Eduard Kavcec

14:00 Uhr. Viktor alias Eduard Kavcec hatte gerade vorzüglich gespeist. Er würde heute Abend seine neuen Papiere erhalten und einen Wagen. Robert Meister hatte ihn angerufen. Er war ursprünglich der Mittelsmann gewesen, der sich als angeblicher Pharmareferent, das Vertrauen der Bückers erschleichen sollte, um an die Lobby den Fortgang der Forschungen zu berichten. Dann hat sich der Idiot in die rote Schlampe verliebt und kalte Füsse bekommen. Anfangs war es Viktor egal gewesen. Er hatte nur für den Alten einen Mordauftrag erhalten, also hatte er nur den Alten getötet. Aber nachdem die Tochter es nicht lassen konnte, Nachforschungen anzustellen, sogar vor Ort am Motodromo Brno, hatte auch sie ihr Leben verwirkt. Dass die Schlampe ausgerechnet zu dem Erfinder flüchtete war Viktor nur Recht gewesen. Er hätte das Arschloch damals gleich kaltmachen sollen, wie es der Auftraggeber ursprünglich wollte. Zurückrufen ist nicht! Nun war dieser Meister wieder angekrochen, er solle die Ärztin verschonen, sie stelle keine Gefahr dar, er würde sie zur Vernunft bringen. "Das ich nicht lache!" dachte Viktor. Im Gegensatz zu Robert Meister hatte die Schlampe wirklich Grips und wohl auch Mut. Er würde drüber nachdenken, ob er sie nicht noch ein wenig missbrauchen sollte, bevor er sie töten würde. Und den Erfinder dabei zusehen lassen. Doch, das hatte was. Er leerte sein Glas. Budweiser, wenn man schon hier ist... Essen und Trinken, davon verstehen die was, die Tschechen; dachte er. Aber heute Nacht ging es wieder zurück, zumindest bis Salzburg. Viktor hatte in einem Salzburger Hotel ein Zimmer reserviert und Robert Meister für morgen 10:00 Uhr zu einem Gespräch eingeladen. Es würde sein letztes sein...


Schon wieder essen. Ich hatte aber auch Appetit. Selina hatte mich mittags endlich mit den Krücken die Couch erobern lassen. "Ich helfe dir nicht Michael! Nur damit du siehst, wie unbeholfen du noch bist, Liebling. Heilung ist nicht sowas technisches, das man übers Knie brechen kann! Da kannst du ein noch so brillanter Erfinder sein, da braucht man eben Geduld und wenigstens ein Bisschen Disziplin! Dein Körper braucht Zeit!" - "Zeit die wir nicht haben, Kleines!" - "Ich weiß, Schatz! Wir hatten die Diskussion schon mal! Wer ist deine behandelnde Ärztin?" Ich warf ihr einen resignierten Blick zu. "Na also, mein Dummerchen!" Die letzten Worte hatte sie nur gemurmelt und mir den Mund mit Ihren Lippen verschlossen. Sie wusste, dass sie nur so das letzte Wort haben konnte... "Dabei bist du so klug. Und was dir für Ines eingefallen ist, ist wirklich brilliant! Und großzügig! Ich hatte diese Gefahr total übersehn. Dabei würde ich mir nie verzeihen, wenn sie wegen mir... ich darf gar nicht daran denken. Aber die Kosten kann ich auch übernehmen Michael." - "Vergiss es!" Ich winkte ab. "Geld ist nicht unser Problem, Liebes. Davon haben wir, glaub ich, beide genug. Ich zermartere mir das Hirn, wie es weitergehen soll. Wir wissen nicht wann und wo Viktor zuschlagen will, aber wir müssen zum Schutz der Klinik und deren Patienten unbedingt weg von hier. Wir brauchen auf jeden Fall ein Auto mit Automatic." - "Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich dich fahren lasse, in deinem Zustand!" _ "Natürlich fährst du, Selina! Aber für den Fall, dass ich aus irgendeinem Grund auch mal fahren können sollte, ware es von Vorteil." - "Du bist wie immer schon wieder einen Schritt voraus. Wir werden mit Papa's Range Rover abhauen, der hat ne tolle Automatic. Aber erst, wenn ich das sage!" - " Ja Liebling, ich hab schon lang aufgegeben. Göttinen sind eben unbesiegbar." - "Du sagst es! Man erkämpft sich auch nur sehr schwer ihre Liebe, aber das hast du mit Links geschafft, mein Held...!"



Kommentare

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    braver Mann, hör auf dein Frauchen!

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    Arghhhh.....ich hasse Viktor sooooo sehr.....

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    Die Spannung steigt wieder, bin gespannt auf mehr!

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