XVII

Es war schon nach 21Uhr, als Louis Motorengeräusche auf dem Hof hörte.

„Na, das wird aber auch Zeit”, brummte er und ging zur Haustür. Er öffnete diese und lehnte sich in den Rahmen. Er war sauer. Lysander kam es nicht im Entferntesten in den Sinn, dass er, Louis, sich vielleicht Sorgen oder zumindest Gedanken machte, wenn sein Boss sich den ganzen Tag und halben Abend nicht meldete - gerade, wenn er in einem solch seltsamen Zustand war, wie im Moment. Louis beobachtete, wie Lysander aus seinem Wagen stieg und wollte gerade dazu ansetzen, ihn anzumaulen, als sich die Beifahrertür ebenfalls öffnete.

Der Stallmeister glaubte seinen Augen nicht zu trauen, als er Riley erkannte.

„Na dann, welcome back”, murmelte er, mehr zu sich selbst, und verschwand wieder im Gebäude.

„War da nicht gerade Louis ... An der Tür?”, Rye warf Lysander einen Seitenblick zu, als sie hinüber zum Haus gingen.

„Es sah zumindest so aus. Wahrscheinlich wollte er mir eine seiner Moralpredigten halten, weil ich stundenlang weg war. Er macht sich immer schnell Sorgen.”

Riley hob eine Augenbraue. „Warum denn das? Du bist doch alt genug und ihm keine Rechenschaft schuldig.”

Das hat andere Gründe. Ich erklär dir das ein anderes Mal, nicht jetzt. Okay?”

„In Ordnung. Eigentlich geht es mich ja auch gar nichts an.”, gab Rye zurück und folgte dem Blonden ins Haus.

„Ach, das ist schon okay. Frag ruhig. Aber mal was anderes: Hast du Hunger? Vielleicht kann ich Louis ja überreden, uns was zu zaubern”, meinte Lysander, als sie durch den Flur in Richtung des Wohnzimmers gingen.

„Ach was! Ich bin auch mit nem Brot zufrieden und das kann ich mir selbst schmieren. Keine Umstände für mich, bitte.”

Ein Schmunzeln huschte über das Gesicht des Vampirs und er nickte.

Als sie die Wohnstube betraten, erwartete der Stallmeister sie bereits.

„Schau an, der verlorene Sohn ist zurück. Und welcome back, Riley”, sagte er mit einem Grinsen und stemmte sich aus dem Sessel am Kamin hoch, „da hättest du ja glatt hier bleiben können.”

„Danke! Ja, hätte ich, wenn ich das vorher gewusst hätte. So war das ja nicht geplant”, erwiderte Rye ein wenig verlegen, „ich hoffe, es ist okay für dich, dass ich schon wieder hier bin?”

Louis blieb vor den beiden stehen und sah Riley in die Augen: „Aber natürlich ist es für mich in Ordnung, wenn du hier bist. Mein Boss scheint dich wirklich zu mögen und es ist gut, dass du da bist, denn das macht für mich den Umgang mit ihm einfacher. Du glaubst gar nicht, was für eine verzickte Diva er sein kann, wenn er unbefriedigt ist.”

Damit wandte der Stallmeister den Blick Lysander zu und grinste diesem ins Gesicht. „Hunger ... Chef?”

Der Vampir wusste nicht, ob er lachen oder Louis den Hals herumdrehen sollte. Er konnte von der Seite Rileys Blick spüren, der ihn abcheckte.

„Frag unseren Gast. Mir ist gerade der Appetit vergangen.”

Louis legte den Kopf schief. „Und, Riley? Was sagst du?”

„Ich hab ... Also für mich brauch hier niemand irgendeinen Aufwand zu betreiben. Ich kann mir ein Brot machen, wenn mir einer zeigt, wo alles ist, in der Küche. Ich versorge mich sonst auch selbst, also ...”, sagte Rye leise und sah von einem zum anderen.

„Gut, dann komm mal mit mir”, Lysander nahm den Jüngeren an der Hand, „und du, Louis, darfst dich für heute zurückziehen. Gute Nacht.”

„Nichts lieber als das”, gab der Angesprochene mit einem Schmunzeln zurück, „Gute Nacht, ihr Turteltäubchen.”

„Nacht”, murmelte Riley und sah Louis nach, als dieser aus dem Wohnzimmer verschwand. Kurz darauf fiel die Haustüre ins Schloss.

Rye entzog Lysander seine Hand.

„Was war das denn gerade? Jetzt sag mir bitte nicht, er ist irgendwie eifersüchtig auf mich?”

Sich zu dem Jüngeren umdrehend, antwortete der Vampir lachend: „Eifersüchtig? Louis? Nein! Das hier ist viel komplizierter und nicht in einer Minute erklärt.”

„Nun”, Riley strich mit dem Finger über Lysanders Arm, „ich hab Zeit. Erzähl es mir.”

Der Vampir überlegte einen Moment, dann sagte er: „Erst einmal gehen wir jetzt in die Küche und du machst dir was zu essen, dann gehen wir rauf, denn ich möchte unter die Dusche. Ich fühl mich irgendwie ... schmutzig. Und dann sehen wir weiter. Einverstanden?”

Rye nickte. „Gut, dann los. Ich bin nämlich neugierig.” Damit machte er sich auf den Weg zur Küche.
Das habe ich befürchtet. Vielen Dank, Louis”, murmelte der Vampir und folgte Riley.


Eine halbe Stunde später hatte Rye eine Kleinigkeit gegessen und saß auf Lysanders Bett. Riley beobachtete den Älteren, wie der sich langsam auszog, um anschließend duschen zu gehen. Als der letzte Fetzen Stoff in der Wäschetonne gelandet war, drehte Lys sich um und sah den Jüngeren schmunzelnd an. „Ich beeile mich, okay? Oder willst du mit?”

„Ich denke nicht. Ich warte hier”, Rileys Blick glitt erneut über den Körper des Anderen und er spürte ein leichtes Ziehen in der Leistengegend.

Lysander musterte ihn und zuckte dann mit den Schultern. „Wie du meinst. Ich hoffe, du bist dir da ganz sicher.” Dann drehte er sich um und verschwand im angrenzenden Badezimmer.
Rye blieb auf dem Bett sitzen und dachte nach. Eigentlich war er ein Idiot, wenn er hier blieb, während diese Sünde von Mann unter der Dusche stand. Ein Grinsen breitete sich auf Rileys Gesicht aus, als er aufstand.


Währenddessen drehte Lysander das Wasser auf und stieg unter die Brause. Er hatte gehofft, dass Rye mitkommen würde, aber er konnte ihn nicht zwingen. Konnte er schon, wollte er aber nicht. Der Vampir stützte sich mit den Händen an der Wand ab und ließ das heiße Wasser über seinen Körper laufen. Leise seufzend schloss er die Augen und dachte über die vergangenen Stunden nach. Der ganze Tag war ein Chaos gewesen. Erst seine Zweifel und Ängste, was die Gefühle zu Riley angingen, dann die Sache mit der Bedienung im Café am Hafen und jetzt ... war Rye wieder hier bei ihm. Lysander lehnte sich mit der Stirn an die Fliesen. Er genoss die Nähe des jungen Mannes und so sehr ihn die Zweifel immer noch plagten, tief in seinem Inneren, er konnte Riley nicht aufgeben. Er wollte nicht. Alles in ihm sträubte sich gegen den Gedanken. Nein, er würde seinen alten Ängsten nicht nachgeben. Er wollte Rye und nichts und niemand würde das zerstören.

„Alles okay mit dir?”

Die Stimme des Jüngeren ließ Lysander zusammenzucken. Er öffnete die Augen und stieß sich von der Wand ab, sah Riley an, der schon halb in der Dusche stand.

Der Vampir nickte und zog den jungen Mann an sich. „Ja, alles gut. Ich hab im Moment nur etwas viel um die Ohren und es gibt Sachen ... mit denen ich erst mal für mich allein klar kommen muss.”

Rye schmiegte sich an Lysanders Brust und erwiderte leise: „Und ich bin ein Teil deiner Probleme ... Hab ich recht?”

Der Vampir ließ seine Finger über den Rücken des Jüngeren gleiten, während das Wasser weiter auf sie herunter prasselte, und beugte sich leicht hinunter.

„Nein! Du bist nicht das Problem, mon cher. Ich bin das Problem.”

„Du? Wieso ...?”, setzte Rye an, aber Lysander machte einen halben Schritt rückwärts, legte einen Finger auf die Lippen seines Gegenübers und schüttelte den Kopf: „Nicht jetzt! Bitte! Ich werde es dir erklären ... Versprochen.”

„Gut, ich frag nicht mehr. Ich verlasse mich darauf. Ich möchte es nur verstehen.”

Lysander nickte, nahm das Duschgel von der Ablage und schäumte etwas davon zwischen seinen Handflächen auf. Mit einem Grinsen sagte er: „Dreh dich um, du kleiner Schmutzfink. Ich will dich waschen.”

Leise kichernd folgte Riley dem Wunsch des Vampirs und dieser seifte ihn vorsichtig ein. Lysanders Hände wanderten über die Hämatome, die gut an zwei Stellen auf Ryes Rückens zu sehen waren. Dort wo die rauen, teilweise hervorstehenden, Steine des Brunnens auf dem Marktplatz von Jarlaheim sich in seine Haut gebohrt hatten, als Jeremy ihn verdroschen hatte. Für einen Moment kochte wieder die Wut in dem Blonden hoch, aber er regelte dieses Gefühl augenblicklich wieder hinunter. Dafür war jetzt und hier kein Platz. Lysander knurrte kurz ungehalten und das ließ Rye zusammenzucken.

„Was ... Was ist los?”, fragte er und der Vampir konnte die Unsicherheit in der Stimme des Jüngeren hören. Lysander legte die Arme schützend um Riley und den Kopf auf dessen Schulter.

„Nichts. Ich hab nur deine blauen Flecken gesehen und das macht mich unglaublich wütend”, flüsterte er Rye ins Ohr und küsste dessen Hals, ließ seine Lippen über die Haut wandern.

„Ja, die sind heftig und tun auch noch ziemlich weh. Aber Jeremy wird irgendwann die Quittung dafür bekommen.”

„Das wird er. Ganz sicher”, erwiderte der Vampir leise, „aber jetzt ... Werde ich dich weiter waschen.” Er drehte Riley um und begann, ihm die Brust einzuseifen. Dabei fiel auch hier sein Blick auf die Prellungen, die sich großflächig über den Körper des jungen Mannes ausgebreitet hatten. Lysander konnte sich gut vorstellen, dass diese Stellen richtig wehtun mussten. Vor allem im seitlichen Bereich der Rippen hatte Jeremy ordentlich draufgeschlagen. Dort prangte auf der linken Seite ein besonders großer Bluterguss und als der Vampir vorsichtig über die Stelle strich, zuckte Riley kurz.

„Tut mir leid”, murmelte Lysander und verteilte das Duschgel vorsichtig auf Ryes Bauch.
„Schon gut. Ich werd’s überleben”, erwiderte der Jüngere, lehnte sich mit dem Rücken gegen die Fliesen und biss sich auf die Unterlippe, als Lysanders Finger tiefer wanderten.

Als er mit der Hand zwischen Rileys Beine glitt und anfing sein bestes Stück einzuseifen, keuchte dieser auf.

„Was denn, mein Schatz?” Der Vampir hatte dem Jüngeren die andere Hand in den Rücken gelegt und ihn sanft von der Wand weg zu sich hin gezogen.

„Nichts, alles bestens”, hauchte Rye ihm ins Ohr und fing an, am Hals des Vampirs zu knabbern. Das hatte der Zweiundzwanzigjährige bei seinem verstorbenen Freund oft getan, weil dieser darauf voll abgefahren war und nun wollte Riley wissen, ob das bei Lys auch so war. Jeder Mensch hatte ja andere Vorlieben und da sie sich ja noch nicht so gut kannten, gab es noch einiges auszuprobieren.

Ein leises Knurren an seinem Ohr ließ Rye innehalten: „Soll ich es lassen?”

„Nein! Ich mag das.” Die Stimme Lysanders klang heiser und Riley konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Also tat er, was der Blonde wollte und saugte sich regelrecht an dessen Hals fest, was dem anderen ein Stöhnen entlockte. Im nächsten Moment aber schob er Riley ein Stück von sich. Ein Lächeln umspielte Lysanders Lippen, als er leise sagte: „Du willst mich verrückt machen, hab ich Recht? Sicher, dass du die Konsequenzen tragen kannst?”

„Die da wären ...?”, wieder fiel Riley das unterschwellige, rote Schimmern in den Augen seines Gegenübers auf, als er in diese schaute.

Das Wasser hatte mittlerweile den ganzen Schaum von ihren Körpern gespült und Lysander strich über die Brust des jungen Mannes. „Das kann ich dir gerne zeigen, was passiert, wenn du das Raubtier weckst.”

Riley nickte kaum merklich. „Dann tu das. Du weißt doch, ich bin neugierig.”

Ohne ein weiteres Wort ging Lys langsam vor dem Jüngeren auf die Knie und ließ seine Zunge über dessen Mitte gleiten, saugte sich einen Moment lang an seinem Bauchnabel fest und wanderte dann weiter hinunter. Das Ziehen in Rileys Leistengegend wurde fast unerträglich und er krallte die Finger in Lysanders Haare. Als der endlich seine Lippen auf Ryes Erektion legte, zuckte dieser heftig und stöhnte auf.

„Wer macht jetzt hier wen verrückt?”, presste der junge Mann hervor und als Antwort lachte Lysander leise. Seine Hände wanderten zum Hintern des Jüngern und er grub seine Nägel in dessen Pobacken, was Rye erneut ein Keuchen entlockte und Lys ein Kichern.
Langsam löste er sich von dem Jüngeren und erhob sich wieder.

„Und warum hörst du jetzt auf?”

Der Vampir schmunzelte und hob Ryes Kinn mit einem Finger an: „Weil ich noch mehr mit dir vorhabe und ... weil ich es mag, wenn mein Partner sich nach mir verzehrt und so richtig ungeduldig wird. Das kocht das Blut so schön hoch.”

Damit zog er Riley an sich, legte den Kopf auf dessen Schulter und überlegte einen Augenblick, ob das, was er vorhatte, eine gute Idee war. Dann seufzte er leise, legte die Lippen auf Rileys Schulter und versenkte eine Sekunde später seine Fänge in der Haut. Er spürte, wie der Jüngere zusammenzuckte und sich im nächsten Moment an Lysander drängte. Der Vampir schloss die Augen und genoss, wie das Blut seine Kehle hinunter lief.


Nachdem er sich ein wenig von Ryes Lebenssaft einverleibt hatte, ließ er von ihm ab und flüsterte an seinem Ohr: „Lass uns rüber ins Schlafzimmer gehen. Ich will dich ... Aber nicht hier in der Dusche.”


Riley wachte am nächsten Tag gegen Mittag auf. Er drehte sich auf den Rücken und konnte ein Stöhnen nicht unterdrücken. Ihm tat alles weh. Der Sex der vergangenen Nacht war heftig gewesen, Lysander war sehr heftig gewesen. Aber er hatte nichts getan, was Rye nicht auch gewollt hatte, also konnte – und würde – er sich nicht beschweren.“

Er setzte sich auf und gähnte, als die Zimmertür sich öffnete und Lys den Raum betrat, mit einem Tablett, auf dem sich zwei Tassen mit dampfendem Kaffee, Brötchen, Butter, diverse Wurst- und Käsesorten und Marmelade befanden.

„Frühstück ans Bett? Womit hab ich das denn verdient?”

Lysander stellte das Tablett auf den Nachttisch an Rileys Seite vom Bett und ein Lächeln umspielte seine sinnlichen Lippen. „Einfach, weil du es wert bist.”

Rye strich ihm schmunzelnd durch die Haare. „Ich verschwinde kurz ins Bad. Bin sofort wieder da.” Damit stand Riley auf und musste sich erst einmal am Pfosten des rustikalen Himmelsbetts festhalten.

„Wow, mein Kreislauf war auch schon mal besser. War wohl doch etwas zu viel die letzten Tage. Ich sollte mich vielleicht mehr schonen.”

„Das gibt sich bestimmt wieder, wenn du etwas gegessen hast. Soll ich mitkommen?”, fragte Lysander, vermied dabei aber den Blickkontakt mit dem Jüngeren - Das schlechte Gewissen plagte ihn jetzt doch ein wenig.

„Na, das fehlte noch. Geht schon wieder”, erwiderte Riley lachend und verschwand langsam in Richtung Badezimmer.
Der Vampir ließ sich währenddessen auf das Bett sinken und atmete tief durch. In der Nacht war das Raubtier in ihm doch ziemlich mit ihm durchgegangen. Er hatte Riley mehrfach leicht gebissen und auch mit seinen Fängen angeritzt, um an sein Blut zu kommen, ihn sehr heftig genommen und auch wenn der Jüngere sich nicht ein einziges Mal beschwert hatte, meldete sich jetzt doch Lysanders schlechtes Gewissen, weil er sich so hatte gehen lassen. Gegen Ende der Nacht hatte er Riley dann durch Manipulation seiner Gedanken die Erinnerung an die Übergriffe, um an das Blut des Jüngeren zu kommen, genommen, weil er sich einfach nicht sicher war, ob dieser wirklich schon bereit für die Wahrheit war. Denn so lange der Vampir sich nicht hundertprozentig gewiss sein konnte, dass Rye nicht schreiend die Flucht ergreifen würde, wenn er sein, Lysanders, wahres Wesen sah, konnte er kein Risiko eingehen.


Nach dem Frühstück zogen die beiden sich an und machten sich auf den Weg zum Jorvik Stall. Dort angekommen, parkte Lysander auf dem Hof, zog Riley an sich und sagte: „Ich habe dir ja versprochen, dir ein paar Sachen zu erklären. Eins davon sollst du jetzt wissen. Louis ist unter anderem so zynisch, weil er denkt, ich solle dich vielleicht besser in Ruhe lassen.”

Rye wollte sich von Lysander losmachen und sich aufsetzen, aber dieser hielt ihn mit sanfter Gewalt fest und fuhr fort: „Lass mich ausreden und bleib bitte hier. Also: Diese Meinung hat er nicht, weil er dich nicht mag, sondern weil er dich beschützen will. Er weiß, dass ich von Zweifeln und Ängsten zerfressen bin, was Beziehungen angeht. Ich habe immer Sorge, dass mir das, was mir vor vielen Jahren passiert ist, wieder eintreten könnte. Und Louis möchte halt vermeiden, dass du verletzt wirst, weil ich vielleicht plötzlich sagen könnte: Stopp, mir wird das zu viel! oder: Ich kann das nicht mehr!”

„Okay, das verstehe ich. Mein letzter Freund ist tot, wie du weißt, und ich habe genauso viele Bedenken wie du, vielleicht sogar noch mehr, aber ich bin bereit, dieses Risiko einzugehen.”

„Ich auch, das weiß ich seit letzter Nacht. Ich wollte es dir aber trotzdem erklären, denn ein Rest Zweifel ist noch da und wird wohl auch bleiben”, Lysander beugte sich zu ihm hinunter und küsste ihn sanft, „aber jetzt: Raus mit dir. Schon dich heute mal, damit du wieder ganz fit bist, wenn ihr morgen umzieht. Falls ihr irgendwie Hilfe braucht, dann meld dich. Ansonsten würde ich vielleicht morgen Abend mal kurz vorbeikommen und mir euer neues Domizil ansehen. Natürlich nur, wenn‘s recht ist.”

Riley nickte.

„Natürlich ist es mir recht. Was denkst denn du?”, er öffnete die Beifahrertür und stieg langsam aus, „rufst du mich später an?”

„Das werde ich auf jeden Fall. Und nun: Ab mit dir”, erwiderte der Vampir mit einem Schmunzeln.

Rye nickte und schloss widerwillig die Tür, während Lysander den Q5 startete und mit einem letzten Blick auf den Jüngeren das Gelände des Jorvik Stalls verließ.


Kommentare

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    Grrrr. Lys lässt jetzt schon mehr von seiner animalischen Seite heraus. Ich mag das ja. Und Riley wohl auch. ;-)

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    Heisses Kapitel :3 Nur leider schon wieder zu Ende! Vielleicht lese ich einfach zu schnell und zu viel... *ja genau* Übrigens muss ich an dieser Stelle mal sagen, dass ich mich ob Louis Aussage, Lysander wäre eine verzickte Diva wenn unbefriedigt, erstmal richtig schlapp gelacht habe. Ganz toller Satz! XD Ich freue mich immer auf mehr ;)

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    Mal sehen, was passiert, wenn du das Raubtier weckst. Muharharharhar. ^^ Heißes Kapitel. Die Spannung steigt.

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    Ich denke das einzig passende Wort hier ist "heiß" :D Meine Sympathien wandern langsam zu Louis ab, bekommt er auch jemanden ab? Ich freue mich auf die Fortsetzung und bin sehr gespannt wie Riley die Wahrheit verkraften wird.

beta
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