Er erwiderte ihren Blick amüsiert und trieb Hermine damit nur noch weiter in die Raserei. Sie musste hier weg und zwar bald, sonst würde sie explodieren.

"So wie du aussiehst, denkst du bestimmt darüber nach, mich mal wieder zu schlagen?"

Hermine verkrampfte ihre Hände um den Becher. Er hatte absolut recht - sie hatte gut Lust, ihm sein überhebliches Grinsen aus dem Gesicht zu schlagen. Aber sie wusste auch, dass sie nicht mehr 14 war und ihre Problem besser durch Worte lösen sollte. Zu schade, dass dieser Junge vor ihr offensichtlich resistent gegen rationale Argumente war. Zu ihrem Entsetzen registrierte sie, wie Draco aufstand, seinen Becher über den Tisch schob und sich direkt neben sie setzte. Er rückte sogar seinen Stuhl noch näher an sie heran, bis ihre Schultern sich beinah berührten. Entnervt gab Hermine auf.

"Okay, Malfoy, du hast gewonnen. Sag mir, was genau du willst, ich werde schauen, was ich tun kann, und dann lass mich gefälligst hier in Ruhe meinen Tee trinken!"

Sie wandte den Kopf herum, um ihren Widersacher direkt anzuschauen, und fuhr erschrocken zurück: Draco hatte sich ebenfalls zu ihr gedreht und schaute sie nun aus ernsten Augen nur wenige Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt an. Das Gefühl einer warmen Hand auf der ihren ließ sie zusammenzucken, ungläubig starrte sie dahin, wo Draco sanft nach ihrer Hand gegriffen hatten und sie nun mit leichtem Druck festhielt.

"Um ehrlich zu sein ...", begann der blonde Slytherin langsam und Hermines Augen wurden groß. Doch noch ehe sie einen klaren Gedanken fassen konnte, fingen seine Mundwinkel an zu zucken und Draco brach in schallendes Gelächter aus. Rot vor Wut und Scham darüber, dass sie kurz gedacht hatte, er würde ihr gegenüber tatsächlich ernsthaftes Interesse an den Tag legen, wandte sie sich ab, während Draco seinen Scherz offensichtlich genoss.

"Sieh dich nur an, Granger ... was du dir einbildest. Als ob jemand mit meinem Status sich auf jemanden wie dich einlassen würde!", kommentierte er lachend zwischen zwei Atemzügen. Die Röte in Hermines Gesicht vertiefte sich, doch sie zwang sich, ihn einfach zu ignorieren. Es gab nichts, was sie jetzt sagen konnte, was ihre Situation verbessern würde, und so schwieg sie eisig. Während sie darauf wartete, dass das fiese Kichern aufhörte, fiel ihr Blick auf ihre Hand. Und auf die Hand von Draco, die die ihre immer noch festhielt.

Dieser bemerkte ihren starren Blick und folgte ihm. Abrupt erstarb sein Gelächter, während er wie von der Tarantel gestochen seine Hand wegzog und von ihr abrückte. Ohne ein weiteres Wort und mit zugezogener Miene trank er seinen Tee aus und verließ dann schleunigst das Gasthaus. Hermine blieb zurück, unsicher, ob sie sich vollständig erniedrigt fühlen sollte oder nicht doch am Ende einen kleinen Triumph erlebt hatte.

oOoOoOo

Ein meckerndes Lachen erklang, als Hermine vorsichtig die Tür zu dem düsteren Laden öffnete - offensichtlich ersetzten hier Schrumpfköpfe die sonst üblichen Türglöckchen. Das fängt ja gut an, dachte sie bei sich, doch sie ließ sich nich beirren. Mit leisen Schritten betrat sie den Innenraum - und blieb überrascht stehen. Von außen hatte es dunkel gewirkt, doch nun erkannte Hermine, dass die Dunkelheit gekonnt eingesetzt wurde: Während der Raum selbst nur durch das durch die Fenster dringende Tageslicht erhellt wurde, waren an den Regalen kleine Lampen angebracht, die jeden ausgestellten Gegenstand erleuchteten. Die Ladenfläche war eher klein, umso mehr wunderte es Hermine, dass ausschließlich an den Wänden Regale angebracht waren und so sehr viel Platz in der Mitte verschenkt wurde. Sie fühlte sich beinahe eher wie in einem Museum oder einer Ausstellung und weniger wie in einem Geschäft. Auch der Tresen mit der Kasse am anderen Ende des Raumes war sehr schlicht: Anders als in anderen Läden befanden sich keine kleinen Stände mir günstigen Mitnahmeprodukten wie Lesezeichen oder Glücksbringern daneben, sondern ausschließlich eine altmodische Kasse. Dahinter saß auf einem Stuhl ein älterer Mann mit einer Glatze, die von wenigen grauen Haaren umrandet wurde. Als sie näher trat, schaute er von seinem Buch auf.

"Oh, eine Gryffindor. Haben Sie sich verlaufen, junge Dame?", fragte der Ladenbesitzer mit krächzender Stimme. Hermine verfluchte ihre Freundin innerlich - so viel zum Thema Aufgeschlossenheit gegenüber Nicht-Slytherins. Doch wie schon zuvor bei den Schrumpfköpfen gestattete sie es sich nicht, einen Rückzieher zu machen. Mit fester Stimme erwiderte sie: "Nein, ich denke, ich bin hier ganz richtig. Ich suche ein Geschenk für einen Schüler aus Slytherin."

"In der Tat", kam die amüsierte Antwort, "dann sind Sie hier goldrichtig. Kann ich bei der Auswahl behilflich sein?"

Überrascht von der Höflichkeit des Mannes nickte Hermine: "Ja, vermutlich schon ... ich habe keine Ahnung, was genau diesen Schüler erfreuen könnte ..."

"Erzählen Sie mir von ihm, vielleicht habe ich eine Eingebung."

"Äh", stotterte Hermine überfordert, "ich weiß, ehrlich gesagt, gar nichts über ihn. Er ist wie ich im 5. Jahrgang ... und er hasst mich."

Nun war es an dem Händler, überrascht zu schauen: "Um Himmels Willen, warum beschenken Sie jemanden, der Sie hasst?"

Ermutigt durch die Reaktion und Freundlichkeit des alten Mannes erklärte Hermine die Idee von Dumbledore, wie sie die Idee anfangs gut gefunden hatte und dann das Pech haben musste, ausgerechnet den Slytherin-Schüler zu ziehen, den sie wegen mehr als der Hauszugehörigkeit nicht mochte. Als sie auf Nachfrage noch anfügte, dass es sich bei ihrem Wichtelpartner um Draco Malfoy handelte, verfiel der Mann in ein leichtes Kichern.

"Ja, mit dem guten Draco haben Sie keinen dankbaren Partner gezogen", stimmte er ihr schmunzelnd zu, "er kann sehr stur sein."

"Stur ist nicht unbedingt das Wort, das ich wählen würde", meinte Hermine, doch sie hatte keine Lust, sich auf eine Diskussion über den Charakter von Draco Malfoy einzulassen, "aber da Sie ihn ja anscheinend kennen, höre ich gerne auf Ihre Empfehlung."

Nachdenklich kam der Mann hinter seinem Tresen hervor und schritt bedächtig die Reihen seiner Regale ab, bis er schließlich kurz neben dem Eingang stehen blieb, um auf einen silberglänzenden Gegenstand zu deuten. Neugierig trat Hermine näher. Das Objekt, welches der Besitzer anpries, war ein silberner Federhalter mit einer passend dazu versilberten Feder. Mit angehaltenem Atem nahm sie beides in die Hand und inspizierte es näher. Die Feder war sehr schlicht, eine einfache Schreibfeder, die mit Silber überzogen war, der Halter dazu war ein filigranes Gestell mit einem kleinen Auffangbecken für überschüssige Tinte. Sie war versucht, sich dies selbst zu kaufen, aber wenn sie ehrlich zu sich war, passt so ein auffälliger Schreibgegenstand eher zu Gilderoy Lockhart - oder eben Draco Malfoy. Zweifelnd schaute sie den Verkäufer an: "Das ist wirklich eine schöne Sache, aber vermutlich teurer als das, was ich mir vorgestellt habe ..."

"2 Galleonen und 12 Sickel würde beides zusammen kosten."

Hermine nickte langsam. So ungefähr hatte sie sich das vorgestellt. Andererseits hatte sie bereits damit gerechnet, dass sie mindestens eine Galleone pro Geschenk würde ausgeben müssen, wenn sie ihrem Wichtelpartner wirklich eine Freude bereiten wollte. Sie stöhnte - so viel Geld für Malfoy ausgeben missfiel ihr.

"Sie könnten es kaufen und an zwei verschiedenen Tagen schenken", schlug der Ladenbesitzer vor, der die Rädchen ihrer Denkmaschine beinahe sehen konnte. Die Idee gefiel Hermine tatsächlich, so dass sie nickend zum Tresen zurückkehrte, um das Geld zu bezahlen. Sie war kurz versucht, nach einer Geschenkverpackung zu fragen, entschied sich dann aber doch dagegen - sie bezweifelte, dass dieser Mann sich darauf verstand. Mit schwerem Herzen kramte sie die Galleonen und Sickel heraus, nahm dann die beiden in Papier gewickelten Gegenstände und verstaute sie sorgfältig in ihrer Tasche. Bevor sie sich zum Gehen wandte, fiel ihr noch etwas ein.

"Ich bin übrigens Hermine Granger", sagte sie lächelnd, "ich vermute, Sie werden mich die nächsten Tage noch häufiger hier sehen - einen anderen Ort für Geschenke für einen Slytherin kenne ich in Hogsmeade nicht."

Das Lächeln wurde sehr freundlich erwidert: "Sieh an, Sie sind also Miss Granger." Er zwinkerte. "Anthony Higgs. Sehr erfreut, endlich einmal die Freundin des berühmten Harry Potter zu Gesicht zu bekommen."

Hermine lief rot an, ehe sie sich verteidigte: "Nicht die Freundin, Mr. Higgs. Eine Freundin."

"Oh, wie bedauerlich", meinte Higgs mit ernster Stimme, "hat er vielleicht noch nicht erkannt, welch charmante Frau er an seiner Seite hat?"

Die Röte in Hermines Gesicht vertiefte sich: "Wir sind nur Freunde. Er ist wie ein Bruder für mich. Alles andere wäre ... einfach nicht richtig. Sein Herz gehört einer anderen, ebenso wie ich einen anderen mag."

"Ich will nicht weiter in Sie dringen", sagte der alte Mann gutmütig lachend, "es hätte ja sein können."

"Ich nehme es einfach als Kompliment und beschwere mich nicht", gab Hermine ebenso freundlich zurück.

"Das sollten Sie auch, Miss Granger, das sollten Sie."

oOoOoOo

Gut gelaunt ließ Hermine sich in einen der großen Ohrensessel vor dem Kamin sinken. Abgesehen von dem Zwischenfall mit Draco Malfoy hatte sie einen entspannten Tag in Hogsmeade verbracht, ganz für sich alleine. Nach dem Mittag hatte sie in dem Buchladen gestöbert und war zufällig auf einen alten Klassiker gestoßen, den sie schon immer hatte lesen wollen: Dracula. Sie liebte alte Literatur, insbesondere Gruselgeschichten. Und so hatte sie den Nachmittag damit verbracht, sich im Drei Besen den Tagebucheinträgen von Jonathan Harker hinzugeben, ehe sie zurück ins Schloss kehrte.

"Hey, Hermine", riss die Stimme von Ron sie aus ihrer tiefen Versunkenheit - wieder hatten die wunderschönen Worte des Buches sie eingefangen.

"Hey, Ron", erwiderte sie und konnte nicht verhindern, dass sich eine leichte Röte auf ihr Gesicht legte. Erwartungsvoll schaute sie ihn an.

"Das mit morgen ... das geht klar, oder?", fragte er schüchtern. Sie nickte ermutigend, insgeheim erleichtert darüber, dass auch er ob des anstehenden Dates ein wenig nervös war.

"Okay, dann ... dann gehen wir einfach nach dem Mittag gemeinsam runter, ja?", fuhr er unsicher fort, "Ich habe Ginny darum gebeten, dass sie mit Harry alleine nach Hogsmeade geht ... ich glaube, das macht sie sehr gerne."

"Natürlich tut sie das", meinte Hermine lächelnd, "selbst ein Blinder sieht, dass sie in ihn verliebt ist. Nur Harry weiß davon anscheinend nichts ..."

Ron starrte sie mit aufgerissenen Augen an: "Ginny? In Harry?"

"Ach, komm schon, Ron, sie ist in ihn verliebt, seit sie ihn das erste Mal gesehen hat! Aber im Moment ist Cho Chang im Weg, deswegen hält sie sich zurück."

Ron gab ein würgendes Geräusch von sich: "Die Vorstellung, dass mein bester Freund und meine kleine Schwester ... urgh. Nee. Dann lieber die Heulsuse Cho."

"Du bist ein hoffnungsloser Fall", sagte Hermine verzweifelt, doch sie konnte ein Lächeln nicht unterdrücken. Jeder Bruder empfand wohl so für seine kleine Schwester, und gerade dieser Beschützerinstinkt und seine Naivität waren es ja schließlich, die ihn so attraktiv erscheinen ließen. Weiter vor sich hin lächelnd widmete Hermine sich wieder ihrem Buch, dachte jedoch eher an den morgigen Tag und ihr erstes Date mit Ron.

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