„Wie kannst du nur immer so gute Noten schreiben?“
„Ich tue halt was für die Schule, nicht so wie du, kleiner Faulpelz.“, fauchte mich meine Freundin an. Sie ist wirklich intelligent, braucht nichts zu lernen und darf ihren Traum leben. Mein Leben sieht da etwas anders aus. Ich verbringe, besser gesagt verschwende, meine Freizeit damit, mich über meine gut und fair spielenden, besseren Konkurrenten der Onlinespiele aufzuregen. Zwar spielen sie besser, aber unfair, das steht fest. Nach jedem Onlinespiel denke ich darüber nach, wie es wohl wäre klug zu sein, ein grandioses, einmal nicht missglücktes Zeugnis meinen Eltern zu zeigen. Ob sie stolz wären? Ich besitze die Angewohnheit alles auf die Zukunft zu verschieben. Meine Hausübungen, das Lernen, nichts funktioniert dann, wann ich es brauche. Es gibt genau eine Person in meinem Leben, die mir half. Meine Freundin. Sie brachte mich erstmalig weg von dem Spielen und schickte mich, einen ahnungslosen Fisch in die Weite der Meere mit den Worten: „Scheiß Zocker.“. Nach ein paar Tränen ging es weiter in den Park und ich entdeckte zum ersten Mal, wie schön es doch draußen ist. Ich brauche doch gar keine Onlinewelt, hier das jetzt ist doch perfekt. Bevor ich mich in dieser Welt verlor, gingen wir nach einem kleinen Spaziergang wieder zurück in die Wohnung. Der schöne Tag mit ihr zeigte mir die Wahrheit über einfach alles. Genauer gesagt nur des Computerspielens, ich wollte nur, dass es dramatisch klingt. Die Treffen draußen häuften sich und ich bekam sogar neue Interessen, wie das Lesen und das Verfassen wundervoller Texte. Okay, das letzte ist gelogen. Mit neuem Mut fing ich an zu lernen. All das, was ich bis heute geleistet habe verdanke ich nur ihr. Ich liebe sie.

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