Raum der Wünsche

Raum der Wünsche

Als ich wieder einmal als eine der Ersten recht einsam am Frühstückstisch saß und meinen heißen Kaffee genüsslich trank, konnte meiner guten Laune nichts und niemand etwas anhaben. Ich hatte mich vorher, als ich mich nach meinem Lauf umgezogen hatte, im Spiegel betrachtet und ich sah, dass ich heute von innen zu leuchten schien, selbst meine braunen Augen hatten einen leicht goldenen Schimmer, der sie wunderschön erstrahlen ließ. Ich war wirklich glücklich einen Menschen, der mich so gut verstand, in Draco gefunden zu haben und als er kurz nach mir mit seiner Gefolgschaft in die Große Halle kam, war auch ihm die entspannte und genossene, gemeinsam verbrachte Nacht anzusehen. Er wirkte sehr zufrieden und schien sich in seiner Haut rundum wohl zu fühlen.

Ja, diese Nacht hatte uns beiden gut getan.

Während wir beide, so über die Tische hinweg, unauffällig kommunizierten, spürte ich plötzlich, wie sich zwei Hände auf meine Schultern legten und sich ein dunkelbrauner Haarschopf in mein Blickfeld schob und ein Mund nahe an mein Ohr kam und sein Atem mich kitzelte, als er warm über meine Haut strich. Ich durfte noch beobachten, wie sich Dracos Miene bei der intimen Geste von Harry verdüsterte und seine Lippen, seine herrlich weichen, warmen Lippen, ganz schmal und verkniffen wurden. Das passte ihm so gar nicht. Hatte ich schon mal erwähnt, dass Malfoys schrecklich besitzergreifend, aber nie eifersüchtig waren?
„Guten Morgen, Hermione. Geht es dir wieder besser?“, hauchte Harry besorgt in mein Ohr.

„Ja, danke Harry, dir auch einen schönen Morgen. Was gibt’s?“, flüsterte ich zurück.

„Gute Nachrichten, gestern Abend wurde es bei mir spät und so hab ich Dobby gesehen, der den Gemeinschaftsraum aufgeräumt hat und hab ihm mein, also unser Problem, mit dem Übungsraum erzählt und er meinte es gäbe da was. Er nannte ihn den Raum der Wünsche, dieser wäre im siebten Stock, gleich gegenüber von dem Wandteppich von Barnabas dem Bekloppten und man müsse dreimal vor der Wand ablaufen und sich den Raum genauso wünschen wie man ihn haben will. Ich wollte dich fragen, wann wir hingehen und uns das anschauen?“, wisperte er ganz leise und verschwörerisch.

„Wo ist Ron?“, wollte ich neugierig wissen und sah mich suchend um.

„Schläft noch, der ist grad nicht wach zu kriegen, die Zwillinge haben uns gestern ein bisschen zu viel Butterbier gegeben, bestimmt gepanscht!? Sie waren gegenüber Ron, Neville und mir sehr großzügig, du hast nicht zufällig was damit zu tun?“, sah er mich skeptisch an und sah wohl wieder mehr als erwartet.

„Wie kommst du darauf?“, meinte ich betont unschuldig, als er sich nun auf die Bank neben mich sinken ließ und sich ein belegtes Brot nahm.

„Mhm… du hast ihnen doch gestern vor der Halle bestimmt das mit Neville erzählt, oder?“, meinte er wissend grinsend. Puh, Glück gehabt, dass das nicht mal ansatzweise die ganze Wahrheit war, aber seine Vermutung ging in die richtige Richtung, vor allem weil er nur das Beste von mir dachte und nicht das Schlechteste, da hatte ich mal wirklich Glück gehabt.

„Ja, hab ich, war doch nett von ihnen! Und ich denke, wir sollten vor dem Abendessen hingehen und den Raum in Augenschein nehmen, natürlich mit Ron!“, schwenkte ich zu einem unverfänglichen Thema. Und so verbrachten wir den Rest des Tages aufgeregt darauf harrend, dass der zähflüssige Unterricht dahin floss und wir uns endlich diesen Raum anschauen konnten. Wir waren alle schon ganz aufgeregt. Wie spannend war das denn? Als dann endlich der lang ersehnte Gong für das Ende der letzten Unterrichtsstunde erklang, konnten wir drei gar nicht schnell genug in den siebten Stock sprinten, wo wir auch schon vor dem besagten Wandteppich abbremsten und uns einer kahlen Steinwand an der anderen Seite gegenübersahen und sie aufmerksam betrachteten.

„Und du meinst wirklich, Harry, das Dobby weiß, wovon er spricht?“, fragte da Ron zweifelnd und kratzte sich am Arm und schaute skeptisch. Auch ich sah die Wand fragend an und wandte mich an Harry.

„Dann mal los, lauf hin und her, du hast mit Dobby gesprochen!“, ordnete ich an und Harry tat wie von mir gefordert. Nachdem er sich noch einmal suchend im Gang umgesehen hatte, begann er, denn wir hatten Glück und waren allein da. Die Schülermeute war wie eine ausgehungerte Masse in die Große Halle geströmt, um nur ja nicht zu verhungern. Nach seinem dritten Lauf erschien wie durch Zauberei, ach, vergessen, es war Zauberei, eine unscheinbare, hölzerne Tür in der Wand. Wir sahen uns positiv überrascht an.

„Cool“, meinte da Ron nur lässig.

„Ja, was Hogwarts nicht alles für Geheimnisse hat, davon stand gar nichts in „Geschichte Hogwarts“!“, meinte ich überlegt, was die Jungs augenrollend kommentierten, aber da konnte ich halt mal nicht aus meiner Haut.

„Kommt, lasst uns schauen was dahinter ist!“, meinte Harry aufgeregt. Und dann öffnete er langsam die Tür und als er diese ganz aufzog, offenbarte sich uns ein großer, hallenartiger, perfekter Übungsraum, mit Matten und allem Drum und Dran. Große Seidenkissen zum Sitzen waren großzügig auf dem Boden verteilt.

Diese Halle war beeindruckend. Ach, was mein Herz besonders höher schlagen ließ, Bücher, Verteidigungsbücher in Hülle und Fülle und auch magische Geräte wie Antiobskuranten, die zum Aufspüren von irgendwelchen Bedrohungen, Heimlichkeiten und Täuschungen dienten. Dazu gehörten auch beispielweise Spickoskope in verschiedenen Sensibilitätsstufen. Dieses magische Gerät war im 18. Jahrhundert von Edgar Stroulger erfunden worden. Es war eine Art magische Alarmanlage und sah aus wie ein Kreisel in einer Halterung und gab wenn sich nicht vertrauenswürdige Personen in der Nähe aufhielten, einen schrillen Pfeifton von sich. Dann gab es auch einen Geheimnisdetektor, dieser konnte magisch verborgenen Sicherheitsrisiken aufspüren, wie z.B. vorgetäuschte Identitäten, schwarzmagische Utensilien, oder aber auch ganz einfache Lügen. Das Gerät sah aus wie eine verschnörkelte, goldene Zimmerantenne, es summt leise und vibriert bei Störungen. Als letztes konnte ich noch ein Feindglas ausfindig machen. Es sah aus wie ein Spiegel, zeigte aber kein Spiegelbild. Es wurde erst etwas sichtbar, wenn sich jemand in feindlicher Absicht nährte. Ich kannte all diese Gerätschaften aus Büchern. Sie hier alle auf einem Haufen zu haben und studieren zu können, verzückte mich ungemein. Ich drehte mich staunend im Kreis mit einem glückseligen Gesichtsausdruck.

„Das sieht aus wie in Dumbledores Büro!“, meine Harry da auch schon beeindruckt.

„Wie meinst du das?“, frage Ron neugierig, das interessierte mich auch.

„Na, diese ganzen Teile da, das da, das hat auch alles Dumbledore bei sich stehen!“, informierte er uns und wedelte unwissend zu den magischen Geräten.

„Echt, voll cool! Wir waren ja noch nie bei ihm. Wofür er das alles wohl braucht?“, fragte da auch schon Ron. Ich hörte schon nicht mehr zu, da ich zu den Regalen schritt, die mit Büchern überladen waren. Ich zog gleich mal eins heraus, „Hexen für Verhexte“, danach noch, „Zaubern zur Selbstverteidigung“, „Die dunklen Künste überlistet“, und als letztes nahm ich auch noch „Ein Handbuch für gängige Flüche und Gegenflüche“, mit und ließ mich auf eines der Seidenkissen fallen. Ich schlug das erste Buch auf „Hexen für Verhexte“ und begann interessiert zu lesen. Das hier war perfekt mehr als perfekt, es war optimal auf unsere Bedürfnisse ausgerichtet. Ich liebte diesen Raum. Was ich wohl noch alles in ihm mir heraufwünschen würde können? Ich wusste schon, wie ich die nächsten Nächte verbringen würde und über diese Gedanken entwich mir ein breites, irre anmutendes Grinsen.

„Hermione, hörst du überhaupt zu?“, „Hallo… Hermione… Miiineee!“, bis ich unsanft gerüttelt wurde und rote Haare sah, die meinen Augen sehr nahe kamen.

„Was…?“, fragte ich irritiert und blinzelte überrascht.

„Sie hat nicht gehört, Mann!“, meinte er mit einem aufgebenden Unterton in der Stimme.

„Was?“, fragte ich immer noch unwissend.

„Wir haben dich gefragt, wie du es findest und wie wir weiter machen?“, erläuterte Harry über mich schmunzelnd. Oh, das hatte ich nicht mitbekommen. Ich meine, das ist doch auch verständlich, oder?

„Sorry, war abgelenkt, aber das hier ist unglaublich, das ist genau das was wir brauchen!“, und so strahlten wir drei uns verstehend an.

„Ich denke, wir sollen versuchen von jedem Haus einem zu sagen, dass sie um spätestens halb neun hier sein sollen, vor dem Wandteppich und dann zeigen wir es ihnen“, kam mein Vorschlag.

„Mhm… ist das nicht ein bisschen auffällig, wenn hier fast 30 Leute rumhängen?“, meinte Ron.
Ich schüttelte den Kopf. „Nur Harry bleibt draußen, alle anderen werden sofort hier reingeführt!“, schlug ich vor.

„Oh, ja klar, du hast recht!“, stimmte Ron sofort zu.

„Und warum muss ich draußen warten?“, fragte da Harry missmutig.

„Von mir aus, kann auch Ron draußen bleiben“, wiegelte ich ab.

„Und warum nicht du, Hermione?“, meinte er mich fies anlächelnd. Wie konnte man nur so gemein sein, fragte ich mich gerade.

„Sehr witzig, Harry!“, fauchte ich leicht gereizt.

„Harry, hör auf sie zu ärgern, lass sie halt zu den Büchern, sonst gibt es nur Ärger“, versuchte Ron gleich zu schlichten, da er mich kannte und die Versuche mich von meinen Interessen fernzuhalten, als erfolglos aufgegeben hatte, anscheinend hatten die Diskussionen am Grimmauld Place doch gefruchtet.

„Ja, aber ärgern darf ich sie doch noch!“, grinste Harry nun wie ein Lausbub.

„Ähm, Jungs, darf ich hierbleiben, mein Hunger ist nicht so groß und ich hätte da eine Idee, wie wir… also die Gruppe informieren können, wann ein Training ansteht, nur dafür müsste ich noch einiges vorbereiten…“, bettelte ich leicht und sah treuherzig, umgeben von den Büchern und mit einem auf den Schoß bewaffnet, zu ihnen auf.

„Klar, bleib hier, wir kriegen die anderen schon zusammen!“, meinten beide nach einem verständnisvollen Blick zueinander, der zeigte wie leid sie sich gerade selber taten so eine Leseratte zur Freundin zu haben. Und so machten sie sich frohgemut auf in die Große Halle, um je einen aus den anderen Häusern zu erwischen. Das war so fantastisch und als Harry und Ron den Raum verlassen hatten, begann ich mit dem Experimentieren was dieser so alles auf Lager hatte und konnte. Ich wünschte mir einen Raum, der mich der schwarzen Magie noch näher bringen sollte und siehe da, obwohl Hogwarts doch angeblich so gegen diesen Strang der Magie eingestellt war, erschien vor mir alles und noch mehr, was ich mir zu diesem Thema wünschen konnte. Und da kam mir der Gedanke, dass ja nicht Hogwarts gegen diese Art der Magie war! Da ja Salazar Slytherin diese sehr wohl betrieben hatte, wie ich aus einigen Unterlagen erlesen hatte und diese auch hier hatte unterrichteten lassen. Und das mit dem Wissen und der Zustimmung der anderen Gründer. Vielleicht würde ich hier mehr Unterlagen zu dem Thema finden, da das was ich bisher dazu gefunden hatte mehr als dürftig war.

Ich starrte überwältigt auf die Auswahl an Büchern und magische Gerätschaften, die das genaue Gegenteil der Verteidigungs-Gerätschaften waren und eben genau diese wiederum austricksen sollten. Es war faszinierend, dieser von mir gewünschte Raum enthielt auch ganz hinten einen kleinen Krankenflügel, nicht weil ich es mir gewünscht hätte, nein, anscheinend dachte der Raum, wenn man diese Magie übte, waren Verletzungen unabdingbar.

Mein Entschluss stand fest, hier konnte ich jetzt endlich wieder weiter lernen und üben. In der letzten Zeit hatte ich meine Bemühungen besser zu werden etwas schleifen lassen, einfach aufgrund der Tatsache, dass es für mich keine Möglichkeit gab so ungestört meinen Interessen nachgehen zu können, wie z.B. in der Blackbibliothek. Aber hier bot sich mir die einmalige Möglichkeit, viel mehr und umfassender zu lernen, als jemals von mir erträumt. Ich war im Himmel. Ich konnte die Wellen der Erregung durch mich hindurchgleiten fühlen. Unglaublich, aber wahr, ich stand kurz vor der Ekstase. Als nächstes wünschte ich mir einen Raum zum Brauen und siehe da, ich war so was von Baff, ein Tränkelabor, das auch Snape die Tränen in die Augen getrieben hätte, erschien. Ich konnte mich nicht mehr beherrschen und klatschte vor Aufregung in die Hände. Auch hier war wieder mehr als nur ein bisschen Lesematerial in den Regalen erschienen, welches mir noch unbekannt war und die Auswahl der Kessel in ihrer Größe, der verschiedenen Formen und der Materialien war berauschend.
Auch die Zutaten, die sich hier in den Regalen stapelten, oder von der Decke hingen waren so vielfältig, gut, ich sah jetzt kein Einhornblut, aber ich sah auf die Schnelle viele nötige Zutaten, um die gängigsten Tränke erstellen zu können. Dann probierte ich noch ein Schlafzimmer, was für mich jetzt auch ohne große Überraschung erschien, einfach wow! Warum hatten wir diese Oase nicht eher finden können?

Leider maßregelte ich mich jetzt und beendete meine Versuchsorgie und versuchte Herr über meine Erregung zu werden, selbst meine Nippel hatten sich vor Freude aufgerichtet. Ich war regelrecht berauscht über die Möglichkeiten, die sich hier eröffneten. Aber für so was hatte ich nun wirklich keine Zeit und so rief ich mich zur Raison. Ich wandte mich resolut und endgültig der Bearbeitung der Galleonen zu und wünschte mir wieder denn Verteidigungsraum her. Nun zog ich einen Beutel hervor, in dem die unechten Galleonen lagen, die ich in den letzten Tagen hergestellt hatte, indem ich kleine Steine in goldfarbene Galleonen verwandelt hatte.

Natürlich waren die Münzen der Twins, meine und Dracos echte Gold-Galleonen, aber die Gruppe brauchte so etwas nicht… hatte ich einen Geldscheißer… die Frage ließ sich mit nein beantworten. Und so legte ich akribisch, 30 Proteus auf die goldfarbenen, unechten Münzen, die den echten wahrlich zum Verwechseln glichen. Der Verwandlungszauber war mir sehr gut gelungen. Im Unterricht hätte ich dafür ein Ohnegleichen eingeheimst. Es war zeitaufwendig und für mich durchaus anstrengend, da dies höhere Magie war und in der Form, in der ich sie gerade verwendete, erst im letzten, im siebten Schuljahr auf Hogwarts gelehrt wurde. Die Form des Proteus, die ich gestern Nacht bei Draco angewandt hatte, ging eher in die schwarze Magie, na gut, war dunkle Magie!

Da ich mir die Idee dieser Art der Kommunikation vom Dark Mark abgeschaut hatte und hier, durch die Tätowierung direkt in die Haut der betreffenden Person, ebenfalls wieder nicht die sogenannte weiße Form der Magie angewandt wurde. Alles was mit Blut, Ritualen oder dergleichen zu tun hatte, fiel eigentlich pauschal in die verbotene Abteilung der Magie! Schwachsinnig, total! So lange das Blut freiwillig floss, wie ich fand, aber mit Blut war ich noch nie normal gewesen. Ich mochte es schon als kleines Kind, wenn ich zum Arzt musste, damit dieser mir Blut abnahm.

Da taten dann die Menschen immer so rum, wie „Hab keine Angst! Es geht ganz schnell, tut nicht weh und schau weg?“, was ich natürlich nicht tat. Ich liebte es, zu sehen, wie aus mir dieser tiefrote Lebenssaft floss.

Es faszinierte mich, zu sehen, wie es in das Auffangröhrchen direkt hinein sprudelte und desto mehr Blut es wurde, desto dunkler wurde das Rot. Es war fesselnd und faszinierend! Was mich aufmerksam hinstarren ließ und die Schwestern und Ärzte mich immer sonderbar ansehen ließ, aber hey, das war mein Blut, ich mochte es! Warum sollte ich vor einem der wichtigsten Dinge meines Körpers Angst haben? Ich fand es schön und seit ich der Magie kundig war, wusste ich auch um dessen Wichtigkeit, der Stärke und Macht und dieses Wissen, zog mich unweigerlich in seinen Bann. Und so war ich wirklich gerade erst fertig geworden als sich die Tür öffnete und die Twins mit Ginny und den anderen Gryffindors gesammelt eintraten und sich staunend in der riesigen Halle umsahen und auf meinen Sitzplatz zukamen.

„Hey, schon da?“, strahlte ich sie alle an. „Wo ist Ron?“

„Noch draußen, bei Harry! Hier, ich soll dir das von ihnen geben“, meinte Ginny und hielt mir ein Sandwich und eine kleine Flasche Wasser hin. Oh, wie süß, meine Jungs hatten an mich gedacht und dann Wasser, das musste von Harry sein, da er wusste, ich verachtete diesen süßen, klebrigen Kürbissaft, den er und Ron und auch alle anderen Kinder so gerne tranken.

„Das ist lieb, danke Ginny!“, nahm ich es ihr ab und biss dann doch hungrig hinein.

„Wow, ist das krass, was ist das für ein Raum?“, meinten Fred und George gleichzeitig. „Überwältigend!“

„Das wird Harry erzählen, wenn alle da sind, setzt euch“, klopfte ich auffordernd und einladend neben mich. Als sie saßen, beugte ich mich rüber und wisperte ihnen zu. „Bleibt nach dem Treffen, ich brauche noch einmal unsere Münzen…“, sie hoben fragend eine je hellrote Braue, nickten aber brav. Nun ging es Schlag auf Schlag und die Schüler aus den Häusern strömten in den Raum der Wünsche und als letztes kamen noch Harry und Ron. Ich erhob mich von meinem Sitzkissen und ging zu ihnen. Ich konnte mich mit Harry kurz unterhalten, da die meisten noch zu sehr von diesem ungewöhnlichen Raum abgelenkt waren.

„Danke für das Essen, Harry!“, schenkte ich ihm ein nettes Lächeln, was er schelmisch erwiderte.

„Wie kommst du darauf, dass ich es war und nicht Ron?“, fragte er mich leise.

„Ich bitte dich, dann hätte ich Kürbissaft bekommen!“, erwiderte ich mit einem Zwinkern. Harry lacht kurz laut auf und zwinkerte mir ebenfalls verschwörerisch zu. Ich mochte diesen Jungen wirklich sehr.

„Wo du recht hast“, meinte er verwegen, dabei grinste er verschmitzt. „Ich bin aufgeregt, meinst du, ich kann das wirklich?“, kam es von einer Sekunde zur nächsten unsicher von ihm.

„Ja, Harry! Du kannst das, im Eberkopf war schon so beeindruckend, wie du als Anführer gesprochen hast und wenn… bin ich ja auch noch da!“, lachte ich ihm zu und tätschelte bestätigend seine Schulter, was von dem ein oder anderen weiblichen Wesen in diesem Raum wieder zu einem verzerrtem Gesicht führte. „Ich mach sie ruhig, warte… dann hast du den großen Auftritt“, zwinkerte ich nun ihm zu. Und so begann ich Ruhe in die aufgescheuchte Meute zu bringen.

„Hallo! Schön, dass ihr alle hier seid, würdet ihr euch jetzt bitte beruhigen, damit euch Harry hier erzählen kann, wie… wo… und warum ihr hier seid! Ruhe bitte!“, und oh Wunder, meine schulmeisterliche Lehrerinnenstimme hatte sie verstummen lassen. „Bitte, setzt euch alle auf die Kissen und hört zu!“, bat ich erneut und sie taten wie geheißen und ich trat in den Schatten, bedeute Harry mit einer auffordernden Geste nach vorne zu gehen, aber er zeigte mir, dass ich mich neben ihn stellen sollte und ich kam seiner unausgesprochenen Bitte nach, stellte mich auf seine rechte Seite und Ron trat wie selbstverständlich an seine Linke.

„Schön, dass das Treffen geklappt hat und ihr alle hier seid! Es war nicht leicht, aber wir haben hier den idealen Übungsraum für uns gefunden. Er erscheint nur, wenn wir ihn zum Üben rufen. Keiner kann rein, wenn einer drinnen ist und nicht will, dass ein anderer reinkommt. Somit sind wir vor Umbridge sicher, da ja wir gegen ihren neuen Erlass für Gruppen und Versammlungen verstoßen“, erklärte er fest und machte dann eine kurze, gewichtige Pause.

„Ich denke, da das Platzproblem gelöst ist, sollten wir am Samstag anfangen die erste Stunde abzuhalten“, schaute er fragend in die Runde. „Was meint ihr?“

„Wie habt ihr das hier gefunden?“, rief einer plötzlich, auf die Schnelle würde ich sagen, dieser Smith.

„Zufall, wir müssen auch mal Glück haben! Ich möchte euch darauf hinweisen, dass ihr bitte Stillschweigen über diesen Raum bewahrt!“, bat er in die Runde. Am liebsten hätte ich meinen Zauber geschmissen, aber ich durfte nicht zeigen, dass ich Zauber erfand, so was sah man allgemein nicht so gerne.

„Samstag geht“, „Ja, denke ich auch“, „Ja, der ist gut, also Samstag“, kamen die zustimmenden Kommentare.

„Schön, dass wir uns auf Samstag einigen konnten! Mein Vorschlag, ab ein Uhr bis wir genug haben. Ok?“, alle nickten. Nun nahm ich mir ein Herz und trat vor.

„Eins möchte ich noch einbringen. Wir sind hier eine Gruppe und ich denke wir sollten einen Führer wählen, der die Entscheidungen trifft, damit es nicht zu Streitereien kommt! Das wäre kontraproduktiv!“, brachte ich meinen Vorschlag ein.

„Wer schwebt dir vor?“, „Ich find die Idee, gut“, „Sollen wir dich wählen?“, gingen die Wogen hin und her.

„Nein, ich hätte Harry vorgeschlagen und ich würde sagen, alle, die dafür sind, heben die Hand!“, rief ich nun in das Getuschel, das schlagartig verstummte. Harrys Kopf war zu mir herumgefahren und er starrte mich erschrocken mit offenem Mund an.

„Was Harry, du sollst uns unterrichten, uns lehren uns zu verteidigen, da ist es meiner Ansicht nach klar, dass du uns anführen solltest!“, erklärte ich seiner verwunderten Miene.

„Ich denke, Hermione hat recht, ich bin dafür!“, meinten die Twins sofort und hoben ihre Hände, was dazu führte, dass das Haus Gryffindor geschlossen ihre Hände erhoben. Es folgten Luna und Cho und nach und nach ging jede Hand nach oben, nur Smith tat sich echt schwer, aber am Ende wollte er wohl nicht die einzig nicht zu Harrys Gunsten abgegebene Stimme sein und so ging auch seine Hand langsam nach oben. Und wir hatten einen einstimmigen Anführer.

„Wie heißen wir?“, fragte Luna verträumt und blickte von ihrem langen, blonden Haar auf, das sie gerade zu einem Zopf flocht. Jetzt wurde Vorschlag um Vorschlag gebrüllt, als auf einmal Cho ihre leise und hauchzarte Stimme erhob. Ich konnte es echt nicht ab, wenn Mädchen so säuselten, aber sie ergriff in einer kurzen Stille das Wort.

„Was haltet ihr von „Defensiv-Allianz“?“, meinte sie schüchtern und errötete leicht. Oh Mann, wie konnte Harry auf so was stehen? Aber bitte, wenn er so was mochte! Ich würde jemandem der so verschüchtert und verhascht war irgendwann eine knallen. Aber da musste ich halt mein Temperament unterdrücken, was ich eh immer tat, also war’s nichts Besonderes und ihr Vorschlag hatte durchaus was. Ich nickte, denn ich fand ihn gut, wie einige andere auch. Ginny erhob jedoch auf einmal ihre Stimme, war ja klar, dass Ginny das nicht auf sich sitzen lassen konnte, dass die Flamme von Harry den bisher besten Vorschlag gebracht hatte und jetzt nicht nur Harrys, sondern auch noch die Aufmerksamkeit aller hatte. Ginnys Taktik war so durchschaubar, so platt, so berechenbar! Armer Michael Corner, auch er war meiner Ansicht nach nur Mittel zum Zweck. Aber jeder nach seiner Fasson, ich durfte mir wahrlich kein Urteil erlauben, wenn man bedachte was ich alles tat.

„Ich wäre ja für „Dumbledores Army“!“, meinte sie, was mich dazu brachte mit den Zähnen zu knirschen und ich glaubte auch zu sehen, dass Harry kurz stockte, da er dem alten Professor immer noch kritisch gegenüber stand und so kam der Vorschlag bei uns, dem Kopf der Gruppe, nicht so gut an, aber die Dachse und Raben sahen das anders. Die Twins, die unsere Reaktion richtig gedeutet hatten, übernahmen nun das Reden.

„Also die zwei Vorschläge von Cho und unserem Schwesterlein sind am besten angekommen, was haltet ihr davon nur die Anfangsbuchstaben zu nehmen, ist bei beiden gleich DA!“, bot da Fred grinsend an. Sagte ich nicht immer, dass die Twins gut waren.

„Dann heißt die Gruppe „Defensiv-Allianz“ mit der Abkürzung DA damit niemand weiß, wovon wir reden!“, kam es von George. „Und all jene, denen Ginnys Vorschlag besser gefällt, können unter DA… ja dann, „Dumbledores Army“ sehen!?“, meinte George bestimmt. Ich applaudierte und alle schlossen sich an.

„Dann auf die DA!“, rief Harry und strahlte glücklich und erleichtert in die Runde Als einige begannen sich zu erheben, schritt ich wieder vor.

„Moment, wartet bitte, ich habe noch was für euch!“, was viele mich erstaunt anschauen ließ, vielleicht hatten sie wieder Angst was unterschreiben zu müssen.

„Damit Harry euch informieren kann wenn ein Training stattfindet, es gibt ja keinen festen Termin…, habe ich mir eine Möglichkeit zur Kommunikation ausgedacht!“, und grinste stolz in die neugierige Meute. Harry sah mich leicht überrumpelt an, da ich bisher damit hinterm Berg gehalten hatte.

„Hier sind Münzen, keine echten, ich habe sie verwandelt!“, erklärte ich, öffnete den Beutel und holte eine hervor. „Seht ihr, sehen aus wie Galleonen“, und reicht eine Harry. „Sieh, die Zahlen kannst du verändern, da kannst du Datum und Zeit beliebig einstellen und dann könnte man auch noch die Zeichen verändern, das brauchen wir hier nicht, da wir uns immer in diesem Raum treffen!“, erklärte ich und zeigte es. „Alle anderen Münzen verändern sich ebenfalls und werden heiß…“, und sah vollkommen baff erstaunte Gesichter. Ich schaute nun leicht unsicher umher.

„Was, was ist los?“, wollte ich wissen.

„Du, Hermione, bist genial!“, meinte Harry glücklich, schlang seine Arme um meine Taille und wirbelte mich einmal schwungvoll im Kreis. Es erstaunte mich, dass er in der letzten Zeit doch so stark geworden war. Ich lachte befreit auf und freute mich, dass Harry so glücklich war. Als er mich wieder runter ließ, blickten uns die meisten mild lächelnd an, bis auf Smith, Cho und Ginny, die sahen aus als würden sie Zitronen essen.

„Entschuldigung, aber ist das das Prinzip des Proteus?“, fragte da Terry Boot, ein Ravenclaw, ungläubig.

„Ja, du hast recht, Terry. Das ist der Proteus!“, stimmte ich zu.

„Heftig Leute, das ist Oberklassenniveau! Das ist ein sau-schwieriger Zauber. Wie hast du das gemacht, hat dir jemand geholfen? Du bist doch wie wir erst in der Fünften“, er klang aufgeregt und aufgekratzt.

„Nein, ich hatte keine Hilfe und soooo schwer ist der Zauber auch wieder nicht“, winkte ich ab und versuchte bescheiden zu wirken. Viele blickten sehr überrascht, dass ich so etwas konnte. Ich, die Streberin, die nur die Bücher auswendig gelernt aufsagen konnte, aber das stimmte nicht, ich hatte halt ein leicht fotografisches Gedächtnis, konnte ich somit was dafür, dass die Texte also fast identisch in meinem Hirn gespeichert blieben.

„Hermione, du machst das ganz toll, ohne dich und deine Ideen wären wir nicht hier!“

„Gut, dann sehen wir uns alle am Samstag um eins, sollte sich an der Zeit was ändern, kommen die Münzen zum Einsatz. Geht jetzt in Zweiergruppen unauffällig hinaus und jeder nimmt sich eine Münze aus dem Beutel!“, meinte nun Harry sachlich und ich reichte jedem Paar beim Hinausgehen ihre Münzen, bis nur noch die Weasleys und wir da waren.

„Ähm Hermione, könntest du uns den Zauber mit den Münzen bitte erklären, wir hatten vorhin eine spontane Idee. Wenn du uns den Zauber beibringen könntest, da wir ihn vom Lehrplan her erst zu Ostern lernen sollen…“, meinte da George einfallsreich und schaute wie ein treudoofer Dackel aus der Wäsche.

„Ah ja, klar. Aber das kann dauern!“, schaute ich zu Harry und Ron.

„Bitte, bitte, bitte…“, schmiss sich Fred bühnenreif auf die Knie und robbte auf mich zu, was die anderen herzlich lachen ließ.

„Kommt, gehen wir, lassen wir die drei lernen…“, wollten sie anscheinend ihren Spaß haben.

„Ich kann es euch auch beibringen!“, bot ich den Jungs und Ginny an.

„Nee, nee, danke, lass mal, mir reicht’s wenn ich den in der Siebten lern!“, wehrte Ron zusätzlich mit seinen Händen ab.

„Komm Kumpel, ich spiel mit dir ne runde Zauberschach, kommst du Ginny?“, ging Harry zur Tür und winkte uns zu. „Viel Spaß und macht nicht zu lang!“, manchmal wusste ich nicht, was Harry dachte, oder ob er uns so hundertprozentig glaubte was wir ihm erzählten? Ich weiß es nicht! Denn gerade jetzt kam es mir so vor, als dachte er sich, dass wir noch anderes planen würden. Ja, Harry mochten viele unterschätzen, aber er war nicht dumm und er machte sich langsam und wurde erwachsen. Als die Tür zu fiel, waren wir allein und ich konnte spüren, wie sich mir George von hinten näherte und ernst anfing zu sprechen, so wie nur Fred und ich ihn kannten, wenn er bei der Sache war und keinen Unsinn zuließ.

„Das hier ist perfekt, was kann dieser Raum, Hermione? Das wolltest du uns doch unter anderem zeigen, oder?“, ich drehte mich zu ihm und dachte mir noch, wie schön es war, den Twins nicht jeden Schritt haarklein erklären zu müssen.

„Korrekt, das wird dir gefallen!“, und wünschte mir den Raum für das Tränkebrauen und kurz danach den schwarzmagischen Trainingsraum.

„Wow, du siehst uns fassungslos!“, drehten sie sich wie die Kreisel im Kreis, kam meiner Reaktion recht gleich.

„So eine Scheiße, da sind wir sieben Jahre in der Schule und erst jetzt zeigt sich uns dieses Wunder…!“, glänzten ihre Augen teuflisch.

„Ich werde ab jetzt jeden Tag hier sein, denn was ist die Bücherei gegen das hier? Harry und Ron haben nicht mal ansatzweise geblickt was dieser Raum alles ermöglicht und machen kann. Und die Mitglieder der DA werden sich nicht hierher trauen. Ich wollte euch Fragen, wie begabt ihr schon in den dunklen Künsten seid?“, erklärte ich nun und musterte die Twins gespannt.

„So gut wie du noch lange nicht, obwohl die Verbotene Abteilung uns gut kennt!“, grinste Fred wie ein
kleiner Teufel.

„Ich denke, es ist gut wenn ihr hier ein bisschen übt, viele der Bücher kenne nicht mal ich“, meinte ich vorfreudig.

„Klar, machen wir, eine Stunde machen wir ab jetzt täglich, mindestens!“, meinte Fred enthusiastisch.
„Versprecht nicht Sachen, die ihr nicht halten könnt“, mahnte ich schmunzelnd.

„Eh, die beleidigt uns, Fred!“, meinte George empört.

„Naja, sie kennt uns halt, aber Hermione, der Raum ist so geil, dass auch ich dir schwöre eine Stunde am Tag zu kommen! Huch, das hört sich jetzt zweideutig an, oder?“, lachte er jetzt schallend und George schaute ihn leicht verzweifelt an.

„Warum das Tränkezimmer?“, fragte er da auch schon.

„Ich werde hier brauen und ich dachte einige von euren Artikeln brauchen doch auch Tränke als Basis und hier könnt ihr üben oder experimentieren und…“, wedelten meine Hände durch die Luft.

„Genial… ich liebe diesen Raum schon jetzt. Wisst ihr was, ich zieh hier ein!“, kam es von Fred bestimmt.

„Ja, ich bin auch versucht hier nicht mehr wegzugehen. Da fällt mir ein, hier könnt ihr eure Stelldicheins abhalten!“, meinte ich mit einem tiefen Seufzer, was dazu führte, dass sich beide intensiv und verliebt in die Augen blickten. Ich schüttelte aber jetzt bestimmt den Kopf, um zum eigentlichen Grund zurückzukommen. „Gebt mir eure Münzen!“, forderte ich und zog auch meine raus.

„Hier… aber warum eigentlich, reagieren sie auch auf Harrys Ruf?“, wollten sie leicht irritiert wissen. „Warum? Ich will es personifizieren, hab ich auch bei Draco gemacht und ja, auch Harrys Ruf kommt an. Aber wenn ich eine Nachricht schreibe, können das nur ihr und Draco sehen und anders herum, ihr solltet euch überlegen ihn auch aufzunehmen…!“, erklärte ich und fuhr mit meiner Hand meinen Oberschenkel entlang, dann zog ich unter meinem Rock einen der Horusdolche hervor.

„Wow, du trägst in Hogwarts Waffen?“, schielten sie die Waffe in meiner Hand an.

„Klar, immer. Ich gehe nie irgendwo unbewaffnet hin, aber es ist halt alles unsichtbar“, erklärte ich ihnen alles bereitwillig.

„Super, cooles Teil!“, kam es weniger schockiert von Fred. Ich ritzte mir mal wieder meinen Finger an und tropfte auf die zwei Münzen der Twins mein Blut, was sie mit Interesse verfolgten. Nun sprach ich bei mir den Episkey und wedelte die Twins zu mir. Fred trat forsch vor und reckte mir seinen Finger entgegen, was ich annahm und seine Hand festhielt, während ich mit der Klinge rasch darüber fuhr, was ihn laut aufzischen ließ vor Schmerz.

„Scheiße, auwa! Das tut weh was… auwa!“ Ich tropfte das Blut auf unsere drei Münzen. „Warum hast du nichts gesagt, das tut scheiße weh!“, jammerte er und schniefte wehleidig. Was mich fies kichern ließ. Ich heilte auch seinen, ach so tiefen Schnitt. Ach was, Kratzer, sonst nichts, dass er aber auch immer übertreiben musste.

„Ich bin solche Schmerzen gewöhnt und du bist überempfindlich, das ist nichts, echt jetzt!“, meinte ich abwertend über dieses unwürdige Theater. „George, bist du ein Mann oder so ein Weichei, wie dein geliebter Bruder?“ Meine Provokation ließ George entschieden vortreten und er streckte den Finger todesmutig vor. Er schrie noch mehr als Fred, als würde ich ihn abschlachten, solche Schisser! Echt, Schmerzen schienen nicht das zu sein, was sie ab konnten und so konnte ich es mir nicht verkneifen sie dreckig auszulachen, was mir ungewöhnlich giftige Blicke einbrachte.

„Nicht jeder muss darauf stehen in schöner Regelmäßigkeit aufgeschlitzt zu werden…!“, kam es hochmütig von oben.

Ich kicherte immer noch: „Natürlich, ich auch nicht, aber der? Ihr tut rum, als würde ich euch abschlachten!“

„Naja für die paar Tropfen, muss man ja auch nicht gleich so ein Schlachtmesser schwingen, da reicht doch eine Nadel!“, wurde mir verschnupft nahe gebracht.

„Warum umständlich, wenn’s auch schnell geht?“, verstaute ich die Waffe wieder an ihrem Platz.

„Du bist nicht sensibel!“, meinte Fred und wir legten uns alle die Münzen wieder um den Hals.

„Ist auch besser so!“, gab ich ungerührt zurück. „Ach, falls es euch interessiert, Draco war wie ich, wir haben halt hohe Schmerzlevel! Wir könnten hier ja an eurer Schmerzempfindlichkeit arbeiten, bietet sich hier an, könnte euch vielleicht sogar gefallen!“

„Spinnst du, warum sollte es mir gefallen Schmerzen zu haben…?“, keuchte ein Twin regelrecht geschockt.

„Dachte nur, aber reg dich nicht auf, hab nur laut überlegt!“, grinste ich. „Und nun, lasst uns Spaß haben, wir haben noch Zeit, mich bringt heute hier nichts vor ein Uhr raus! Lasst uns schauen was wir so an dunkler Magie umsetzen können!“, und so teilten wir uns auf, begannen interessiert alles zu durchstöbern.

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Feenstaub

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