Hogsmeade

Hogsmeade

Am nächsten Morgen wachte ich mit einem Lächeln auf und während meines eisigen Schneelaufs auf dem Quidditchfeld, bei dem mein Atem in kleinen, weißen Wölkchen vor mir kondensierten, waren meine Gedanken bei gestern. Vor meinem inneren Auge liefen die Geschehnisse mit Draco und Snape, wie in einer Endlosschleife ab. Wenn meine Wangen nicht schon von dem eisigen, kalten Wind ganz gerötet gewesen wären, wären sie wohl vor Scham und dem wohligen Kribbeln in meinen Bauch so gefärbt worden, denn zum Teufel, küssen konnten beide. Ich konnte es selbst nicht fassen, zuerst der himmlische Kuss mit Draco und dann dieser von mir ausgehende Kuss mit Snape. Was zum Teufel ritt mich, es so weit mit zwei Männern an einem Tag zu treiben. Ich meine, ich war doch keine Schlampe, oder? War es nicht schlampenhaft, an einem Tag mit zwei Typen rumzuknutschen?

Arrrr, da drehten sich meine Gedanken im Kreis, verdammt mich! Zuerst hatte ich Snape nur aus meiner Rage und Hilflosigkeit heraus stumm machen wollen, da er mich echt in den Wahnsinn trieb und mir war anscheinend nichts besseres eingefallen, als ihm sein Mundwerk zu verschließen… aber Schande auf mein Haupt, es hatte mir gefallen und wie, wenn er mich doch küssen würde, wenn ich Minna war!

Bedauerte ich diesen Umstand zutiefst. Ich driftete in eine Traumwelt ab… er war kein schöner Mann, ganz anders als Draco! Der manchmal fast zu schön war um echt, real zu sein. Snape war aber beeindruckend, charismatisch in seinem ganzen Auftreten und auch auf seine ganz eigene Art und Weise attraktiv, aber nicht hübsch, nicht schön… Mhm, ich denke, mit meinem Verhalten hatte ich auch dem guten Professor ganz schön einen vor den Bug geknallt, zumindest hoffte ich dies sehr, denn ich liebte nichts mehr, als ihn sprachlos zu machen. Und so atmete ich tief und spürte den stechenden Schmerz in meinen Lungen, als die kalte Dezemberluft von mir eingesogen wurde, auwa, das tat weh und das holte mich aus meinen Träumen.

Heute war es echt eisig, ich ging nun verschwitzt und außer Puste zurück, dabei dachte ich darüber nach, wie recht er mit seiner Analyse hatte, dass ich nicht zu bestrafen war! Er war ein exzellenter Beobachter und er zog aus diesem angesammelten Wissen eine unbarmherzige und völlig richtige Bilanz. Die daraus resultierende Erkenntnis hatte ihm nicht gefallen und als er mir seine Beobachtungen dargelegt hatte, über die ich noch nie nachgedacht hatte, gefiel es auch mir im ersten Moment nicht, stellte es mich doch als ziemlich, tja als war dar? Als nicht besonders nette, freundliche oder liebenswürdige Person. Was fing ich jetzt mit dieser neuen Perspektive, die er mir hier eröffnet und offenbart hatte, an? Ich wusste, so eine kritische Sichtweise über mich selbst musste nun auch ich analysieren, um dann meine Konsequenzen daraus zu ziehen, so gut wie nicht bestrafbar oder erpressbar zu sein, konnte bei diesem gefährlichen Spiel, welches wir alle hier dank der permanenten Gefahr spielten, Gold oder besser Leben wert sein.

Es gab so viele Fronten, an die man denken, oder an denen man gleichzeitig kämpfen musste. Hier der Dark Lord, dort der Orden des Phönix, das Ministerium, dann noch Hogwarts mit den Professoren und seinen Schülern, und zum Schluss folgten meine engen Bezugspersonen, wie Harry, Ron…, Snape und Draco. Ich musste mir das alles in Ruhe durch den Kopf gehen lassen… aber da hatte ich die Duschen erreicht und musste mich für den Unterricht herrichten. Als wir uns dann alle gesammelt und dick eingepackt hatten, machten wir uns auf und gingen über die Ländereien, die immer mehr mit Schnee bedeckt waren, zu Hagrids Hütte, da wir heute Pflege magischer Geschöpfe hatten.

„Ich weiß nicht, hab aber wegen der Bitch ein ganz schlechtes Gefühl, meint ihr die inspiziert ihn heute?“, meinte Ron unglücklich und blickte leicht verfroren durch die Gegend.

„Mit Sicherheit. Jetzt, da er wieder unterrichtet. Sie hatte ja alle durch, nur Hagrid fehlt noch!“, und stöhnte recht hoffnungslos auf, da ich mir unseren leicht unbeholfenen und tollpatschigen Riesen nicht im Einklang mit dieser bösen Frau vorstellen konnte. Als sich die Klasse gesammelt hatte, kam auch schon Hagrid daher, dessen Wunden noch immer nicht verheilt waren und wenn mich nicht alles täuschte, auch noch eine Neue dazugekommen war, denn die Nase war letztes Mal noch nicht so krumm gewesen? Oder redete ich mir das gerade ein?

„Hagrid sieht nicht gut aus, der hat neue… ist das eine gebrochene Nase?“, flüsterte mir Harry ins Ohr, was Draco mal wieder mit einem bitterbösen Blick kommentierte, worauf ich ihm ein begütigendes Augenrollen schenkte, dieser gar „nicht eifersüchtige“ Malfoy war ja nicht auszuhalten.

„So heute geht’s in den Wald, liebe Klasse! Kommt!“, winkte Hagrid uns Richtung Verbotenem Wald. Als wir uns der Baumgrenze näherten, konnten wir einen noch blutigen Leib einer geschlachteten Kuh auf dem weißen, sich durch das Blut des toten Viehs immer röter und bräunlicher verfärbenden, Waldboden liegen sehen. „Wie gut, dass es so kalt war“, kam es mir ironisch in den Sinn. Im Sommer wären um das tote Fleisch nur so die Fliegen herumgeschwirrt und der Verwesungsgeruch wäre abartig gewesen. Die Reaktionen kamen wie erwartet.

„Igitt!“, „Wie widerlich!“, „Ekelhaft!“, „Mir wird schlecht!“, „Warum müssen wir so was ansehen?“, „Dieser dumme, Volltrottel, geht’s noch geschmackloser…!“ Und so ging es entrüstet hin und her. Lav und Pav waren, dank des blutigen Anblicks, einer Kreischattacke nahe, bitte nicht, verzog sich bei mir schon das Gesicht vor Furcht über das Kommende. Ich mein, schön war es nicht, aber schlimm? Boles toter Körper war schlimm gewesen aber das hier war das Leben. Schließlich hatte ich in dieser Schule noch keinen Vegetarier kennengelernt, dachten die, das Essen wuchs auf Bäumen?

„Ganz ruhig, Kinder. Das ist nur eine Kuh, nichts schlimmes! Wir gehen jetzt nur ein ganz kleines Stück in den Wald, bleibt zusammen und folgt mir!“, ließ Hagrid sich nicht aus der Ruhe bringen, bückte sich und schmiss sich mit Leichtigkeit die tote Kuh über die Schulter und stapfte frohgemut in den Wald.

Die Art, wie nun das Blut über seine Schulter, in seinen zotteligen Mantel tropfte, hatte wirklich etwas Widerliches und auch ich rümpfte darüber meine Nase, dass ihm dies so sichtlich egal war. Ein Blick nach rechts, ja Draco sah sehr angewidert aus. Doch Harry versuchte, solidarisch zu Hagrid, nicht allzu angeekelt auszusehen. Wir hielten auf einer kleinen, unschuldig weiß glänzenden Lichtung, die Äste der Bäume hingen tief mit ihren schweren Schneelasten und das durch das Geäst scheinende fahle Sonnenlicht ließ den Schnee glitzern und funkeln. Hagrid legte seine makabere Last in der Mitte ab und begann nun mit komischen Lauten, irgendetwas anzulocken.

Als ich es auch schon sah, Thestrale. Die aus dem Dickicht des dunklen Waldes langsam hervor trabten, angezogen durch das Aas und von Hagrids Ruf. Ich riss mich sofort von der Betrachtung der Tiere los. Ich kannte sie ja schon und zauberte einen wartenden, unwissenden Ausdruck auf mein Gesicht, überblickte gelangweilt die abwartende Klasse und nahm die Reaktionen der anderen neugierig auf.

Ich glaubte, sehen zu können, dass ein wissender Ausdruck über das Gesicht von Theodore Nott huschte, auch Neville schaute erkennend auf die geflügelten Pferde. Draco machte mal wieder ein aalglattes, blasiertes und vor allem genervtes Gesicht. Er zeigte absolut nicht, dass er die Tiere sehen konnte, musste er aber tun, da er ja zugesehen hatte, wie Menschen zu Tode kamen und gefoltert wurden, aber das würde er den anderen nicht zeigen. Er verwendete somit die gleiche Taktik wie ich, nur keinen merken lassen was man alles wusste und vor allem sah ich, als sich unsere Blicke kreuzten, seine Mundwinkel verdächtig zucken und ich durfte hören wie er sagte:

„Was sollen wir hier überhaupt, hier ist nichts… dieser Trottel!“ Er sollte Schauspieler werden. Zustimmendes Gemurmel erhob sich, da für die nicht sehenden Schüler, die Lichtung verlassen da lag. Tja und Harry war nicht wirklich gut darin sich nichts anmerken zu lassen. Ich glaube, er konnte es gar nicht fassen, dass die Tiere, die er vor den Kutschen am Anfang des Jahres gesehen hatte, nun wirklich im Wald vor ihm standen und ihm vorgeführt wurden. So mutig, tapfer und gut er im Kampf war, aber in solchen Momenten hätte ich ihn liebend gerne in den Boden gerammt, zweifelte an seinem gesunden Verstand, nur weil er zu faul war ein Buch in die Hand zu nehmen. Ich schüttelte resigniert meinen Kopf. Als die skelettartigen Viecher die tote Kuh erreicht hatten, machten sich die Thestrale über das Festmahl, das ihnen Hagrid serviert hatte, her. Was um uns die unterschiedlichsten Reaktionen unserer Klassenkameraden zeigte, da für diese das Fleisch frei schwebend, plötzlich in der Luft zerfetzt wurde. Und somit wohl wahrlich ein erschreckender Anblick war, was zu furchtsamen Ausrufen und ängstlichem hinter den Rücken der Stärkeren Zuflucht suchen führte, sehr erheiternd!

„Ruhe, Klasse! Was ihr hier seht sind Thestrale, leider oder Gott sei Dank, kann sie nicht jeder sehen. Diese Tiere sind sehr nützlich, nicht nur, dass sie die Kutschen ziehen, die euch jedes Jahr vom Bahnhof abholen, sie bringen euch überall hin wo ihr wollt und sie finden den Weg von selbst! Sie sehen aus wie…!“, wurde Hagrid abrupt unterbrochen.

„Chrrrr…“, och nee, dies war eindeutig Umbridge mit ihrer nervigen Angewohnheit auf sich aufmerksam machen zu wollen, höchstwahrscheinlich hatte sie aufgrund ihrer geringen Körpergröße Angst, sonst übersehen zu werden.

„Ähm, ja bitte?“, schreckte Hagrid, aus seinen Ausführungen.

„Wwaass, ttuunn Ssiiee hhiieer?“, fragte sie extrem laut und tat, als würde sie mit einem schwerhörigen und begriffsstutzigen Idioten reden. Hagrid ging in seiner gutmütigen Trotteligkeit auf ihr böses Spiel ein und antwortete auf ihre Fragen mit unbeholfenen Gesten, um seine Aussagen zu unterstreichen, was ihn nicht besonders intelligent erscheinen ließ. Ich konnte nur die Luft verärgert ausstoßen, was sollte man davon halten, sie legte Falle um Falle und verdrehte alles, was mich in Wut versetzte, diese eingebildete Kröte. Nur weil sie Halbmenschen nicht mochte, diese Rassistin.
„Wenn ich das jetzt richtig beurteile, können Sie der Klasse nur den Stoff nahe bringen, indem Sie sich mit Hilfe Ihrer Hände verständigen und auch das Verständnis untereinander ist nicht leicht…“, resümierte sie affektiert und notierte sich etwas auf ihrem Klemmbrett. Ich drehte mich um und verschwand rasch, da ich mir dieses Schmierentheater, das die Kröte hier aufführte, nicht mehr ansehen konnte.

Der Samstag kam so schnell, wie man gar nicht schauen konnte, wir hatten am Mittwoch ein neues DA-Treffen abgehalten, bei dem Harry als nächstes die Schildzauber übte, um sich gegen den Expelliarmus zu schützen! Es war abgelaufen wie immer, sehr erfolgreich! Harry war ein guter Lehrer und die Mitglieder machten sich. Es war eine Freude zu sehen, wie alle besser wurden. Und dann kam auch schon der Samstag, Hogsmeadetag und der Tag, an dem ich mir vorgenommen hatte meine Geschenke zu kaufen. Da ich aber in das zwielichtige Viertel wollte, würde ich als Minna Cale gehen. Ich hatte mich mit leichter Übelkeit bei meinen Freunden entschuldigt und lag schlummernd im Bett, was Harry und Ron nur oberflächlich interessiert hatte, da auch sie Geschenke einkaufen wollten. So stand ich nun alleine im Verbotenen Wald und nahm das Aussehen von Minna an und apparierte nach Hogsmeade. Ich trat, wegen der Kälte und um nicht erkannt zu werden, dick in meinem schwarzen Wintermantel vermummt auf den Marktplatz.

Oh, ging das hier zu, wenn Hogwarts seine Tore öffnete und sich die Schülermassen über das kleine, magische Dorf ergossen, steppte hier der Bär! Es war lustig so durch die Menge zu gehen und überall die bekannten Gesichter zu sehen, aber nicht von ihnen beachtet zu werden. Da, da hinten sah ich Ron und Harry, die gutgelaunt, zu Zonko's gingen und wie sie unbeschwert lachten, sollten sie diesen Tag doch genießen, ich gönnte es ihnen. Währenddessen schritt ich zielstrebig auf die immer verlassener werdende, dunkle Ecke von Hogsmeade zu, hier lag auch gleich der Eberkopf aber dies war nicht mein heutiges Ziel. Als ich um eine Ecke bog, sah ich Draco, der mit seinen Slytherins auch durch diese Gasse schlenderte. Ja, wenn man zu den Schlangen gehörte, fühlte man sich von solchen undurchsichtigen Gegenden angezogen, wie es schien durchzuckte mich meine Ironie.

Ich konnte erkennen, wie er kurz stockte und mich, als ich an ihm vorbei lief, überlegend anschaute, aber ich ließ ihn unbeachtet hinter mir zurück. Ich hatte zu tun und betrat Derwisch&Banges. Dies war ein Fachgeschäft für magische Geräte und Werkzeuge. Hier schlug ich zu und deckte mich mit Weihnachtsgeschenken ein. Ich wühlte mich akribisch durch das unübersichtliche Sortiment und wurde in dieser Fundgrube mehr als nur fündig. Ich war begeistert, warum mussten die besten Geschäfte immer in den fragwürdigsten Gassen versteckt sein? Als ich glücklich war dies erledigt zu haben, das schmuddelige Geschäft verließ, verlor ich meine Kapuze, da ich diese im Geschäft zurückgezogen hatte und stand nun gut sichtbar auf der Treppenstufe, schloss die Ladentür und stieg schnell hinab und zog mir die Kapuze wieder über, um weiterzugehen.

Und hier wären wir wieder, bei besagtem Glück und das ich, auch wenn ich ab und zu es auch mal hatte, doch eher in die Kategorie der Glücklosen gehörte. Denn ich konnte nicht mal blinzeln, schon stand vor mir ein, oh Wunder, schwarz gewandeter Professor Snape, der mich auch schon grob am Oberarm packte und wenig sanft durch den Schnee zog.

„Mr. Snape?“, rief ich erschrocken aus und stolperte wenig galant hinter ihm her. Uns beobachteten einige wenige Schüler, bevorzugt nur Slytherins, die aber selten dämlich guckten, wie Professor Snape eine in einem schwarzen Mantel steckende Frau rasch hinter sich her zog, er störte sich nicht daran und mir war es auch egal. Da ich gerade ganz andere Probleme hatte, bei seinem Tempo nicht zu stolpern. Ich versuchte mich seinem unbarmherzigen Griff zu entwinden, da er mir wehtat und nicht antwortete.

„Mr…?“, begehrte ich auf, als er mir einen intensiven Blick aus eisigen, dunklen Augen über seine Schulter schickte.

„Seien Sie still, Miss Cale und kommen Sie mit!“, zischte er mir böse zu und mir verschlug es die Sprache. Oh oh, na sagt was, hatte ich nicht Glück. Ich hatte gar nicht daran gedacht, dass der auch noch Hogsmeade gehen könnte und noch weniger hatte ich damit gerechnet, ihm über den Weg zu laufen.

Er wollte doch nicht, oder doch? Ich meine… nein, das würde er nicht tun, oder? Mich so überrumpeln… ich meine, er konnte doch nicht annehmen, dass ich selbst als Hure einfach so sprang, wenn er rief? Ich meine… ich meinte gerade sehr viel… half mir alles nichts, denn ich wurde von ihm gnadenlos weitergezogen. Ok, jetzt sah ich auch noch Draco, der in der Nähe des von ihm angesteuerten Eberkopfes stand und sich mit ein paar Jungs unterhielt. Sie drehten sich alle erstaunt zu uns um und ich durfte Zeuge werden, wie ein abruptes Erkennen in Dracos Augen trat.

Als er uns, Snape und mich, so sah, und da erlebte ich etwas, von dem ich gedacht hatte, es nur in trauter Zweisamkeit mit ihm zu erleben, er brach in echtes, schallendes Gelächter aus, hielt sich den Kopf mit einer Hand, lachte laut und bekam sich nicht mehr ein, was ihm mehr als verwunderte Blicke von seinen Begleitern eintrug, so was machte ein Malfoy normalerweise nicht, sich derart in der Öffentlichkeit gehen zu lassen. Aber er sah ja auch nicht alle Tage, wie sein Patenonkel triebgesteuert eine Frau hinter sich her zog, wie einen Sack Kartoffeln und dieser keine Ahnung hatte, wenn er da so dringend wollte. Ich warf Draco einen von Herzen kommenden giftigen Blick zu, den dieser leider nicht sehen konnte, da meine Kapuze dafür zu weit ins Gesicht hing und Snape achtete eh nicht auf unsere Umgebung. Er steuerte nur die Kneipe von Dumbledores Bruder an, ohne Rücksicht auf Verluste. Er trat die Tür brachial auf und stürmte auf Aberforth zu.

„Ich brauche kurz das kleine Separee!“, und knallte ihm mit der anderen Hand eine handvoll Münzen auf den Tresen, denn seine Rechte hielt mich immer noch wie ein Schraubstock fest umschlossen. Ich kam, dank der völligen Überraschtheit meinerseits, nur langsam wieder zu Atem, als ich sah, dass der Wirt auch schon zustimmend nickte und ich spürte nur den Ruck, der durch mich ging, als ich schon erbarmungslos weiter gezogen wurde. Hilfe, auf Draco, das kichernde Monster, durfte ich nicht hoffen, der würde noch Tagelang weiter über das Geschehen lachen können, dieses miese Frettchen. Er öffnete eine weitere Tür ungestüm, schubste mich in den kleinen Raum und schmiss selbige lautstark ins Schloss. Ich ruderte im Raum umher, um nicht zu fallen und wandte mich erbost zu meinem Entführer um.

„Mr. Snape, was erlauben Sie sich? Was soll das!? Dieses Attentat?“, schlug ich die Mütze zurück, um ihn empört niederstarren zu können.

„Es tut mir leid, Miss Cale! Wenn ich Ihnen… die Entscheidung abgenommen habe, nur ich habe nicht viel Zeit und ich wollte die Gelegenheit, als ich Sie zufällig sah, beim Schopfe packen!“, schnarrte er unglaublich arrogant zu mir und wirkte nicht wirklich eingeschüchtert, eher ungeduldig.

„Aha, nur dass Sie mich an meinem Arm gepackt haben!“, troff meine Stimme vor Ironie.

„Wie gesagt, entschuldigen Sie mein Temperament, ich werde Sie angemessen entlohnen!“, überging er meinen Einwurf und ich knirschte bei so viel gezeigter Ignoranz mit den Zähnen, biss sie so fest aufeinander, dass es wehtat, nur weil ich diesen „Job“ hatte, sollte ich flotten? Das schmeckte mir gar nicht. Das glaubte ich jetzt nicht, er wollte ficken. Ich sollte jetzt die Beine für ihn breit machen. Es war zum aus der Haut fahren... ich war unfassbar wütend!

„Mr. Snape, wenn Sie gefragt hätten, hätte ich Ihnen gesagt, dass ich leider keine Zeit habe, um Ihnen meine Dienste anbieten zu können, leider!“, meinte ich höflich, wenngleich ich mich auch nicht freundlich anhörte und wandte mich entschlossen, fast schon empört zur Tür.

„Miss Cale, jetzt wo ich Sie hier habe, lass ich Sie nicht gehen! Sie werden sich nur minimal verspäten“, meinte er kompromisslos zu mir. Toll, ganz toll, war das zu fassen? Ich hatte keinen eigenen Willen mehr! Er gab mir keine Zeit weiter nachzudenken oder gegen mein Schicksal aufzubegehren, denn er umfasste meine Taille mit seinen beiden starken Händen fordernd, zog mich gnadenlos an seinen Körper und presste seinen Unterleib an meinen, so dass ich spüren durfte und konnte, dass es bei ihm wirklich nicht lange dauern würde, so erregt wie er sich jetzt schon zeigte.

Schluck, was tun. Er war zwar immer höflich zu Minna gewesen, aber ich wusste auch, dass er durchaus kein netter Mann war, wenn er von einer Hure nicht das bekam, für was er sie bezahlte. Was blieb mir anderes übrig, als mich meinem Schicksal zu beugen. So fasste ich ergeben zu der Schließe meines Mantels und öffnete sie, damit dieser zu Boden fallen konnte. Was er auch als das verstand, als was es gemeint war, meine Kapitulation vor dem Unvermeidlichen. Er ließ von mir ab, zog den Stuhl vom Tisch weg und setzte sich darauf, blieb wie immer komplett bekleidet und öffnete nur geschwind seine Hose, die er aber auch anbehielt und befreite nur sein vollständig erigiertes Glied, das sich erwartungsfroh regte.

Ich war leicht beschämt, ich würde jetzt gleich wieder meinen Professor… Snape in mir haben. Oh Mann, er begann nun sich selbst zu verwöhnen und ließ mich dabei keine Sekunde aus den Augen, während seine Hand sich in langsamen Bewegungen auf seinem prallen Schwanz auf und ab bewegte. Ich stand ein bisschen hilflos da, sollte ich ihm einen blassen und leckte mir bei dem Gedanken über die trockenen Lippen. Was er wohl so verstand, wie ich es gemeint hatte, denn er reagierte mit einer Antwort.

„Nein, setz dich auf mich, schnell!“, kommandierte er da auch schon ungeduldig und atemlos. Na, auf Anweisungen konnte ich reagieren, dann mal los, brings hinter dich, Hermione! Dank des kalten Wetters, trug ich eine schwarze Stoffhose und einen warmen Pullover, über einem engen Shirt. Ich tat wie er verlangte und entledigte mich meiner Hose und zog den großen, weiten Pulli schnell aus und trat so auf ihn zu.

„Zieh den Slip aus, komm…“, kam es heiser und ungeduldig von ihm. Er hielt in seinem Tun, sich selbst zu befriedigen, nicht inne während er mich herumkommandierte. Und ich zog mir, in einer letzten mutigen Tat, den Slip von den Hüften, richtete mich auf und nahm mal wieder meinen Mut zusammen und setzte mich schwungvoll auf seine Hüften, hielt mich an seinen vollständig bekleideten Schultern fest und er ließ nun doch von sich ab. Somit legte er beide Hände fordernd an meine Hüften, hielt mich fest, fuhr zu meinen Pobacken und begann diese zu kneten. Ich sah in seine lustverhangenen Augen, während ich so in dieser wartenden Position verharrte und mich nun langsam auf seinen harten, unnachgiebigen Schwanz ziehen ließ und als ich ihn an meiner Pforte fühlte, schloss ich ergeben die Augen und nahm mir ein Herz und spießte mich mit einem einzigen Stoß an ihm auf. Ich schrie auf, da ich nicht wirklich bereit war, einen Mann in mir willkommen zu heißen und ich so gut wie trocken war, da er nichts für meine Erregung getan hatte, aber dafür wurde ich schließlich bezahlt, ging mir der traurige Gedanke durch den Sinn.

Was, nachdem ich meine Augen wieder aufgerissen hatte, ihm, wie ich an seinem verschleierten Blick entnehmen konnte, egal war, da er sich in meinem Inneren erkennbar wohlzufühlen schien. Und oh ja, ich fühlte ihn tief, dick und hart in mir und ich konnte mich der beginnenden Erregung nicht erwehren und wurde nun doch, langsam aber sicher, für ihn feucht und auch für mich! Während ich abwartend auf ihm saß und sein blasses Gesicht mit der markanten Nase betrachtete, wünschte ich mir es küssen zu dürfen, aber ich wusste, dass das nicht ging, das würde er nicht wollen und jede richtige Hure auch nicht, so was stand nicht zur Diskussion. Ich fing an mich auf ihm zu bewegen, so hatte ich es noch nie mit ihm getrieben, ein völlig neues Gefühl mit meinen weit gespreizten Beinen auf dem Schoß von Snape zu sitzen.

„Oho!“, als ich ihn langsam Stück für Stück aus mir gleiten ließ, um mich dann wieder rasant auf ihn fallen zulassen. Was Snape dazu brachte etwas lauter als sonst aufzustöhnen. Ich konnte sehen, wie er seine Augen genießend schloss und seinen Kopf leicht in den Nacken legte und nun begann ich, ein immer schneller werdendes Tempo und erhöhte meine Bemühungen, ihn zum Stöhnen zu bringen. Ich fühlte auch meine Erregung steigen, als ich ihn so ritt und das Verkrampfen meiner Muskeln in meinem Inneren zeigte mir, dass es mir sehr gefiel, mal wieder dem werten Professor so nah zu sein. Ich biss mir vor Lust auf meine Lippen, als er nun begann eine Hand auf meine noch verpackten Brüste zu legen und diese, nicht zimperlich, zu bearbeiten, als ich leise aufstöhnte, ruckte sein Kopf hoch und er schlug seine Augen wieder auf. Er zwang mich nun in ein Hohlkreuz zu gehen. Während mich seine Hand um meine Hüfte unten hielt, ließ ich, wie von ihm gewünscht, meinen Kopf in den Nacken fallen und er beugte sich vor und biss in meinen erregten Nippel durch das Shirt und meinen BH hindurch, es durchzuckte mich stürmisch.

„Arrrhhh “, schrie ich laut auf, es war ein Gefühl des Schmerzes und der Lust zugleich, als er sich so wenig schonungslos über meinen Busen hermachte. Ich hatte dabei wieder meine Augen aufgerissen und in meiner zurückgelegten Haltung, sah ich zum einzigen Fenster, das dieses Zimmer bot und glaubte zu halluzinieren. Das war doch das weißblonde Haar von Draco, der sich neugierig die Nase an der Scheibe platt drückte und mich und seinen Patenonkel beim Sex beobachtete, ich verkrampfte mich und erstarrte. Mein Hirn setzte kurzzeitig aus… bitte? Draco konnte… durfte das nicht sehen, das war peinlich, unangenehm, das war nicht gut! Snape hatte gespürt wie ich erstarrte, zog mich wieder hoch, was ihn wieder tief in mich zurückgleiten ließ, was sowohl ihn als auch mich aufkeuchen ließ. Er sah mir erregt in die Augen, ich konnte die animalische Lust in seinem Blick gut lesen, als er mich auch schon an meinem Hintern packte, festhielt und sich geschmeidig erhob. Ich krallte mich bei der ruckartigen Bewegung an ihn und schlang nun auch meine Beine um seine schmale Taille. Er setzt mich auf dem Tisch ab, dabei glitt er immer weiter aus mir, ich löste mich von ihm und er drückte mich hinab, so dass ich auf der Platte lag.

Dabei zwängte er meine Beine breit auseinander, was mich knurren ließ und dann spürte ich, wie er sich, mit einem einzigen Stoß brutal in mich stieß und in einer unglaublich erbarmungslosen Art in mich zu hämmern begann, ich wand mich unter ihm, wand mich vor ihm hin und her, ich fühlte so viel, bei unserer gierigen Vereinigung. Snape zwischen meinen Schenkeln und sein Glied, das immer wieder mein Lustzentrum traf und ich stöhnte verzweifelt auf, während ihm und mir der Schweiß vom Körper lief. In meinem Inneren fühlte ich den sich aufbauenden Höhepunkt, denn der schnellen und harten Penetration von Snapes in mich stoßenden Schwanz, hatte ich nichts entgegen zu setzen. Außer, ja außer, dass ich wusste, dass Draco da am Fenster stand und uns beobachtete, was wohl das Einzige sein könnte, dass meinem Orgasmus hinderlich sein könnte. Snapes Hände krallten sich jetzt schmerzhaft in meine Hüften, als er zu einem noch stärkeren noch rücksichtsloserem Sturm auf mein Innerstes ansetzte, ich wimmerte mittlerweile nur noch und biss mir die Lippen blutig um zu laute Schreie, zu unterdrücken. Und dann war es mir egal!

Draco sah eh schon, wie Snape immer wieder in mich stieß, wie ein Berserker, warum sollte ich mir den einzigen Spaß an der ganzen Sache verwehren, schließlich lag ich hier und nicht er, und ergab mich dem Ansturm meiner eigenen Leidenschaft. Und konnte fühlen… wie mein Orgasmus wie ein Sturm losbrach und in Windböen über meinen Körper blies, ich verkrampfte total und umklammerte das dicke, harte Glied von Snape als wäre ich ein Schraubstock und schrie meinen Orgasmus hinaus, was für ihn und seine Selbstbeherrschung wohl auch das Ende bedeutete, denn er warf den Kopf in den Nacken und entließ einen tiefen, langgezogenen, schwer unterdrückten Schrei, stieß dabei noch zweimal ungestüm in mich und sackte dann auf mir zusammen. So lagen wir beide auf dem Tisch in dieser Spelunke, ich fühlte mich mehr als erschlagen. Mein Körper fühlte sich sehr benutzt, sehr missbraucht an, aber die Nachwehen meines Höhepunkts, sagten mir, dass die Schmerzen auf positive Weise zu sehen waren. Schwer atmend erhob er sich von mir und sah mir ins Gesicht, ich fand es erstaunlich, dass er wirklich voll bekleidet vor mir stand, obwohl sein erschlaffendes Glied noch immer in mir steckte, befremdlich, wahrlich befremdlich.

„Miss Cale…“, meinte er, als er aus mir glitt und sich richtete und ich schnell meine Beine schloss, so benützt wie ich auf dem Tisch lag. „Wie immer ein Vergnügen Ihnen zu begegnen“, meinte er nüchtern zu mir und fing an, in seinem Mantel rum zu suchen, was ich nützte, um vom Tisch zu gleiten und mich wieder anzuziehen. Es würde wieder ans Bezahlen gehen, wie ich das hasste. Als ich mich wieder vorzeigbar hergerichtet hatte, sah ich auf und er legte für mich sichtbar den Geldbeutel auf den Tisch und wandte sich um.

„Bis zum nächsten Mal, Miss Cale“, und weg war er und ich sackte auf dem Stuhl zusammen, warum musste so was immer mir passieren? Ich würde mein Vermögen verwetten, dass da draußen Draco wartete... ich hatte gerade keine Lust mich zu rühren, mir tat so einiges weh und mein Kopf fing auch grad an Kopfschmerzen zu produzieren.

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