Zwischen Küssen und Stöhnen

Als Hermine sah, wer dort in der Tür stand, gefror ihr das Blut in den Adern. Sie hätte sich freuen sollen, dass sie vor Malfoy gerettet wurde – aber die Anwesenheit dieses Mannes um diese Uhrzeit mit diesen Worten konnte eigentlich nur eines bedeuten.

„Was machen Sie um diese Zeit hier?", fragte Draco aufgebracht.

„Ich habe Geld investiert und möchte nicht, dass es umsonst war", kam die schlichte Antwort. Hermine erblasste, zeigte diese Aussage doch, dass sie Recht hatte mir ihrer Angst. Auch ihrem ehemaligen Schulkameraden schien nun ein Licht aufzugehen, denn er blickte sich mit fragendem Blick zu der immer noch unter ihm liegenden Hermine um.

„Du stehst also tatsächlich auf ältere Männer?"

„Friss Mist, Malfoy!", zischte sie ihn an, „Und geh von mir runter!"

„Ich kann mich dem nur anschließen, Draco!", sagte Snape süffisant, „Würdest du bitte das Eigentum deines Vaters loslassen, damit sich meineInvestition noch lohnt?"

Unwillig setze Draco Malfoy sich auf und nahm seine Hände von Hermines Körper. Sie hätte Erleichterung gespürt, wenn nicht die Gestalt von Severus Snape als drohender Schatten im Türrahmen gehangen hätte – und wenn seine Absichten sich nicht so deutlich offenbart hätten. Regungslos beobachtete sie, wie der eine Mann sich erhob und an dem anderen vorbei aus der Tür raustrat. Ein kurzer, für sie nicht interpretierbarer Blickwechsel fand zwischen beiden statt, ehe Draco schnaubend das Weite suchte. Erst, als Snape sich ihr näherte, konnte sich Hermine aus ihrer Starre lösen. Schutzsuchend griff sie nach ihrer Decke, zog diese an ihre Brust und blickte abwehrend dem schwarzhaarigen Todesser vor ihr in die Augen.

„Wer hätte gedacht, dass der junge Malfoy sich mal gegen den Willen seines Vaters erhebt, was?", fragte Snape beinah im Plauderton. Nachlässig ließ er seinen Blick durch den winzigen Raum schwenken ehe er sich vor ihr hinkniete und sie eindringlich musterte. Unwillkürlich zog Hermine die Decke noch enger an sich, als könne dieses dünne Stück Stoff sie vor dem Kommenden schützen. Doch der Mann vor ihr zeigte keine Regung mehr. Sein Blick lag auf ihr, bewegte sich nicht von ihrem Gesicht weg, war jedoch gleichzeitig undeutbar. Gerade, als Hermine dachte, Snape habe es sich anders überlegt, packte er sie und zwang sie zurück in ihre vormalige Position.

„Lucius hat dich also offensichtlich über meinen Kauf informiert."

Hermine schüttelte den Kopf. Dass sie verkauft worden war, ja, das wusste sie – aber dass ausgerechnet ihr alter Tränkelehrer der Käufer sein würde! Der Mann, der Ginny versklavt hatte, der mit dem Mord an Dumbledore erst all die schrecklichen Dinge ermöglicht hatte, die in den letzten Wochen geschehen waren – dieser Mann war der letzte, von dem sie erwartet hätte, sich ausgerechnet für sie zu interessieren.

„Dann war es wohl der vielgelobte Verstand, der dir gezwitschert hat, warum ich hier bin, mh?"

Ohne ihre Antwort abzuwarten, riss Snape die Decke weg, griff nach ihrem Nachthemd und zog es ihr grob über den Kopf. Mit einer Panik, die deutlich realer war im Angesicht eines Mannes, dessen Ziel so offensichtlich war, bäumte sich Hermine gegen ihn auf, doch mit eiserner Kraft hielt der schwarz gewandte Mann sie gefangen. Wie zuvor Draco brauchte er lediglich eine Hand, um ihre Arme über ihrem Kopf festzuhalten, und nutze die andere, um die Knöpfe seiner Hose zu öffnen. Verzweifelt trat Hermine um sich, und es gelang ihr für einen kurzen Moment, ihren Angreifer abzulenken.

Der kurze Augenblick reichte ihr, um mit aller Macht ihre Handgelenke zu befreien, Snape einen harten Stoß gegen die Schulter zu versetzen, um ihn ohne Rücksicht von sich zu schieben. Gerade wollte sie sich von der Matratze rollen, da hatte er sich bereits wieder gefangen und nach ihrer Haarmähne gegriffen.

„Du warst schon immer wilder, als einem lieb sein kann, Granger!", hauchte er leise in ihr Ohr, während er sie mit Gewalt zu sich zurück zog. Wimmernd vor Schmerz ließ Hermine von ihrer Flucht ab und musste hilflos zulassen, wie Snape sie rückwärts an seine Brust zog.

„Aber ich gebe zu – ein schöner Hintern hat auch etwas, den spürt Mann gerne an sich!", fügte er an, ohne den Griff in ihren Haaren zu lockern. Seine andere Hand fand derweil ihren Weg um Hermine herum und packte fest nach ihrer Brust. Das leise Atmen des Todessers hinter hier, der beinahe nicht aushaltbare Schmerz des übermäßigen Zugs an ihren Haaren, die kalte Hand, die ihre Brust knetete, und besonders der harte Schwanz, der sich an ihre Hüfte presste, ließ sie aufstöhnen. Als wäre ihr Stöhnen ein Zeichen gewesen, zog Snape ihren Kopf ein Stück weiter zur Seite, um ihren schmalen Hals zu entblößen. Heiße Lippen pressten sich auf ihren Nacken, Zähne bissen schmerzhaft in ihren Hals und die zweite Hand wanderte zwischen ihre Schenkel.

Abermals an diesem Abend wurden ihre Beine auseinander geschoben und diesmal fehlte ihr die Kraft, sich zu widersetzen. Kniend, nur durch den festen Griff in ihren Haaren aufrecht gehalten, die Arme hilflos von sich gestreckt, konnte Hermine sich nicht wehren, als Snape begann, erst einen, dann zwei Finger in sie zu schieben und tief einzudringen. Mit jedem Stoß schien er ihr die Luft aus der Lunge zu pressen, entwich ihr ein Keuchen.

„Du gibst heiße Geräusche von dir, Granger. Macht dich das hier an?"

„Bitte", flehte sie in einem letzten Versuch, „bitte tut das nicht … bitte!"

Doch der ältere Mann zeigte sich ungerührt. Er löste den Griff aus ihren Haaren, stieß sie vorwärts auf die Matratze und packte dann mit beiden Händen ihre Hüfte. Hermine vergrub ihr Gesicht in dem harten Stoff, während sie spürte, wie Snape hinter ihr seine Hose beiseiteschob und seinen nun nackten Schwanz an ihren Backen rieb. Haltsuchend griff sie nach der achtlos weggeworfenen Decke.

Kurz war ihr, als zögere Snape, doch die kurz aufflackernde Hoffnung erstarb sofort. Mit Macht stieß er in sie, gab ihr keine Zeit, sich zu entspannend, sich von dem Schock und dem Schmerz zu erholen. Alle Gedanken verschwanden aus Hermines Kopf, nur noch der unendlich Schmerz in ihrem Unterleib und zwischen ihren Beinen dominierte ihre Welt.

Hinter ihr hielt Snape eisern ihre Hüften fest, zog mit jedem Stoß ihren Hintern an sich heran. Das schmerzverzerrte Keuchen, das Hermine mit jedem Stoß von sich gab, wurde gespiegelt von seinem tiefen, erregten Stöhnen. Wieder und wieder stieß er in sie, hielt nur inne, um sie umzudrehen und über sie gebeugt erneut seinen Rhythmus aufzunehmen.

Ihre Hände krallten sich jetzt in die Seiten der Matratze, doch ihren Blick konnte sie nicht von Snapes Gesicht lösen. Er starrte sie an, ungeniert, undurchdringlich, mit derselben eisernen Maske wie immer. Nur der Schweiß, der sich überall auf seinem Körper bildete, und das lustverschleierte Stöhnen zeugten von dem Verbrechen, das er gerade beging. Hermine wollte den Kopf zur Seite drehen, um seinem Blick auszuweichen, doch sofort war eine Hand da, packte ihr Kinn und drehte sie gewaltsam zurück. Sie spürte, wie seine Bewegungen schneller wurden, sein Stöhnen kam abgehakter, die Augen fielen zu.
Es ist gleich vorbei, dachte sie bei sich, nur noch einen kurzen Moment, dann..

„Hermine …", entfuhr es da Snape. Als wäre er selbst schockiert über den Laut, den er von sich gegeben hatte, hielt er inne, öffnete die Augen und schaute sie erneut direkt an. Entkräftet erwiderte sie den Blick.

Und plötzlich waren seine Lippen auf ihren. Mit einer Leidenschaft, die sie sich nicht erklären konnte, küsste Severus Snape Hermine, und nahm gleichzeitig seinen Rhythmus wieder auf. Seine Hand, die zuvor ihre Hüfte gehalten hatte, suchte ihre Brust, knetete sie, während die andere abermals in ihr Haar griff und sie näher zu sich zog.

Zwischen Küssen und Stöhnen wurden seine Bewegungen plötzlich unkontrolliert – und dann spürte Hermine, wie er sich kurz verkrampfte, ehe er vollkommen erschöpft über ihr zusammen sank, schwer atmend und mit geschlossenen Augen. Doch schnell spürte Hermine, wie die Kraft in Snape zurückkehrte und er sich von ihr rollte. Unfähig, sich selbst irgendwie zu bewegen, sah sie ihm dabei zu, wie er seine Hose wieder richtete, ihr noch einen letzten, kurzen Blick zuwarf und dann das Kabuff verließ.

Sie konnte nicht einmal heulen. Hermine lag einfach nur da und starrte die Decke über sich an. Er hatte es wirklich getan. Die Schwärze um sie herum kam ihr plötzlich unheimlich bedrückend vor, sie wollte nicht mehr dort liegen, alleine, nackt, in der Dunkelheit. Doch noch immer weigerte ihr Körper sich, auch nur einen Muskel zu bewegen. Selbst, als ein Geräusch von außen an sie drang, blieb sie reglos.

Ohne Vorwarnung wurde es hell in ihrem Raum. Blinzelnd drehte sie den Kopf, um den Eindringling auszumachen. Es war Lucius Malfoy, der vor ihr stand und ihren nackten Körper musterte.

„In dem Zustand kannst du morgen kein Frühstück servieren, Granger!", sagte er, „Komm mit, du nimmst jetzt sofort eine Dusche!"

Unter Aufbietung all ihrer Willenskraft folgte Hermine dem Hausherrn zu einem Gäste-WC einige Türen weiter, in dem sich auch eine kleine Dusche befand.

„Du hast fünf Minuten Zeit, das Blut und den anderen Dreck abzuwaschen!", befahl er mit knappen Worten. Zu müde, um dem Geschehen irgendeine Bedeutung beizumessen, befolgte sie seine Anweisungen. Kaum war sie fertig und stieg tropfend aus der Duschkabine, da reichte Lucius Malfoy ihr einen Trank.

„Hier, ich hab keine Lust, in neun Monaten kleine Schlammblut-Kinder hier rumwuseln zu sehen. Trink das!"

Auch diesem Befehl folgte sie widerspruchslos, um anschließend ohne ein weiteres Wort in ihr Kabuff zurückzukehren und in einen tiefen, traumlosen Schlaf zu sinken.

oOoOoOo

Er hatte ihr was in den Verhütungstrank getan, da war sich Hermine sicher. Anders konnte sie sich nicht erklären, wie sie nach den Ereignissen der vergangenen Nacht so schnell hatte einschlafen können. Sie wusste, sie sollte dankbar sein für die Ruhe, die sie bekommen hatte, dennoch nagte es an ihr, dass Lucius Malfoy so vorbereitet war. Hatte er vor, sie künftig häufiger für solche Dienste zu nutzen und damit Geld zu verdienen? Doch sie zwang sich, nicht darüber nachzudenken. Sie würde einfach gar nicht an die vergangene Nacht denken, sie würde so gut es ging vergessen, was geschehen war, einfach so tun, als wäre es nie passiert.

Mit diesem festen Vorsatz im Kopf betrat Hermine den Speisesaal, in welchem in den nächsten Minuten die Familie zum Frühstück erscheinen würde. Doch zu ihrem Entsetzen war der Raum nicht leer: Severus Snape saß auf einem der hohen Stühle, las im aktuellen Tagespropheten und trank bereits seine erste Tasse Kaffee. Als er ihre Anwesenheit bemerkte, schaute er kurz zu ihr auf und nickte ihr zu.

„Steh da nicht wie angewurzelt rum, komm her und setz dich zu mir!", forderte er sie auf. Unbehagen stieg in Hermine auf. Sie wollte sich diesem Mann nicht nähern, sie wollte sich nicht neben ihn setzen, mit ihm reden oder auch nur an ihn denken. Snape bemerkte ihr Zögern und legte seufzend die Zeitung aus der Hand. Kurz schien er nachzudenken, dann stand er auf und begab sich selbst zu ihr. Unwillkürlich wich sie zurück, doch hinter ihr war nur die Wand. Er stützte eine Hand neben ihr an der Wand ab und beugte sich langsam zu ihr herunter.

„Die heutige Nacht war für dich nicht sehr schön", fing er leise an, doch ehe er fortfahren konnte, öffnete sich die Tür am anderen Ende des Saals und Lucius Malfoy samt Familie trat ein.

„Ahh, guten Morgen, Severus!", begrüßte dieser seinen Gast gut gelaunt, „Ich sehe, du hast unser Angebot angenommen und bist über Nacht geblieben. Konntest du gut schlafen?"

Schnell richtete sich Snape wieder auf und drehte sich zu seinem Gastgeber um. Mit einem Seitenblick auf Hermine erwiderte er: „Ja, natürlich – wer könnte in diesem Haus nicht gut schlafen?"

Die belanglose Plauderei, die sich an diese Begrüßung anschloss, konnte Hermine nicht darüber hinwegtäuschen, dass jeder einzelne Mensch in diesem Raum sie während des Frühstücks immer wieder heimlich oder offen musterte. Sie spürte die Blicke, die auf ihr ruhten, mal kalt, mal kalkulierend, mal tatsächlich gemischt mit Hass. Sie wollte weglaufen, sich irgendwo verkriechen und nicht mehr den offenen Verachtung ausgesetzt sein. Ihr war bewusst, dass jeder im Raum wusste, warum Severus Snape spät nachts noch einmal nach Malfoy Manor gekommen war, und das verursachte ihr Übelkeit.

Insbesondere das kalte Starren von Draco Malfoy bereitete ihr zudem auch Angst.

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