Beim Frühstück saß Minako heute alleine. Irgendwie war noch niemand wach. Kurze Zeit später kam dann aber doch Akito dazu.
„Guten Morgen Minako.“
„Guten Morgen.“
„Sind Taida und Kazuo noch nicht wieder da?“
„Ich weiß es nicht. Ich habe heute zumindest noch keinen der beiden gesehen.“
„Hm komisch.“
„Ich werde gleich mal bei Kazuos Zimmer gucken gehen.“
Akito nickte nur. Die beiden frühstückten in Ruhe zusammen. Danach ging Minako zu Kazuo seinem Zimmer. Als sie dort ankam klopfte sie laut an.
„KAZUO!!“
Sie wartete kurz, doch nichts tat sich. Also bollerte sie etwas doller gegen die Tür. Plötzlich rührte sich etwas hinter der Tür und sie öffnete sich.
„Was ist denn?“
Vor ihr stand ein völlig verschlafener Kazuo.
„Du musst aufstehen! Wir müssen in die Schule.“
„Aber... wir sind erst vor drei Stunden nach Hause gekommen.“
„Vor drei Stunden erst? Wo wart ihr solange?“
„Die Verhandlung hat etwas länger gedauert.“
„Und was kam dabei raus?“
„Erzähle ich dir später. Ich mache mich eben fertig.“
Kazuo schloss die Tür und machte sich fertig für die Schule. Minako musste draußen eine Weile warten, dann kam Kazuo aber komplett fertig aus dem Zimmer.
„Dann lass uns los gehen.“
„Ohne Frühstück?“
„Ich hole mir etwas in der Schule.“
Die beiden machten sich auf den Weg. Jedoch erzählte Kazuo ihr immer noch nicht, was Sache ist. Wann soll denn 'später' sein? Minako wurde tatsächlich den ganzen Tag auf die Folter gespannt. Egal wie oft sie nachfragte, Kazuo erzählte nichts. Er sagte immer nur, dass er es ihr später erzählen würde. Sie waren schon auf den Weg nach Hause und Minako war auch dann immer noch nicht schlauer. Zuhause angekommen reichte es ihr dann.
„Kazuo erzähl es mir doch bitte!“
„Na ja...ich möchte die eigentlich keine schlechten Neuigkeiten überbringen...“
„Was? Sie haben nicht die Erlaubnis gegeben?“
„Nein...“ Kazuo fasst sich an Hinterkopf und schaute weg. „Leider nicht. Wir haben wirklich alles versucht, aber sie ließen sich nicht umstimmen.“
„Schade...da ist dann wohl nichts zu machen.“
Minako ging traurig weg. Sie hätte echt gedacht, dass die beiden die oberste Organisation überreden könnten, aber leider war dem nicht so. Kazuo schaute ihr mit einem schlechten Gewissen hinterher.
„Hey Minako!“, rief er ihr hinterher.
Sie blieb stehen und schaute zu ihm.
„Was ist denn?“
„Komm mit.“
Kazuo ging voran und sie folgte ihm, allerdings auf Distanz und nur sehr langsam. Sie schaute zu Boden. Ab und zu schaute sie hoch, damit sie nirgends gegen läuft.
„Wohin gehen wir?“
„Komm einfach mit, dann siehst du es schon.“
Die beiden gingen in den Trainingsraum, beziehungsweise in den Kontrollraum.
„Was soll ich hier? Willst du, dass ich dir beim Training zu sehe?“
Auch Taida war dabei. Er ist vorher schon her gekommen. Er schaute die beiden verwirrt an. Hat er ihr es denn etwas nicht erzählt? Kazuo nahm ihr Schwert in die Hand und hielt es ihr mit dem Griff voran entgegen. Minako schaute ihn fragend an.
„Was soll ich damit? Ich darf nicht kämpfen.“
Kazuo schwieg und hielt ihr das Schwert einfach nur hin. Sie seufze und nahm es dann entgegen.
„Und jetzt? Kannst du vielleicht wieder etwas sagen?“
Kazuo schaute sie nur ernst an und schwieg weiter hin. Dann ging er in den Trainingsraum. Minako schaute ihn weiterhin fragend an. Was soll diese Aktion.
„Warum gehst du nicht mit?“
„Warum sollte ich Taida? Ich darf doch nicht mehr kämpfen.“
„Ach ja...?“ plötzlich ging Taida ein Licht auf. „Ja stimmt. Wir konnten leider nichts positives erreichen.“
Kazuo schaute zu hier hin. Offensichtlich wartete er auf sie. Minako seufze wieder und beschloss zu ihm hin zu gehen.
„Und jetzt?“
Er hielt die Waffe auf ihre Richtung und drückte ab. Die Kugel streifte sie an der Wange. Minako schaute ihn erschrocken an.
„Was soll das denn?“, ihre Stimme hörte sich leicht wütend an. Kazuo fing an zu lächeln.
Er wiederholte es noch ein paar Mal. Bis es Minako reichte und mit dem Schwert auf ihn zu lief. Sie stoppte vor ihm mit der Klingenspitze an seinem Hals.
„Du wärst jetzt tot.“
Kazuo lächelte. Er schlug die Klinge weg und brachte sie mit einer schnellen Bewegung auf den Boden. Dann richtete er die Waffe auf ihren Kopf.
„Nein du wärst du jetzt tot.“
Minako schaute ihn erstaunt an.
„Ich darf wieder kämpfen?“
„Wenn du das daraus schließt, dann wird es wohl so sein.“
Er hielt ihr seine Hand entgegen. Sie nahm sie entgegen und ließ sich beim aufstehen helfen.
„Meinst du das jetzt ernst?“
„Ja. Wir beide sind ab heute Partner. Es hat zwar wirklich lange gedauert das auszuhandeln, aber es hat dann letztendlich doch funktioniert.“
Taida kam zu den beiden hinzu.
„Allerdings besteht ein Problem.“
„Welches denn?“, wollte Minako wissen.
„Nun ja...uns steht ein schwerer Kampf bevor...“
„Ein schwerer Kampf?“
„Ja...“ Taida schaute Kazuo auffordernd an. Scheinbar sollte er weiter erzählen.
Minako blickte zu Kazuo.
„Na ja... was wir all die Jahre nicht wussten war...., dass die Parasiten...eine Königin haben.“
„Ein Königin? Was kann ich darunter verstehen?“
„Ähm...ja...sie ist stark und kontrolliert die Parasiten. Scheinbar war sie selbst mal ein Mensch. Erfahren haben wir ebenso, dass all die Parasiten künstlich erschaffen von ihr sind.“
„Hä...Das verstehe ich jetzt nicht.“
„Also noch einmal von vorne. Vor vielen vielen Jahren.“
„Kazuo mach ernst.“
„Okay...Vor ein paar Jahren, als die Parasiten unsere Stadt angriffen war das kein Zufall. Eine Frau wurde von einem kleinen Parasiten gebissen. Sie hatte eine allergische Reaktion darauf, doch die Ärzte wollten ihr nicht bei der Genesung helfen. Sie war selbst eine Professorin. Mit der Speichel des Parasiten erschuf sie also ein Heilungsserum, welches sie sich injizierte. Dadurch wurde sie selbst zu einem Parasiten. Kommst du so weit mit?“
„Ja, erzähl weiter.“
„Gut. Allerdings wurde sie zu keinem kompletten Parasiten, sondern zu einem halben. Sie wollte so nicht alleine leben und wollte sich an den Menschen rächen, die ihr nicht helfen wollten. Also erschuf sie weitere Parasiten. Oder eher injizierte kleinen Parasiten ein Serum. Dies ließ sie mutieren und wachsen. Einige von ihnen bekamen Stacheln zur Lähmung und andere Klingen zum töten. Diese richtete sie zum Töten auf die Menschen ab. Klar soweit?“
„Ja...“
„Dadurch, dass die Organisation jetzt schon viele ihrer 'Kinder' getötet hat ist sie wütend. Sie erschuf also noch größere und stärkere Parasiten, die jetzt ihr Unwesen treiben und weshalb der Notstand ausgerufen wurde. Allerdings ist es nicht das schlimmste. Sie selbst will eingreifen. Sie wird sich bald auf den Weg hierher machen und die Menschheit selbst auslöschen.“
„Aber zuerst den ersten Bezirk?“
„Nein. Da die Organisation des dritten Bezirks die fähigste war und die meisten Parasiten tötete, wird sie hier anfangen.“
„Macht es einen Unterschied, ob wir sie töten oder zuerst die Parasiten?“
„Wir haben die Theorie, dass wenn wir sie töten, dass die Parasiten nicht mehr handeln. Sie bekommen keine Befehle mehr. Eventuell wären damit die Parasiten vernichtet.“
„Ah...also müssen wir nur sie töten. Wann wird sie kommen?“
„Das wissen wir noch nicht. So einfach wird es auch nicht sie zu töten. Sie ist eine mächtige Frau.“
„Nicht gut...“
„Deshalb müssen wir trainieren und möglichst viele Parasiten töten. Denn wir denken, dass sie nicht alleine kommen wird.“
„Dürfen wir denn gegen sie kämpfen? Ich meine die oberste Organisation will doch so was bestimmt in angriff nehmen.“
„Sie haben uns die Aufgabe anvertraut.“
„Wirklich?“
Kazuo nickte. Das die oberste Organisation eine so wichtige Aufgabe der Organisation anvertraut, damit hat wirklich niemand gerechnet. Aber wahrscheinlich ist die oberste Organisation einfach zu feige.

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