Ich sass im Zug, hörte Musik und starrte aus den Fenster.
Leute stiegen aus dem Zug und andere wieder ein.
Plötzlich schreit der Lokführer gereizt durch den Lautsprecher:
"BITTE TÜRE FREIGEBEN,BITTE TÜRE FREIGEBEN,WIR MÖCHTEN ABFAHREN!"
Ich habe beinnahe einen Herzinfarkt bekommem und im ernsten Moment verstand ich gar nicht was los war.
Aber als er 3-4 weiter male in der gleichen Lautstärke und Ton die Leute aufforderte, die Türen freizugeben war ich auch auf dem Stand der Dinge.
Auf der einen Seite verstehe ich den Lokführer. Es ist mühsam wenn Leute die Türen blockieren und er nicht fahren kann, den das verursacht verspätungen.
Aber vielleicht blockieren die Leute die Tür weil sie sehen das noch welche kommen?
Auf jedenfall hätte man es in einem freundlicheren Tonfall sagen können ohne so zu schreien, den schlussendlich sind wir, die Zugfahrer Kunden und ich finde das man zu Kunden höflich sein sollten den immerhin zahlen wir fürs Zugfahren und nicht gerade wenig. 
Auch wenn ich ein gewisses Verständniss für den Lokführer habe. Es ist nicht leicht nicht unter druck zu stehen pünktlich abzufahren um im Zeitplan zu bleiben, dann aber nicht abfahren zu können und so in Verzug zu geraten. Irgendwann reisst einem halt der Geduldsfaden der Lokführer ist auch nur ein Mensch.
Zum schluss kann ich sagen es hat gewirkt, der Zugführer musste nur 1 mal so schreien und von mir zu Hause aus ist er pünktlich und  nach fahrplan abgefahren.

Kommentare

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    Sehr schöner Text. Du greifst - für mich jedenfalls - eine (alltägliche) zumindest bekannte Situation auf, die ich schon mehr mals beim Busfahren mitbekommen habe. Aber wie du dann die Geschichte weiter ausschmückst, und wie du in die Argumentation für und wieder kommst ist wirklich toll. Hut ab vor einer unerwarteten Wendung.

beta
Feenstaub

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