Unmöglich

Die Züge, die er erblickte, kamen ihm mehr als nur bekannt vor. Er hatte sie oft genug im Spiegel gesehen.
»Ich bin der, der du warst. Nun guck nicht so verdutzt. Deine Zeit ist abgelaufen und du bist nicht mehr du selbst. Das weißt du.«
Er zitterte. Ich träume immer noch. Das musste einfach ein Traum sein!
Sein anderes Selbst lächelte ihn an. »Es muss schwer für dich sein. Zu wissen, dass du nicht du bist. Dass alles, was dich ausgemacht hat, unter einer schweigenden Schneedecke begraben liegt.«
»Das ist unmöglich«, keuchte er und wich zurück. Kniff sich.

Nichts geschah.

Kommentare

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    Ha! Wenigstens mit dem zweiten Versuch hatte ich recht. :) Was sein verlorenes Ich von ihm will? Ich vermute, ihn ins Leben - das mit den Farben und der Freude - zurückführen. Denn wirklich lebensmüde erscheint er mir nicht zu sein. Eher trotz allem dem Leben verhaftet.

  • Author Portrait

    Hat mir am Anfang schon gefallen, gefällt mir immer noch! Was sein anderes Ich wohl von ihm will?

  • Author Portrait

    Es gibt ihn zwei Mal. Einmal als Toten und einmal als Geist.

beta
Feenstaub

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