Er sitzt direkt vor mir und guckt aus dem Fenster, wie er es so oft macht. Der Blick in die Ferne gerichtet, als würde er die grauen Wände der Hochhäuser nicht sehen. Es ist jedes Mal als ob dort wo er ist eine eigene Welt existiert, die nur er sehen kann. Die Hintergrundgeräusche werden leiser bis sie verschwinden und es scheint so als ob die Außenwelt aufhört zu existieren. Nichts ist in meinem Blickfeld als er und seine Welt, während ich versuche sie mir vor zu stellen. Ob meine Vorstellung wohl seiner ähnlich ist? Ob meine Vorstellungskraft wohl an seine heran reicht? Ich male mir seine Welt wunderschön aus, voller Rottöne, einer aufgehenden Sonne gleichend mit dunkelem Blau, welches dem Nachthimmel ähnelt, das das Universum verbirgt und uns dennnoch einen Blick auf dessen Unendlichkeit freigibt. Ich stell sie mir so vor, da seine Gesichtszüge immer so entspannt wirken, wenn er in seiner kleinen Welt untertaucht. Seinen Mund umschmeichelt dann immer ein leichtes Lächeln, wie eine luftige Briese im Sommer. auf mich wirken seine fast schwarzen Augen dann immer eher wie ein strahlendes Blau und jedes Mal fängt mein Herz an zu stolpern, nur um seinen Rhythmus doppelt so schnell fortzuführen. Es ist so als ob all der Druck, der auf meinen Schultern liegt, verschwindet. Es macht mich glücklich ihn einfach nur anzugucken. Es ist als ob ich in kaltes aber belebendes Wasser geworfen werde. Dann bin ich immer voller Mut und dennnoch, sobald ich darüber nachdenke, ist es als ob er Kilometer weit weg bist, als ob ich ihn nie erreichen werde. Egal wie weit und schnell ich renne. Und immer wieder vergeht mein Mut und ich muss mir eingestehen Angst zu haben, denn nichts wäre schlimmer für mich als, dass er mir den Zutritt in seine wundervolle Welt verweigert, mich für immer aussperrt, oder gar, dass meine eigene Welt deswegen Risse bekommt. Jedes Mal frage ich mich ob meine eigene Angst und die Zurückhaltung mir nicht mehr Risse beschert, als er mir jemals antuen könnte. Wie jedes Mal reihe ich ihn in die Kategorie der Unmöglichkeit ein und verliere auch noch den letzten Funken Hoffnung, den sein Anblick in meinem Herzen erschaffen hat.

Kommentare

beta
Feenstaub

Navigation

Sprachen

Social Media