Warum hab ich nie Nein gesagt

Vom Gericht, bekam ich die Auflage, mich bei einen von ihnen bestimmten Psychologen vorzustellen, der ein Gutachten über meine Erziehungsfähigkeit erstellen sollte. Das Gutachten sollte dann in der von mir beantragten Berufung als Urteils Entscheidung beitragen. Herbert machte sich bei einem ihn bekannten Psychologe kundig, was bei den Sitzungen auf mich zukommen würde und in wiefern ich mich darauf vorbereiten könnte. Der Psychologe wußte ganz genau, aus welchen Fragen und Tests so ein Gutachten bestand. Herbert sorgte dafür, das er alles mit mir durchging, so das ich den Termin beruhigt entgegen schauen konnte. Dem bestellten Psychologen konnte ich bei den jeweiligen Sitzungen das Erstaunen geradezu ansehen, wenn ich beispielsweise die von ihm vorgelegten Karten schnell präzise und zusammenhängend erklärte. Auch die verdeckten hintergründige Fragen, speziell zur Kindererziehung bereiteten mir Dank Vorbereitung keine Schwierigkeiten. Ich war voller Zuversicht, als ich zum zweiten Mal vor dem Sitzungssaal stand. Neben mir Herbert, der angeregt mit meinem Anwalt fachsimpelte, uns gegenüber stand der Psychologische Gutachter. Diesmal kam Werner ohne Daniela dabei hatte ich so gehofft, die Kleine bei der Gelegenheit noch einmal zu sehen. Aber ich tröstete mich mit dem Gedanken, das ich jetzt das Sorgerecht zugesprochenen bekommen würde. Als Werner und ich aufgerufen wurde, drückte Herbert mir einen Kuss auf die Wange, und hielt mir beide Daumen entgegen. Beim hineingehen bemerkte Werner verächtlich: " Na, Carmen hast du dir jetzt einen alten Sack geangelt, der Dich aushält?" "Bringt er es überhaupt noch im Bett?" Ich war froh, das der Richter zur Ruhe mahnte. Nachdem der Richter den Sachverhalt zur Berufung verlesen hatte, wurde der Gutachter aufgerufen um Stellung zu nehmen. Sein Bericht, über meine Person war anfangs nur positiv, eingehend beschrieb er mich als überdurchschnittlich intelligente Person, die ein schnelles Auffassungsvermögen mit einen ausgeprägten Sinn Zusammenhänge schnell zu erkennen. Weiter führte er fort, das ich jedoch an Antriebsschwäche und an zu wenig Selbstwertgefühl leide. Der Richter nahm die letzte Aussage als so gewichtig hin, das er die Berufung mit sofortiger Wirkung ablehnte und den letzten Beschluss für rechtskräftig erklärte. Die Begründung hierfür ergab sich aus dem Sachverhalt das der Kinds Vater nach Prüfung durch das Jugendamt einen geplanten und durchorganisierten Tagesablauf zum Wohle des Kindes vorwies, ich jedoch so führte der Richter weiter aus, würde meine Tochter in eine Gaststätte mit unterbringen, was dem Wohle des Kindes nur schaden würde, außerdem wäre meine Beziehung zu dem wesentlich älteren Mann keine Basis für die Zukunft. Mein Anwalt sprang auf, und verkündete, das wir erneut eine Berufung beim Oberlandesgericht einreichen. Herbert fing mich draußen in seine Arme auf, bei ihm ließ ich meinen Tränen freien Lauf, worauf er verzweifelt versuchte mich zu, aber mein Schmerz war viel zu groß, als das mich seine Worte hätten erreichen können. In der folgenden Nacht, machte ich kein Auge zu, ich entwickelte abgrundtiefen Haß gegen den Richter, der mir zu zweiten Mal Daniela genommen hatte, gegen den Gutachter, der mit seinen Teils negativen Ausführungen zum Urteil beigetragen hatte, gegen Werner dessen hämisches Lachen ich vor mir sah und sogar gegen Herbert weil durch seinem Umfeld Daniela nicht zu mir durfte. Von da an änderte sich mein Gemütszustand ich wurde launisch unzufrieden und schnell aufbrausend, und wenn Herbert mich deshalb kritisierte, brach ich sofort in Tränen aus. Unsere Gäste im Lokal sah ich plötzlich als leidiges Übel, ich bediente sie zwar, ansonsten schaute ich durch sie durch, alles um mich herum schien negativ für mich. Herbert versuchte alles um es mir recht zu machen, aber ich konnte seine Nähe nicht mehr ertragen wenn er mit mir schlafen wollte mußte ich mich danach übergeben. Eines Abends das Lokal war brechend voll, hat sich ein Gast über mich bei Herbert beschwert, das ich den Deckel falsch abgerechnet hätte, daraufhin hat Herbert mich vor dem Gast ermahnt, das ich besser aufpassen soll. Das war zu viel, ich riss die Servierschürze runter und schmiß sie Herbert vor die Füße, mit den Worten: " Mach doch deinen Scheiß alleine!" Dann rief ich mir ein Taxi holte mir noch eine Jacke und Geld aus der Wohnung und ließ mich in die nächst gelegene Stadt fahren, das erste Bistro war mein Ziel. Als ich die Tür aufmachte war mir als ob mich jemand beobachtet. Ich setzte mich an die schon gut besetzte Theke und bestellte mir ein Bier. Während ich auf mein Bier wartete schaute ich in die Runde plötzlich, mir stockte der Atem mein gegenüber war Axel. Er prostete mir lächelnd zu. In dem Moment, wußte ich das Axel mein Traummann ist und war.

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