Kapitel 1 - Das Problemkind

Die Geschichte muss ja irgendwie beginnen…in den meisten Fällen widmet man sich zuerst der Hauptperson: eine kurze Vorstellung der Interessengebiete, moralischen Überzeugungen und wenn vorhanden gewissen Eigenheiten, die sich im Kontakt mit dem sozialen Umfeld deutlich zeigen.

Aber gut, schwimmen wir mal gegen den Strom und packen die Sache etwas anders an…
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Eine Mutter zu sein ist schwer.
 
Die alleinerziehende Mutter dreier Kinder zu sein ist noch schwerer.

Und wenn eines davon gerade Liebeskummer hat, bereichert sich der sowieso schon von harter Arbeit gezeichnete Alltag um eine weitere Herausforderung…

Neben dem Kochen, Putzen, Kinder Herumkutschieren und momentan auch Windeln wechseln, darf sich die Frau für alles nun auch darum kümmern, die gerade ziemlich in Mitleidenschaft gezogene Lebensfreude ihrer 16-jährigen Tochter wieder aufzubauen.

Doch was tut man, wenn alle herkömmlichen Mittel der Aufmunterung und jedes liebe Wort genauso am eigenen Kind vorbei zu gleiten scheinen wie die sanfte, aber dennoch bestimmte Aufforderung den Müll hinaus zu bringen oder den Abwasch zu tätigen?

Wie soll man sich verhalten, wenn Geduld, heiße Schokolade mit Sahne und auch der Standardspruch: „Alles wird wieder gut, wir sind immer für dich da“, dieselbe Wirkung erzielen wie ein zaghafter Hammerschlag auf einen mächtigen Panzer?

Da gibt es nur eins: Man fragt die beste Freundin bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen um Rat…

Und so kommt es zu der Szene, die sich nun in einem schnuckeligen Café in der Innenstadt Münchens vor eurem geistigen Auge ereignen wird….

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