Kapitel 11

                                                                                                                                                                                                                                                                     

Meleficent wusste nicht, wie lange sich die beiden Geschwister über das Schwert bis in die Nacht gestritten hatten. Irgendwann war die Waldelfe ins Bett gestiegen und vor Erschöpfung tief und fest eingeschlafen, das selbst nicht einmal das Geschrei der Zwillinge sie vom Schlaf abgehalten hatte.                                                                                          

An diesem Morgen wurde Meleficent von einem Vogelgezwitscher geweckt. Eine Drossel turnte auf dem Fenstersims herum und versuchte eine Baumnuss aufzuknacken, indem sie die Nuss gegen den Sims schlug. Die anderen schliefen noch. Aragon schnarchte und Gideon boxte auf sein Kissen ein, während Fay im Schlaf zappelte. Meleficent stand auf und öffnete das Fenster. „Na komm, ich helfe dir“, sagte sie zur Drossel und nahm ihr die Nuss aus dem Schnabel. Der Vogel protestierte zuerst, aber als er sah, dass sie ihm helfen wollte, verstummte er mit seinem Gezwitscher. Meleficent knackte die Nuss mit dem Fingernagel und reichte sie der Drossel. „Guten Appetit“, wünschte sie dem Vogel, schloss das Fenster und wollte den Vorhang zu ziehen, doch dann erklangen Hufschläge auf der Strasse. Drei Reiter mit schwarzen Umhängen kamen die Strasse entlang galoppiert. Sie ritten auf keinen gewöhnlichen Pferde, sondern Selippinar. Riesige, schwarze Pferde mit gespannten Muskeln und Flügeln an den Flanken. Die Kapuzenreiter hielten vor dem Gasthaus an und schienen etwas zu suchen. Meleficent lehnte an die Scheibe, achtete darauf, dass sie nicht mit den Spinnweben in Berührung kam und beobachtete die Reiter mit Respekt. Alleine hätte sie diesen Reitern im Wald nie begegnen wollen. Einer der Umhangreiter drehte den Kopf auf die andere Seite und starrte zum Fenster hoch, direkt Meleficent ins Gesicht. Meleficent wurde ganz schwarz vor Augen, als diese zwei stechenden Augen sich in ihrem Gesicht hafteten. Ihre ganze Freude an ihrem Leben wurde wie durch einen Hauch weggenommen. Sie taumelte rückwärst, verlor das Gleichgewicht und stiess mit dem Kopf gegen die Kante des Bettes, wo Aragon schlief. Der Schattenelf schreckte aus dem Schlaf und als er sah, dass Meleficent gestolpert war, baute er sich schon neben ihr auf und rüttelte sie an der Schulter. „Was ist geschehen? Hast du genachtwandelt?“ „Da, da, Kapuzenreiter….“, stotterte sie und deutete zum Fenster. Aragon schnellte ans Fenster und schaute auf die Strasse. „Da ist niemand. Nur eine Frau mit einem Einkaufskorb“, murmelte er und zuckte mit den Achseln. „Aber ich bin mir ganz sicher“, Meleficent trat an seine Seite. Aragon legte ihr die Hand auf die Schulter. „Vielleicht bist du einfach noch im Halbschlaf gewesen.“ Meleficent klappte den Mund auf und wollte protestieren, da schepperte ein Eimer auf einem Holzbrett. Fay kletterte über einen Balken, der über Gideons Bett führte und schob dabei einen Eimer voraus. Über Gideon Kopf hielt sie inne und leerte den Kessel mit Wasser aus. Das Wasser traf Gideon ins Gesicht und so schnell Fay konnte, kletterte sie den Balken hinunter. Gideon schrie auf und schüttelte das Wasser aus den Haaren. „Fay, du Schwein, du elendes Schwein!“ „Das ist die Rache dafür, dass du dein Schwert behalten darfst!“, Fay steckte ihm die Zunge raus und flüchtete aus dem Zimmer. Gideon nahm die Verfolgung auf und das ganze Gasthaus bebte, als die beiden kopfüber die Treppe runterstürzten. „Ich glaube, der Hahn wird heute Morgen nicht mehr gebraucht“, sagte Aragon, denn die ersten anderen Gasthausgäste begannen aus den benachbarten Zimmern wegen der Morgenstörung zu schreien. „Jawohl, dass wird Ärger geben“, Meleficent huschte durch das ganze Zimmer und sammelte alles ein was ihr und ihren Freunden gehörte und verstaute es in einem Beutel. Aragon schlüpfte in seine Stiefel, schnappte sein Schwert, Meleficents Pfeilbogen, Fays Dolche, Gideons neues Schwert und seinen Geldbeutel.

„Das wird euch gefälligst eine Lehre sein für euer Morgenrevolution!“, brüllte der Wirt, ein stämmiger Mann mit einer Hackennase und beförderte Gideon mit einem Tritt in den Allerwertesten auf die Strasse. „Entschuldigen sie die beiden Kindsköpfe“, Aragon baute sich vor dem Wirt auf, bevor er Fay auf die Strasse schleudern konnte. „Aragon, so treffen wir uns wieder. Gehören diese Taugenichtse etwa zu dir?“, der Wirt zog seine Brauen hoch. „Taugenichts?“, Fay ballte die Fäuste aber Meleficent, die sich an Aragon vorbei geschoben hatte, hielt sie zurück. „Ja, sie gehören zu mir. Es tut mir leid Redwell. Was bin ich dir schuldig?“, fragte Aragon und warf Meleficent einen dankbaren Blick zu, weil sie Fay zurückgehalten hatte. „Ein Goldstück, für das Zimmer und die Störung!“, Redwell streckte die Hand aus. Aragon seufzte und suchte in seiner Tasche die Münzen zusammen. Er fand sie und übergab sie dem Wirt. „Grüss deinen Vater von mir. Und lass ihn wissen, dass du ein erzogener Bursche bist“, grinste Redwell mit der Münze in der Hand. Redwell warf den Zwillingen einen strengen Blick zu, machte kehrt und verschwand im Gasthaus. „Was hätte das bitte sein sollen?“, Aragon bebte vor Zorn, als er die Zwillinge von Kopf bis Fuss musterte. „Ein kleiner Streich…“, Fay starrte auf ihre Füsse. „Ein kleiner Streich?!“, grunzte Aragon. Dann senkte er seine Stimme: „Mit diesem Kerl ist nicht zu spassen!“ „Das habe ich auch bemerkte“, jammerte Gideon. Der Tokklin lag auf der Strasse und Meleficent versuchte ihm die aufgeschürftes Knie zu verbinden. „Lass es gut sein Aragon“, Meleficent schnitt den Verband mit der Pfeilbogenspitze durch. „Uns ist schon so viel auf dieser Reise passiert, dass ich es nicht mehr zählen kann.“ „Hoppla“, Fay stupste Meleficent an. „Da wird jemand aber immer abenteuerlustiger, hab ich recht?“ Meleficent nickte und befestigte eine Haarnadel an Gideons Verband. Aragon seufzte: „Vielleicht hast du recht. Trotzdem sollten wir Schwierigkeiten vermeiden.“ „Da stimme ich dir vollkommen zu.“ Meleficent lächelte und wollte die übriggebliebenen Haarnadeln, die sie für Gideons Verband gebraucht hatte, zurück in ihr Haar stecken, da schleuderte sie Ausversehen ihre zwei Nadeln aus der Hand. Die einte landete neben Aragons Füssen, während die andere im hohen Bogen durch die Luft flog und bei einer Gassenverzweigung liegen blieb. Gleichzeitig bückten sich Aragon und Meleficent und als sie nach der Nadel greifen wollten berührten sich ihre Finger. „Tut mir leid“, verlegen zog er seine Hand weg und schielte in eine andere Richtung. „Ich hole besser die andere Haarnadel.“ „Schon gut, ich mache das“, erwiderte Meleficent, hielt Aragon zurück und schob sich an ihm vorbei.

Meleficent kämpfte sich durch die Menschenmenge, die alle auf dem Weg zum Wochenmarkt im Dorfzentrum waren. Schliesslich entdeckte sie die Haarnadel auf einem Pflasterstein bei der Gassenverzweigung liegen. Meleficent bückte sich und als sie nach der Nadel greifen wollte, zitterte der Boden. Erschrocken hob Meleficent den Kopf. Einer der schwarzen Kapuzenreiter, den sie vorher gesehen hatte, galoppierte direkte auf sie zu. Der Reiter sah sie, doch machte sich keine Mühe sein Tier zu stoppen. Im Gegenteil er gab dem Tier einen weiteren Vorwärtsbefehl. Meleficent zog den Kopf ein und versuchte mit einer ausgestreckten Hand ihr Gesicht zu schützen. Doch ehe die Hufe des Selippinars sie treffen konnten, bremste der Selippinar ab, scheute, liess seine Muskeln spielen und stellte sich auf die Hinterbeine. Der Selippinar konnte nicht weiter, er wurde von einer Macht gebremst.

„Tut‘s noch weh?“, Fay klopfte ihrem Bruder auf die Schulter. „Wieso interessiert du dich überhaupt noch für mich?“, zischte Gideon zurück und versuchte seine Schmerzen zu unterdrücken, indem er auf die Lippen biss. „Okay, es tut mir leid wegen vorher“, murmelte Fay. „Na grossartig. Ihr vertragt euch wieder“, Aragon klatschte in die Hände. „Ich sehe mal nach Meleficent“, sagte er dann. „Du sorgst dich schon? Dabei ist sie erst vor einer Minute um den Hausecken in die Seitengasse gebogen?“, fragte Fay und konnte ihre Eifersucht nicht verbergen. Aragon zuckte mit den Schultern. „Man weiss ja nie.“ „Was ist denn da unten los?!“ kreischte Gideon. Er konnte sehen wie Meleficent, die sich eben nach der Haarnadel gebückt hatte, plötzlich auf der Strasse mit eingekrümmtem Körper lag. Und einen Selippinar mit einem Kapuzenreiter, der nach ihr mit den Hufen scheute. Der Selippinar wieherte und schlug mit den Hufen auf den Pflasterstein. „Du meine Güte! Sie wird ja verletzt!“ Aragon nahm sein Schwert und stürmte los, ehe Gideon ausatmen konnte. „Aus dem Weg!“, Aragon überrannte beinahe eine alte Frau. „Immer nur langsam mit dem jungen Gemüse“, die Frau verstellte ihm absichtlich den Weg. „Erstens bin ich wahrscheinlich mit meinen hundertzwölf Jahren älter als ihr und zweitens wird meine Reisegefährtin von einem Pferd attackiert!“ „Ein Pferd, wo?“, fragte die alte Schachtel und starrte Löcher in die Strasse, als ob sie den Reiter nicht sehen konnte, der wenige Meter vor ihren Augen entfernt war. „Vergesst es!“, Aragon stürmte an ihr vorbei und steuerte auf Meleficent zu. Der Reiter erblickte Aragon und zog die Zügel des Pferdes und galoppierte mit hoher Geschwindigkeit durch die Gasse davon. „Hast du diesen Reiter gesehen?“, Meleficent zitterte am ganzen Körper. „Ja, hab ich, keine Ahnung, was das für ein Wesen war aber hat er dich verletzt?“ „Ich glaube nicht“, Meleficent rappelte sich auf die Füsse. „Dieser Reiter habe ich heute Morgen schon gesehen.“ Sie wischte sich über die Handflächen und stutzte. Ein Symbol zeichnete sich auf ihrer Handfläche ab. Es war ein Auge in einem Dreieck, an dessen Dreieckenden jeweils einen Punkt angebracht war. „Woher kommt denn das plötzlich?“, hauchte Meleficent. „Was ist denn hier passiert?“, Fay und Gideon kamen angestürmt. „Was war das für ein unheimlicher Reiter?“ Aragon schüttelte den Kopf vor den vielen Fragen, die er nicht beantworten konnte. „Jedenfalls etwas aus der Unterwelt“, murmelte Aragon in tiefen Gedanken. „Wieso denkst du das?“, wollte Fay wissen und schnippte sich eine Strähne hinter das Ohr.  „Die Menschen konnten diesen Reiter nicht sehen. Menschen können keine Unterweltkreaturen sehen“, erwiderte Aragon. Gideon versuchte Meleficent zu beruhigen, die noch ganz unter Schock stand. „Ich frage mich nur, warum er abgebremst hatte?“ „Frag ich mich auch. Immerhin hat er mich ganze genau gesehen und nicht so getan, als ob er absichtlich abgebremst hatte“, quiekte Meleficent. Aragon nahm, der nicht länger warten konnte, Meleficents Hand und streckte sie Gideon und Fay unter die Nase. „Kennt ihr dieses Zeichen?“ Gideon runzelte die Stirn, doch Fay riss die Kulleraugen weit auf und nickte aufgeregt. „Das kenne ich! Das kenne ich! Von unserer Dorfwahrsagerin! Ja, ja ich weiss ganz gena, was es bedeutet!“ „Und was bedeutet es?“, Gideon versuchte den Wasserfall zu stoppen um endlich zum Punkt zu kommen. „Das ist das Symbol der Lebenden.“ „Dann haben wir noch einen Beweis!“, Gideon knetet seine Handflächen. „Was für einen Beweis?“, Meleficent verstand nicht, was er damit meinte. „Es war eine Kreatur aus der Unterwelt. Dieses Zeichen hat ihn abgehalten, dich zu töten!“ Meleficent wurde übel. Sie erinnerte sich an dieses Augen, die der Reiter ihr vom Fenster aus zu geworfen hatte. Er hatte es auf sie abgesehen und würde es vielleicht wieder versuchen, wenn sie auch nur für ein paar Sekunden alleine war. „Nur verstehe ich nicht, wie dieses Zeichen auf deine Hand gekommen ist?“ Aragon griff nochmals nach ihrer Hand und betrachte das Symbol skeptisch. „Ich auch nicht. Das habe ich vorher nie gesehen“, entgegnet Meleficent und genoss es, wenn Aragon ihre Hand mit seiner berührte. „Darf ich mal sehen“, grunzte Fay und schob Aragons Hand weg. Aragon zuckte zurück und war über ihr Verhalten etwas erstaunt. „Das könnte eine Rune sein“, meinte Fay und beachtete Aragon nicht, der sich den Haaransatz verwundert kratze. „Und was hat es mit diesen Runen auf sich“, fragend schaute Meleficent ihrer Freundin in die Augen. „Sie erscheinen manchmal, wenn man sie dringend braucht und sie erscheinen wie aus dem Nichts.“ „Und dieses Zeichen brauchte ich, damit dieser Reiter mich nicht umbringt?“, fragte Meleficent. Fay zuckte mit den Schultern. „Soweit ich mich erinnern kann, was unsere Dorfwahrsagerin mir erzählt hatte, meinte sie, dass Runen verschwinden, wenn sie ihre Aufgabe erfüllt haben. Du hast also noch eine andere Aufgabe mit dieser mächtigen Rune vor. Vielleicht wird sie dich erneut vor diesem Verrückten beschützen.“ „Aber….was für eine Aufgabe? Wann geht dieses hässliche Symbol von meiner Hand? Muss ich jetzt mein ganzes Leben damit herumlaufen?“ Fay schloss die Augen. „Woher soll ich das wissen, bin ich etwa ein Hexenkünstler?“ „Na ja, einiges weisst du jedenfalls“, gestand Aragon und klang ziemlich beeindruckt. „Wir werden sehen Meleficent, du kannst dieser Rune immerhin ziemlich dankbar sein, dass sie auf deiner Handfläche erschienen ist“, meinte Fay. „Doch wie wäre es, wenn wir nun weiterziehen. Der nächste Halt ist doch der Wald der Finsternis. Du musst mir unbedingt deine Familie vorstellen?“ Fay versuchte Aragon zu schmeicheln und es gefiel ihm. „Na klar, ich werde sie dir meine ganze Familie vorstellen, sie werden dich bestimmt lieben.“ Er legte ihr den Arm um die Schulter und lief mit ihr die Gasse entlang. Gekränkt starrte Meleficent den beiden nach und ärgerte sich über das Verhalten von Aragon. „Kommst du, oder ist etwas wegen Aragon und Fay?“, fragte Gideon, der ihr nun wie ihr einziger Freund vorkam. Meleficent schüttelte den Kopf. Anscheinend hatte er ihren Gesichtsausdruck richtig analysiert. „Nein, ich frage mich nur, wann dieses Symbol endlich von meiner Hand verblasst. Es passt überhaupt nicht zu meinem Kleid“, log sie, was aber eigentlich stimmte. Gideon reichte Meleficent ihren Pfeilbogen und grinste: „Bist du etwa wieder eitel geworden?“ Meleficent knuffte ihm in die Rippen. „Wieso, habe ich mich während der Reise etwa verändert?“ Gideon nickte: „Ein wenig vielleicht.“

Das Lagerfeuer knisterte und die Glut stieg in den Himmel auf. Der Rauch brannte in Meleficents Augen, die still neben dem Feuer sass und sich zu wärmen versuchte. Sie hatte die erste Wache übernommen, da sie sowieso nicht schlafen konnte. Der Kapuzenreiter mit seinem geflügelten Selippinar spuckte ihr im Kopf herum. Während sie mit einem Zweig in der Glut stocherte, fuhr sie mit dem Finger über ihre Rune. Bei einem Bach hatte sie heute versucht, das Symbol abzuwaschen, doch es ging nicht weg, genau wie es Fay befürchtet hatte. „Ich hoffe, es gibt irgendwann einen guten Grund, bis du endlich von meiner Hand verschwindet. Schliesslich muss ich jetzt mir dir den ganzen Tag rumlaufen!“, zischte sie dem Zeichen zu. Sie wusste, dass es eigentlich banal war Selbstgespräch zu führen, deshalb deckte sie ihre Hand mit dem Rockzipfel zu. Plötzlich bebte ein Mondlichtstrauch unmittelbar in der Nähe des Lagerfeuers, dass Meleficent wie ein Schiesshund aufsprang und ihren Pfeilbogen auf den Strauch spannte. Eigentlich hätte Meleficent den Kapuzenreiter erwartet, jedoch als sich die Zweige mit den mondlichtfarbenen Blüten teilten, musste sie grinsen. Ein kleines Wesen, namens Ohrenflieger mit Hufen an den Beinen, einem cremefarbigen Pelz, Schnurrhaaren und langen Schlappohren, mit denen es fliegen konnte, trat ins Licht des Feuers. „Hallo, Ohrenflieger“, Meleficent streckte ihm die Hand entgegen. Das Tier kam näher und schnüffelte an ihrer Hand und begann zu schnurren. Meleficent konnte die Laute deuten und verstand, dass der Ohrenflieger Hunger hatte. „Warte, ich habe etwas für dich“, Meleficent nahm das Wesen in den Arm und schlich zu Aragon hinüber. Der Schattenelf schlief mit dem Kopf auf dem Beute, den Meleficent brauchte. Sachte schob sie seinen Kopf vom Verschluss weg und kramte ein paar Schneckenrosinen aus dem Beutel. „Es scheint, sie würden sie dir schmecken“, Meleficent zwinkerte dem Ohrenflieger zu, als er sich herzhaft über das Essen hermachte. Der Ohrenflieger verschlang sie in wenigen Sekunden und rülpste. Meleficent lächelte und füllte sich geborgen, als das Tier um ihre Beine strich.

Der Ohrenflieger nickte ihr zum Abschied zu, als er genug mit ihr geschmust hatte, spannte die Segelohren, hob ab und verschwand ohne ein Geräusch in der Dunkelheit. Meleficent schlich wieder zu Aragon, verschloss den Beutel und schob seinen Kopf wieder zurück. Aragon zuckte ihm Schlaf zusammen und umklammerte den Beutel. Meleficent grinste, doch dann zog sich ihre Aufmerksamkeit auf seine Handfläche. Genau am selben Punkt, wo Meleficent ihre Rune hatte, befand sich nun auch auf seiner Hand eine genau solche Rune. Meleficent presste die Lippen zusammen. Was verheimlichst du mir eigentlich alles? Schlussendlich führst du noch eine Beziehung mit Fay!                                                                                                                                        

 

Kommentare

  • Author Portrait

    Ich würde mich mal wieder über Kommentare freuen

beta
Feenstaub

Navigation

Sprachen

Social Media