Hinter mir ist niemand, die Straße ist leer.

Sie läuft, ihr Puls rast.

Und wenn ich mich nur einmal umdrehe?

Diese Frage stellt sie sich oft, und doch ist es ihre Angst, die sie davon abhält. Wo sie auch hingeht, immerfort hat sie das Gefühl, beobachtet zu werden, verfolgt, überwacht. Es wäre ein Leichtes, sich Gewissheit zu verschaffen, würde sie einen kurzen Blick riskieren. Aber sie ist wie gelähmt, setzt ihren Weg beinah mechanisch fort. Sie spürt wie ihr Herz pocht, schnell, schneller. Schweiß sammelt sich in ihren Kniekehlen, ihrer Ellenbeuge, läuft ihren Rücken hinab. Sie hört Schritte hinter sich. Ganz deutlich. Sie hat das Gefühl warmen Atems im Nacken. Noch zehn Meter, fünf, zwei. Sie ist da. Und sie wird nie wieder zurückkehren.


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