Eine finstere Winternacht und kaum ein Licht, der Nebel undurchdringlich und dicht.

Ich fahre mit der Kutsche auf dunklen Pfaden, die trappelnden Pferdehufe, mich eingelullt haben.

Doch auf einmal ein unheimliches Heulen, es dringt an mein Ohr, ein Schaudern läuft meinen Nacken empor.

Was in aller Welt war das bloss, ich schau aus dem Fenster... alles lichterlos.

Der kalte Nebel streicht mir über die Wangen, in mir da regt sich ein grausiges Bangen.

Schon wieder das Heulen wie aus dem Höllentor, da geht etwas wahrlich Seltsames vor.

Vielleicht ein Wolf denke ich bei mir, doch eigentlich gibt’s keine Wölfe hier.

Wabernde Nebel, undurchdringliche Finsternis um mich, auch die Pferde scheinen zu fürchten sich.

Ich höre ihr unnatürliches Schnauben, der kalte Wind droht mir den Atem zu rauben.

Und dann auf einmal in den Nebelschwaden… da scheint sich etwas bewegt zu haben!

Oh gütiger Gott, was geht hier nur vor? dringt die verzweifelte Frage aus meinem Herzen empor.

Ich versuche zu sprechen, will den Kutscher über das Ereignis befragen, doch er hört mich nicht, ich beginn zu verzagen.

Ein weiteres Heulen, ganz nahe nun, was soll ich, was kann ich, denn jetzt bloss tun?

Und dann auf einmal neben der Kutsche, ein Wolf taucht auf, er scheint selbst nur zu sein ein Nebelhauch.

Doch seine Augen in gelb-orangem, glühendem Schein, blicken mich an und tief in meine Seele hinein.

Ich versuche zu schrein, doch kein Ton kommt heraus, der Wolf schält sich mehr und mehr aus dem Nebel heraus!

die Pferde sie wiehern vor Schreck, werden schneller, rasen nun dahin, sie wild schaukelnd die Kutsche, hinter sich her jetzt ziehn.

Schaum vor dem Mund, vor Schreck geweitete Augen, keine Kutscherkünste hier noch etwa taugen.

Ich schreie, versuche mich zu regen, doch jegliche Anstrengung ist vergeben.

Der Wolf lässt uns nicht mehr gehen, den Abgrund kann ich vor mir nicht sehen.

Poltern, Stille, stumme Schreie, der Nebelwolf gab uns seine tödliche Weihe…

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