1. Kapitel

1.Kapitel


Vögel zwitschern.

Die ersten Sonnenstrahlen scheinen über die Baumkronen und tauchen das Königreich des Lichtes ,,Liwanag" genannt, in ein warmes Licht.

Mit dem Licht erwachen nun auch die Bewohner.

Langsam beginnt geschäftliches Treiben auf den Straßen und die Ersten wünschen sich freundlich einen wunderschönen Morgen.

Eine Frau mittleren Alters baut ihren Obsttand am Marktplatz auf, ihr Name ist Marget.

Eine junge Frau namens Sophie kommt hinzu, eine Stammkundin von Marget, früh wie eh und je.

-

Marget: ,,Einen wunderschönen Morgen wünsche ich! Tolles

Wetter, nicht wahr?"


Sophie: (strahlend),, Ihnen auch einen wunderschönen Morgen, liebe Marget.

Besser könnte das Wetter nicht sein. Nicht zu warm, nicht zu kalt.

Einfach herrvoragend um auf dem Marktplatz zu gehen.

Haben sie wieder ihre neue Apfelsorte dabei?"


Marget: (lacht) ,, Wie ich sehe, sind sie munter wie immer. Sicher habe ich die neuen Äpfel dabei, wie viele dürfens denn sein?"


Sophie: ,, Um die 1o sollten reichen. Obwohl, lieber nehme ich 12. Sie sind so köstlich, dass selbst die Kinder welche anstelle von Bonbons nehmen."


Marget: ,, Schön zuhören, dass ihre Kleinen sie auch mögen.

Aber haben sie schon gehört? Prinzessin Enya wird heute ihr Debüt geben! Ist das zu glauben? Bald ist schon die Jüngste des königlichen Hauses volljährig. (seufzt) Hoffentlich kehrt dann auch bald wieder Ruhe ein."


Sophie: ,, Ich weiß wo von sie reden gute Marget. Nicht nur, davon, dass die Zeit wie im Fluge vorbeiweht, sondern auch, dass immer mehr Schattenkreaturen auftauchen. Ich bange stärker denn je um das Leben meines Mannes. Was, wenn er nun angegriffen und tödlich verletzt wird?

Ich mag es mir gar nicht ausmalen, schon beim bloßen Gedanken wird mir schwindelig."


Marget: (ernst) ,, Denken sie auch lieber gar nicht dran. Hoffen wir weiterhin auf das Können unserer Männer und auf den Schutz der Schatten-Garde."

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Ein älterer gut bekleideter Mann taucht auf und beäugt die beiden Damen.

Sein Name ist Richard, er ist ein Adeliger.

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Richard:,, Was höre ich da, meine Damen? Auf die Schatten-Garde "hoffen"?

Solch ein Unsinn direkt am Morgen hören zu müssen ist äußerst betrüblich."


Marget: (wirft ihm kurz einen genervten Blick zu und wendet sich lieber wieder ihren Äpfeln zu)

,,Morgen Richard. Was wir reden, ist unsere Sache, nicht die Ihre.

Zumal, was führt sie überhaupt hierher in so früher Stunde?"


Sophie: ,,Genau, sie müssten doch jetzt noch im Morgenmantel ihren Indischen Chai-Tee trinken und dabei ihr Brot, dass nur so von Marmelade trieft, genießen." (sieht in missbilligend von der Seite an)


Richard: ,,Ach wie gern würde ich dies doch gerade tun. Aber nein die Pflicht ruft, meine Damen! Haben sie es denn noch nicht mitgekriegt? Ihre Hoheit Prinzessin Enya gibt heute ihr Debüt und wird auch bald volljährig . So ist es auch meine Pflicht für die Sicherheit zu sorgen und zu schauen, ob auf dem Marktplatz alles im Lichte zu geht. Wenn sie also mich nun entschuldigen würden? (deutet eine Verbeugung an und geht davon)


Sophie: (äfft) ,, "Die Pflicht ruft". Pffft, die Pflicht ruft. Das ausgerechnet so einer eine höhere Position genießt."


Marget: (seufzt) ,, Seien wir froh und dankbar, dass nicht alle Adeligen so sind. Immer mehr von ihnen erkennen die Schatten-Garde mittlerweile an. Meiner Meinung nach ist das auch gut so. Ich fühle mich schon viel sicherer, wenn ich sehe, dass ein Schatten es mit fünf Kreaturen zugleich aufnimmt."


Sophie: ,, Und unsere Soldaten kämpfen schon zu zweit gegen eine Schattenkreatur um ihr Leben. (schüttelt den Kopf)

Nein, nein, was müssen die aus der Schatten-Garde wohlmöglich hart trainieren. Ach da fällt mir ein. Sie müssen wissen, mein Mann erzählte mir, dass die Truppen vor einigen Tagen ein neues Mitglied bei der Schatten-Garde erspäht haben.

Er soll nicht sonderlich groß sein, im Gegensatz zu den anderen sogar etwas schmächtig wirken. Aber flink, flinker als ein Wiesel soll dieser sein. Mein Mann hat mit eigenen Augen gesehen, wie der Neue blitzschnell auftauchte und mit einem Satz auf einem hohen Ast sprang um dann urplötzlich in den Blättern zu verschwinden. In dem Moment, wo er ihn bemerkte, soll er auch schon wieder verschwunden sein. Und auffällig sollen seine Augen sein. Grün, so grün und funkelnd wie der schönste Jade, wie sie ihn noch nie sahen."


Marget: ,,Ein Neuer? Ein Generationwechsel vielleicht?"


Sophie: ,,Wohlkaum. Muerto ist vielleicht ende 30. Ich glaube kaum, dass sie den General schon so früh austauschen. Mein Mann meint, er soll Verstärkung sein."


Marget: ,,Gut möglich. So oft, wie die Schatten-Garde mitllerweile kämpfen muss, ist es durchaus denkbar."

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Mehr Bewohner tauchen auf und der Marktplatz füllt sich immer mehr.

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Marget: (reicht Sophie die Äpfel) ,, Nun genug von der Schatten-Garde für heute. Das Geschäft ruft. Sie können ja morgen nochmal vorbeikommen."


Sophie: (grinst, nimmt die Äpfel entgegen und gibt Marget Münzen für 12 Äpfel) ,, Wo sie recht haben. Wer weiß, vielleicht sind morgen auch schon fast alle Äpfel weg und die Kleinen drängen nach mehr. Also bis morgen Marget, vielleicht sehen wir uns auf dem Fest noch!"


Marget: ,, Gut möglich Sophie. Und guten Appetit, lassen sie sich die 14 Äpfel schmecken." (zwinkert)


Sophie: (strahlt) ,, Ach Marget sie sind ein Engel." (geht und winkt zum Abschied)

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