Licht und Dunkelheit

Vanessa konzentrierte sich auf den Strand. Diesmal würde sie es schaffen ihren Fehler rückgängig zu machen. Diesmal würde er in ihre Welt kommen müssen um sie zu finden. Die Gesichter um sie verzerrten sich und die Kulisse begann zu verschwimmen. Flammen, graue leere Welt. 
Sie drehte sich um, wissend das er hinter ihr Stand. 
"Du weißt ich würde für dich bis ans Ende der Welt gehen!", Luis streckte die Hand nach ihr aus aber Vanessa schlug sie weg.
"Teufel fliegen nicht! Genau so wenig sollten Engel so tief fallen!", ihre gelben Augen blitzten. Luis sah sich um: "Egal wo wir sind, du bist nur noch ein Schatten! Du brauchst mich! Du kannst nicht gewinnen!" 
"Ach ja?", schrie Vanessa "ich bin nicht mehr was ich einst war, ich habe viel eingebüßt! Meine Schönheit, meine Gesundheit, mein LEBEN! Aber ich bin jetzt mehr als ich es lebendig je geworden wäre! Das ist der Limbus - meine Welt!"
Um Vanessa schien sich ein dunkler violetter Nebel zu bilden.
Luis riss die Augen auf und rannte auf Vanessa zu.
Plötzlich wurde er von vier muskulösen Armen gepackt und hochgezogen. Aus dem violetten Nebel war ein schrecklicher Dämon empor gestiegen und hatte ihn aufgehalten. Die Augen des gehörnten Kopfs leuchteten gelb.
Luis versuchte sich zu befreien, kam aber nicht gegen den Dämon an.
"Vanessa, was tust du?", schrie er sie an. Ihre Augen waren schwarz und leer, sie kontrollierte den Dämon "bitte, gib dich nicht der Dunkelheit hin!"
Der Dämon lachte, seine Stimme donnerte, laut und verzerrt: "Ich gebe mich nicht der Dunkelheit hin, ich BIN Dunkelheit!" 
"Wenn du es so willst!", zischte Luis, Flügel aus blendendem Licht erschienen auf seinem Rücken, ein Schwert aus purem Licht in seiner Hand.
Er breitete die Flügel aus und entkam dem Dämon, welcher aufgeregt brüllte.
Luis stach das Schwert in den Brustkorb der Abscheulichkeit, die Vanessa beschworen hatte, der Schatten musste dem Licht weichen.
Vanessa schrie auf, das Licht blendete sie: "Du mieser Verräter, alles habe ich für dich getan gestorben bin ich für dich!" 
"Was hast du getan?", das Licht um Luis wurde stärker "du bist verschwunden und hast mich sitzen lassen! Deine verkommenen Schwestern haben meine Mutter getötet! Du hast meine Freunde ausgelöscht!"
Um Vanessa herum bildete sich violetter Nebel, der Boden verdunkelte sich, ihre ganze Gestalt schien im Nebel zu versinken: "Die Wahrheit liegt auf der Hand, du bist zu feig sie zu sehen. Dein Wahnsinn beruht nicht länger auf meiner Blutschuld, die habe ich beglichen!"
Luis spürte einen Stich in seinem Kopf, etwas Dunkles legte sich um ihn, der konnte sein Licht nicht mehr aufrecht halten.
Vanessa bestand nun völlig aus violettem Nebel, schemenhaft, nur ihre gelben Augen leuchteten heraus: "Die Dunkelheit verschlingt alles! Schau in deine eigene dunkle Seele!"

Vanessa saß auf ihrem Bett. Vor ihr stand ein Mann, seine Gesichtszüge scharfkantig und perfekt. Er hatte langes, schwarzes Haar, und trug einen eigenartigen Hut. Er blickte auf sie hinunter: "Bist du sicher das du das tun möchtest? Dein Leben wird nicht mehr das selbe sein, und es auch nie wieder werden Vanessa! Du wirst Qualen durchleiden und grausam sterben!" Seine Stimme klang arrogant, aber besorgt.
"Allister, nimm den Hut ab, ich habe noch nie einen echten Elf gesehen!", verlangte Vanessa. Verwirrt tat er was sie verlangte, legte seinen Hut auf das Bett. Seine Haare konnten seine spitzen Ohren nicht länger verbergen. 
Vanessa stand auf: "Du musst mich zurückholen, hörst du? Nach meinem Tod, warte ein paar Tage und hol mich zurück!" 
Allister starrte den menschlich aussehenden Teufel vor sich an. Er wusste das man sie "Teufel" nannte, weil der Vater dieser Geschöpfe einer der Dunklen war. Er hatte mehr erwartet, mehr Dunkelheit. Anscheinend waren die Töchter des Dunklen sehr bemüht ihre gute Seite zu wahren. 
"Der Preis dafür ist sehr hoch!", erklärte er "und damit meine ich nicht meinen Preis! Ich meine den Preis den du zahlst! Ich werde dir dein Leben aussaugen, dein Blut, alles! Du wirst keine 10 Tage mehr überleben"
"Tu es!", verlangte Vanessa.
Um Allister entstand violetter Nebel, das Zimmer verdunkelte sich.
Vanessa erschrak, noch nie hatte sie solch schwarze Magie gesehen.
Sie spürte wie das Leben aus ihr wich, ihr Körper begann dünner zu werden, ihre Haare, alles. Sie fühlte sich schwach und viel aufs Bett zurück, umhüllt von Schatten. Allister beugte sich über sie: "Ich frage dich ein letztes mal, willst du das wirklich?" Vanessa lächelte und zog ihn näher heran: "Ja!"

"Danach war alles schwarz!", Vanessas Stimme riss Luis aus der Illusion in seinem Kopf "ich bin gestorben damit du nicht dem Wahnsinn verfällst. Jetzt kenne ich die Wahrheit. Ich bin nie der Grund für deinen Wahnsinn gewesen! Du warst es schon immer!" Luis rieb sich den Kopf. Vanessas Gestalt schien wieder normal, der violette Nebel schien sich zurück zu ziehen.
Luis Flügel verschwanden, auch sein Schwert Er sah nachdenklich auf den Boden. 
"Das ändert nichts!", sein Blick wurde starr und feindselig "meine Mutter starb weil deine Schwester ihr Zuhause angezündet hat. Meine Freunde starben durch deine Hand. Und du, du hast mich belogen, von Anfang an, du bist für mich der Grund meines Wahnsinns, und du wirst mich nicht aufhalten!"
Er versuchte sich zu bewegen, bekam aber keine Kontrolle mehr über seinen Körper. "Lass deine Zaubertricks, du kommst niemals gegen meine Macht an!", presste er hervor.
Ein Sturm aus Feuer brach über ihn herein, gefolgt von einem Hagel aus Eisbrocken. Vanessa drehte sich um. Celles und Saphira hatten sie gefunden. 
Luis flog aus der Gefahrenzone und starrte die Schwestern wütend an. "Was haben wir für einen Plan?", rief Saphira Vanessa zu. 
"Ich bin hier der Plan!", Finn erschien hinter Luis und riss ihn zu Boden.
Saphira reagierte Blitzschnell und vereiste Luis, sodass ihm die Flucht für die nächsten paar Sekunden nicht möglich war. 
Celles und Finn drückten ihn zur Vorsicht weiter auf den Boden.
Church kam heran und packte ihn am Hals, er schien eine goldene Kopie des jungen Mannes aus ihm heraus zu ziehen. 
Dann riss er seinen Mund auf und begann den goldenen Schein zu verschlingen.
Das Spektakel dauerte nicht lange, schnell hatte er den ganzen goldenen Schein verschlungen.
Church leckte sich über die Lippen.

Janina stand am Strand, nicht verstehend warum man sie hier zurückgelassen hatte, beziehungsweise was geschehen war. Sie waren hier entlang gegangen und auf einmal war sie alleine da gestanden, die anderen verschwunden.
Ein leichter Luftzug wehte ihr von hinten die Haare ins Gesicht. Als sie sich umdrehte standen Celles, Saphira, Finn, Church und Vanessa vor ihr zu ihren Füßen lag Luis.
"Vanessa!", Janina schloss sie in die Arme "es ist vorbei, es ist endlich vorbei!"
Vanessa lächelte: "Ja, es ist vorbei!"



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