Prolog

Es sollte ein Tag wie jeder andere auch sein. Unscheinbar. Unwichtig. Ein Tag, an den man sich kaum erinnern kann.
Seit ich aufgewacht bin, habe ich schon das Gefühl, dass mich jemand beobachtet.
„Du hast zu viele Filme gesehen. Da ist nichts! Das Bildes du dir nur ein!", sagte ich zu mir selbst. Jedoch wollte mich dieses Gefühl nicht mehr verlassen.

Im Augenwinkel sah ich immer mal wieder etwas vorbei huschen. Jedes mal, wenn es passierte, drehte ich mich nach diesem etwas um, doch da war nie was.
„Langsam werde ich verrückt…", murmelte ich kopfschüttelnd. Schnell beendete ich meine Arbeiten im Haus und ging einkaufen. Wenn ich mich unter andere Menschen mische, werde ich das Gefühl, beobachtet zu werden, bestimmt los. Mit dieser Einstellung ging ich also in die Stadt und erledigte alle Einkäufe, jedoch würde das Gefühl dort nur noch schlimmer. Alle paar Schritte drehte ich mich um.
Alle anderen hielten mich bestimmt für eine Psychischgestörte, doch mir es das egal. Ich wollte wissen, wer oder was mich da verfolgte.
Wieder bei mir konnte ich nicht anders und suchte alle Zimmer ab, doch ich fand nichts.

Mit der Zeit wurde es dunkel und ich achtete nicht mehr so stark auf meine Umwelt, bis ich ein flüstern vernahm.
„Na? Kannst du mich finden?", fragte die Stimme neckend.
„Wer ist da?", fragte ich und sah mich panisch nach allen Seiten um.
„Na, na, so leicht werde ich es dir nicht machen.", sagte die Stimme bestimmt. „Komm und such mich!"
Auf einmal bekam ich am ganzen Körper Gänsehaut und sprang sofort vom Sofa auf. So schnell ich nur konnte, rannte ich aus dem Haus.
Für das, dass es eigentlich Sommer war, fühlte es sich draußen an, als wäre es Winter.
„Das konnte doch nicht sein. Da war die ganze Zeit jemand und ich habe mich selbst für verrückt erklärt!", dachte ich mir.

„Wo willst du den hin?", fragte mich die Stimme.
„Ich dachte, dass wir miteinander spielen."
„Dreh dich doch mal um!"

Der letzten Aufforderung ging ich nicht nach, sondern rannte so weit, wie mich meine Beine noch trugen. In meinen alten Hausschuhen und den kurzen Sachen draußen rumzurennen war nicht gerade die beste Idee. Meine Kraft wurde immer weniger, wärend das Etwas wohl gerade erst anfing.
Während ich im mein Leben rannte, wehten mir meine Haare ins Gesicht. Den größten Teil lief ich in der Dunkelheit fast blind.
Irgendwann war es so weit: Ich hatte keine Kraft mehr und fiel auf den kalten und harten Boden. Dadurch schürfte ich mir meine Knie und Handflächen auf. Vor schmerz zischte ich auf. Mein Herz raste und drohte mir aus der Brust zu fallen.
Ich versuchte noch um Hilfe zurufen, doch es war sinnlos. Meine Stimme erstarb noch in meiner Kehle und die nächsten Nachbarn wohnten einige Minuten von mir entfernt.

„Wo will mein Spielzeug denn hin?Komm schon, dreh dich um und sieh mich an!", forderte es und drehte meinen Kopf mit Gewalt zu sich um.
Das ekelerregende „Gesicht" von dem Ding war das letzte, dass ich sah, bevor mich die Schwärze umhüllte.

Kommentare

  • Author Portrait

    Oha ich bin echt mega beigeistert das du meine Tipps umgesetzt hast und das auch so schnell, freue mich natürlich immer wenn ich helfen kann. Und ich finde das du das auch ganz gut umgesetzt hast. Also ich könnte mir die Umgebung echt gut vorstllen und auch die Situation des Protagonisten. Ich dachte ja das er/ Sie? Ich weiß Grad irgendwie nicht ob sie die Person männlich oder weiblich ist :) ich denke jz irgendwie Sie? , das sie irgendwie vielleicht in den Wald gerannt ist, also irgendwie wäre mir das als erstes eingefallen. Aber wenn du schreibst das der Boden hart ist, dann wohl eher Stadt oder so :) ( Keine Ahnung das könntest du vlt noch erwähnen, oder das kommt im nächsten Kapi. LG Lilli :)

  • Author Portrait

    Wow, echt spannend geschrieben und gerade das Ende verleitet zu Gänsehaut feeling ;D Um den Leser vielleicht noch etwas mehr zu packen, könntest du vielleicht die letzte Szene noch etwas ausbauen :) Also zu den Protagonisten vielleicht selbst so etwas wie, Rast das Herz, zittert sie, ist vielleicht die Stimme vor Angst verschwunden? Und zur Umgebung ist es draußen kalt oder dunkel? Regnet es vielleicht? Weht Wind? Wenn der Protagonist hinfällt ist der Boden weich oder hart? Ansonsten fand ich den ersten Part schon ganz spannend und bin auf den nächsten gespannt. LG Lilli :)

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Feenstaub

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