Wie Rettung gesehen wird.

 

Auf der Brücke hielt ich an und gönnte mir eine Tasse Kaffee. Es forderte schon viel Geschick, auf die Brücke zu gelangen und dort den Wagen auszutarieren. Die unterschiedlichen Strömungen drückten und rüttelten an dem Wagen. Doch das war erst der Anfang. Das spürte ich. Endlich war ich in dem Kaff angekommen. Im Radio höre ich, dass die Nato wieder aufrüstet, um sich gegen Russland zu wehren. Das ist doch alles Quatsch. Das hatten wir schon mal. Und das war der Kalte Krieg. Inzwischen waren die Straßen zu reißenden Flüssen geworden. Das Wasser stand schon über 30cm hoch. In einer Unterführung sah ich eine Person. Sie kämpfte mit den Wassermassen. Kurzerhand rettete ich ihn.

 

Nun ist es komplett dunkel geworden. Es schüttet immer noch und das Wasser steigt immer noch. Nur das blaue Licht leuchtet hektisch auf und ab. Ansonsten ist alles ruhig. Das Rauschen des Wassers ist sogar still. Der Wagen fährt zügig durch die engen Straßen. Sie werden hell erleuchtet und das Wasser spritzt zu allen Seiten. Wellen entstehen. Um die Häuser nicht zu beschädigen, fährt der Wagen in der Mitte von der Straße. Wagen kam zu einer Unterführung und, wo das Wasser schon Hüfthoch stand. In der Mitte hatte sich ein Strudel gebildet. Eine Person stand am Rand und hielt sich verzweifelt fest. Die Lautsprecher knackten und gaben die Anweisung sich nicht zu bewegen und fest zu halten. Der Wagen fuhr in die Unterführung herein. Das Wasser schwappte über die Motorhaube, doch das tat nichts zur Sache. Der Fahrer fuhr mit eisernem Griff weiter. Gab Anweisungen. Er fuhr so nah an die Person heran, dass er sie fast eingequetscht hätte. Er sprach der Person Mut und Kraft zu. Dann gab er das Stichwort. Daraufhin ließ der Mann zuerst mit einer Hand die überflutete Stange los und griff schnell an einen Griff auf der Ladefläche. Sofort wurde er von dem Strom mitgerissen und kam ins Wanken. Doch dann griff er schnell mit der anderen Hand zu. Zwar riss die Strömung mit unglaublicher Kraft an ihm, doch er holte noch die Letzen Kraft-Reverien aus ihm heraus, als die Lautsprecher hallend ihm Mut und Kraft gaben. Dann zog er sich langsam auf die Metallplatte und klopfte einmal an die Scheibe. Der Fahrer drehte sich um und hob den Daumen, die Person erwiderte und der Wagen fuhr rückwärts, wobei er nur sehr langsam voran kam und sich mächtig gegen den reißenden Strom anstrengen musste, doch dann war er endlich aus der Unterführung und der Wagen gab automatisch Gas, da die Strömung weniger wurde. Die Person klammerte sich sehr stark fest, so dass die stabilen Metallstangen fast verbogen wurden. Dann rollte der Wagen recht zügig gegen die Strömung aus. Dann hielt er an und öffnete die Tür. Sprach kurz mit dem Mann und holte eine Rettungsdecke aus einem Koffer auf dem Rücksitz. Die wickelte er ihm um und verfrachtete ihn auf die Rückbank. Dann holte er Absperrband heraus und sperrte die Straße. Dasselbe tat er auch auf der anderen Seite der Unterführung, nachdem der Wagen fast in der Mitte der Unterführung abgesoffen wäre. Doch mit mühe und viel Gischt konnte er sich durch die Strömung und die Wellen Quälen, bis er am anderen Ende herausschoss und eine gewaltige Heck See entstehen ließ. Sofort trat er die Bremsen durch, was jedoch eine ähnliche Wirkung hatte und die Heck See von hinten und die Wellen von vorne trafen auf den Wagen überrollte ihn und brachen sich in der Mitte. Es wackelte gewaltig, und die Person bekam Angst, doch der Fahrer beruhigte sie. In der Tat, passierte nichts, da das Fahrzeug extra dafür ausgelegt war.
 
Hut ab. 

Kommentare

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    Wirklich eine nette Geschichte, macht Spaß, sie zu lesen :-) Aber "Kurzer Hand rettete ich ihn" hört sich schon ziemlich Superman-haft an X-D

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Feenstaub

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