17. Eine Falle

Seit Magnus Las Vegas verlassen hatte, waren ungefähr zwei Monate vergangen.
Er saß gerade im Wohnzimmer, als Ivana hereinkam und ihm einen Begrüßungskuss gab. Magnus erwiderte ihren Kuss und meinte dann: „Geh du allein zu der Party heute. Ich hab keinen Bock."
Ivana war schon enttäuscht, dass Magnus nicht mitkommen wollte. „Willst du es dir nicht nochmal überlegen?", versuchte sie es.
Er grinste: „Du amüsierst dich doch auch gut ohne mich."

Als seine Gefährtin gegangen war, verbrachte Magnus einige Zeit am Computer und surfte durch das Lamia Net zu dem nur Unsterbliche Zugang hatten. Zirka eine halbe Stunde später, registrierte er erst, dass jemand auf seine Mailbox gesprochen hatte und drückte auf „abfragen". Der Anruf war tagsüber gekommen und wie sich herausstellte war es die Stimme seines Beobachters Brown. Er warnte vor dieser Party in der Fabrikhalle. Die Protectori hätten den Verdacht, dass es eine Falle der Jäger wäre.
Magnus durchfuhr es siedend heiß: Ivana!
Sofort huschte er zu seinem Kleiderschrank, zog seine Motorradkluft an, setzte den Helm auf, um sich komplett vor UV-Strahlung zu schützen, und flog los. Ivana durfte dort nicht bleiben. Nicht auszudenken, wenn sie vernichtet werden würde. Hoffentlich war es noch nicht zu spät.
Magnus strebte so schnell er konnte zu der Fabrik. Zum Glück hatte Ivana den Flyer daheim liegen lassen, wo ein kleiner Lageplan darauf gedruckt war.

Nach einigen Minuten erreichte Magnus bereits das Gelände, erkannte mehrere schwarze Lieferwagen im Hof parken und hörte die flüsternden Stimmen der Menschen. Aus ihren Gedanken erfuhr er, was sie vorhatten. Ivana musste dort sofort weg. Die Jäger hatten die Wände der Halle mit UV-Lampen versehen, die unter milchigen Kacheln verborgen lagen. Er versuchte mit seiner Gefährtin in Verbindung zu treten: 'Ivana, hörst du mich? Du musst da sofort raus. Das ist eine Falle der Jäger. Sie wollen euch mit UV-Lampen vernichten. Warne die anderen.'
Erschrocken zuckte Ivana zusammen, als sie Magnus' Gedanken empfing. Was machte er hier? Er hatte doch nicht mit auf die Party gewollt. 'Was ist los, Liebling? Menschen?' Sie hatte gar nicht richtig begriffen, was er gesagt hatte. Aber mit einem unguten Gefühl sah sie sich um und wartete ab.
Die Menschen verriegelten derweil die schwere Automatik-Tür am Eingang der Halle und prüften ihre Ausrüstung ein letztes Mal. Der Chef der Gruppe gab nun das Startsignal und sie näherten sich dem Gebäude. Durch einen Hintereingang würden sie eindringen und dann die UV-Lampen aktivieren. Schließlich wollten sie möglichst viele Vampire vernichten.
Magnus beobachtete die Jäger aus der Luft: 'Ivana, beeil dich. Sie haben das Eingangstor verriegelt. Das alles ist eine Falle der Sterblichen. Oben an der Halle gibt es Oberlichter. Da könnt ihr entkommen.' Fieberhaft überlegte er, wie er seinen Artgenossen helfen könnte und schlich den Sterblichen hinterher. Allmählich gärte die Wut in ihm. Immer mussten die Menschen ihnen nachstellen. Nirgends waren sie mehr sicher. Nur in der Wildnis. Magnus nahm seinen Helm ab und packte blitzschnell einen der Männer. Herzhaft biss er ihm in die Kehle und saugte das Blut ein. Er würde so viele töten, wie er konnte.
Die Sterblichen bemerkten schnell, dass sie nicht mehr allein vor der Halle waren und es richteten sich mehrere UV-Lampen auf Magnus. Damit hatte er gerechnet und hielt den Toten als Schutzschild vor sich. Das dicke Leder der Motorradkluft schützte ihn einigermaßen vor der Strahlung. Er konnte erkennen, dass die ersten Sterblichen an der Tür waren: 'Ivana, sucht euch einen Platz, wo keine milchigen Kacheln sind. Ich versuche an der Hintertür einige aufzuhalten.' Dann warf er knurrend die Leiche auf einige Männer, setzte den Helm wieder auf und sprang auf die verwirrten Sterblichen, die ihn mit ihren Lampen in Schach halten wollten. Zwei von ihnen packte er an den Jacken und schleuderte sie gegen eine Betonwand. Die nächsten schlug er so heftig nieder, dass ihnen die Hälse brachen. Einer der Jäger am Eingang schrie: „Verdammt, haltet ihn irgendwie auf." Doch wie hielt man ein Wesen auf, das sich wie ein Pfeil durch die Luft bewegte und zuschlug wie ein Presslufthammer. Magnus gewann langsam Gefallen daran, aus diesen Leibern Kleinholz zu machen. Er ließ seinem Zorn freien Lauf.
Ivana hörte den Tumult an der Hintertür. War das Magnus, der da kämpfte? Hektisch sah sie sich nach einem Platz um, an dem keine Kacheln an den Wänden waren. Nur in den Ecken waren jeweils kleine Lücken zu sehen, aber die würden nie für sie ausreichen. Die Menschen waren ziemlich perfekt vorgegangen. Trotzdem stellte sie sich in eine der Ecken und presste sich so weit wie möglich in die Lücke.
Der Anführer der Jäger betätigte den Schalter für die installierten UV-Leuchten an Boden, Wänden und der Decke der Halle, solange Magnus unter seinen Männern wütete. Sekundenbruchteile später flammten die UV-Leuchten auf. Ivana schrie auf vor Schmerz, als ihre freiliegende Haut zu verschmoren begann.
Nachdem er wieder einen Sterblichen getötet hatte, sah Magnus die Jäger durch die Tür ins Innere stürmen. Er musste da rein und Ivana rausholen, auch wenn die Strahlung, trotz des Anzugs, mit der Zeit die Haut ansengen würde. Er war alt. Arg schlimm würde es nicht werden. Er musste sie nur schnell finden: 'Ivana, wo bist du genau? Ich komm rein und hol dich.'
Viele Unsterbliche krümmten sich vor Schmerz am Boden, als die Jäger herein kamen. Sie richteten die UV-Strahler auf die wehrlosen Vampire, um sie noch schneller zu vernichten. Ivana versuchte ihre Augen mit der Hand abzuschirmen und sich dabei so gut es ging, zu orientieren. 'Ich weiß nicht ... Ich glaube links von der Hintertür. In einer Ecke', antwortete sie ihrem Gefährten.
Magnus trat durch die Tür und sah sich suchend nach seiner Gefährtin um. Er konzentrierte sich auf ihre Schwingungen. Durch das dunkle Visier des Helms, konnte er die Augen in diesem Licht offen halten. Als er seine Liebste entdeckt hatte, sprang er blitzschnell zu ihr und zog sie mit sich. Sie schrie auf vor Schmerz, als sie nun das UV-Licht mit voller Wucht traf, aber Magnus war schnell mit ihr draußen. Sicherheitshalber schoss er gleich mit ihr in den Himmel hinauf. Dann konnten die Menschen sie nicht mehr erreichen.
Ivana war so froh, endlich aus dieser Hölle raus zu sein. Zurück in ihrem Garten, ließ sie sich einfach ins Gras sinken. Ihre Haut brannte noch immer wie Feuer. Dann sah sie dankbar ihren Gefährten an. Magnus nahm jetzt den Helm ab: „Zum Glück bist du in Sicherheit, Liebling. Ich hatte solche Angst um dich." Er legte behutsam die Arme um seine Gefährtin.
„Du warst wirklich meine Rettung!", sagte Ivana und musste plötzlich weinen. Da drinnen hatte sie ihre Angst und Panik gar nicht so bemerkt, aber es war so knapp gewesen, dass sie entkommen waren. Magnus berichtete: „Ungefähr eine halbe Stunde nachdem du das Haus verlassen hattest, erhielt ich eine Warnung der Protectori."
Ivana überrascht: "Wirklich? Sie scheinen auch alles zu wissen."
Magnus senkte den Kopf: "Leider hatte ich die Nachricht auf der Mailbox zu spät bemerkt. Wenigstens konnte ich dich retten."
Ivana hatte Durst und witterte in die Luft: „In der Nähe sind Menschen."
Von ihrem Instinkt getrieben, stieg sie trotz Schmerzen und ihren Verletzungen, empor und verfolgte gierig die gewitterte Fährte. Die Gier nahm sie ganz gefangen.
Bald hatte sie die Blutquelle erreicht. Eine Gruppe von drei Männern stand an einer Straßenecke und unterhielt sich. Ivana pirschte sich langsam an. Wachsam sah sie sich um, aber zum Glück war es um diese Zeit leer in dieser Gegend. Sie fixierte die Menschen und ging einfach zielstrebig auf sie zu.
Als einer der drei die Fremde bemerkte, fragte er: "Was will die hier?" Die anderen beiden sahen in dieselbe Richtung. Dass Ivana so unbeirrt auf sie zukam, versetzte die Männer in Alarmbereitschaft.
Als die Unsterbliche dann die Zähne bleckte, begriffen sie, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zuging. „Was ist mit der los?"
Mit einem Satz sprang die Unsterbliche vor und packte einen von ihnen. Die  beiden anderen sahen, wie die Fremde in den Hals ihres Kumpels biss und flüchteten daraufhin panisch: "Verdammte Scheiße! Nichts wie weg hier."

Magnus war seiner Gefährtin gefolgt und war beruhigt, als er sie mit den Sterblichen entdeckte. Er hatte sich sprungbereit hinter Ivana gehalten und folgte nun den beiden Flüchtenden. Er sprang den ersten an und schlug ihn bewusstlos; nur Augenblicke später hatte er seine Zähne in den Hals des Nächsten gebohrt und trank gierig sein Blut.
Als Magnus sich gestärkt hatte, streckte er sich zuerst vor Wohlbehagen, sah sich nach Ivana um, die noch in ihrem Mahl vertieft war.
„Geht's wieder besser?", fragte er als sie schließlich von dem Opfer abließ.
„Ja, zum Glück. Aber nicht viel. Das Brennen kommt schon wieder."
Der Ältere seufzte: „Das kenne ich nur zu gut. Lass uns heim."
Magnus machte seinem Ärger über die Jäger, bei Luft: „Jetzt geht es hier auch schon so los, wie in Vegas. Können wir gar nicht mehr ungestört existieren?"
Ivana betrachtete verärgert ihre Verbrennungen: „Ja, ich habe wirklich genug von diesen Verletzungen und den Nachstellungen durch die Jäger. Können wir nirgends mehr in Frieden leben?"
Ihr Gefährte überlegte: „Ich weiß es nicht. Meinst du in Europa ist es noch besser?"
Das wusste Ivana auch nicht. Jetzt waren sie erst hierher nach San Francisco gezogen und mussten vielleicht abermals ihre Bleibe wechseln. Das passte ihr ganz und gar nicht, aber falls es nötig werden sollte, würden sie es tun.
Sie beratschlagten, wo sie dann überhaupt leben wollten. Magnus mochte nicht nach Russland, Ivana nicht nach Schottland, weil es ihr dort zu einsam war. In Paris lebte Elisabeth, Ivanas Schöpferin, und in Rom hatte Ivana ebenfalls Bekannte.
Bei Rom wurde Magnus hellhörig. Ihm hatte sein Leben im vorigen Jahrhundert in Florenz sehr gefallen und er mochte Italien. Die Sprache konnte er fließend und ihm gefielen die vielen historischen Bauten, die es in den alten italienischen Städten immer gab. Ivana versprach sich bei dem befreundeten Paar Valentina und Dario zu erkundigen, wie die Lage in Rom derzeit war. Eigentlich waren sie hauptsächlich mit Elisabeth befreundet und Ivana kannte sie nur flüchtig.


In der nächsten Zeit bereiteten Magnus und Ivana nun ihren Umzug nach Rom vor. Antonio, als Herrscher von San Francisco, sollte ihren Bungalow ab und zu im Auge behalten. Valentina hatte ihnen drei Wohnungsvorschläge im Zentrum von Rom per Mail zukommen lassen, die sie dann Vorort besichtigen würden. Leider waren die Preise sehr gesalzen. Ansonsten schien es in der italienischen Hauptstadt für Unsterbliche sehr ruhig zuzugehen, so wie Valentina es schilderte. Sie selbst lebte mit Dario schon einige Jahrhunderte dort. Das machte Magnus und Ivana Hoffnung endlich ein ruhiges Dasein führen zu können. Sie freuten sich beide sehr auf diese neue Existenz in der ewigen Stadt.
Nach einigen Wochen war es endlich soweit. Ivanas Haut war vollständig verheilt und die Beiden liehen sich Antonios Flugzeug aus, um in die italienische Hauptstadt zu gelangen. Nachdem Magnus und Ivana ihr Gepäck in Empfang genommen hatten, verließen sie zügig das Flughafengebäude. Magnus spürte sofort die wärmere Luft ihm entgegenschlagen, als sie aus den stark klimatisierten Räumen traten. Praktischerweise stiegen in ein Taxi, so dass sie gleich zur richtigen Adresse gebracht wurden.
„Via Claudia 47, per favore", gab Ivana ihr Fahrziel an.
Auf der Fahrt sah Magnus aus dem Fenster und entdeckte ständig Neues, das ihn begeisterte. Dass das Haus von Ivanas Freunde nur wenige Minuten vom Kolosseum entfernt war, brachte seine Gefährtin vollends ins Staunen: „Das ist einfach unglaublich hier! Die wohnen ja mitten im Herzen der Stadt. Das war mir so gar nicht bewusst!"

Valentina öffnete die Tür. „Beveneto, willkommen in Rom, schön, dass ihr da seid! Hattet ihr einen guten Flug?" Sie umarmte zuerst Ivana, musterte dann beeindruckt Magnus und stellte sich ihm vor. Währenddessen war Valentinas Gefährte ebenfalls an die Tür getreten. „Salve Ivana, ich bin Dario. Schön, dich endlich kennenzulernen. Valentina hat viel von dir erzählt in den letzten Nächten." Ivana lächelte.
„Das kann ich mir vorstellen. Ich freue mich, endlich ihren Gefährten kennenzulernen. Schade, dass du damals keine Zeit hattest, mit nach Mailand zu kommen", entgegnete sie und fand, dass er wirklich gut aussah.
Während Magnus der Gastgeberin die Hand gab, bemerkte er Ivanas begehrliche Blicke auf Dario und er musste leicht schmunzeln. Hatte sie wieder ein vermeintliches Opfer fürs Bett gefunden.
Ihre beiden dunkelhaarigen Gastgeber waren schon älter. Magnus schätzte die Beiden zwischen 500 und 600 Jahren.
„Kommt herein", bat Valentina. „Ich zeige euch unser Gästezimmer."
Sie ging voraus einen Stock höher.
Magnus betrachtete währenddessen die Einrichtung des Hauses. Die beiden hatten Möbelstücke aus ganz verschiedenen Epochen sehr passend und geschmackvoll kombiniert. Er war gespannt, wie sie schlafen würden.
Die drei betraten ein fensterloses Zimmer mit einem Doppelbett darin, das insgesamt wie die übrige Wohnung eingerichtet war.
„Fühlt euch wie zu Hause, solange ihr unsere Gäste seid", sagte Valentina und erklärte ihnen, wie das Sicherheitssytem ihrer Haustür funktionierte. „Ich vermute, ihr werdet viel unterwegs sein.“
Ivana nickte. „Ja wir werden gleich morgen die Wohnungen anschauen, die du vorgeschlagen hast."
Nachdem sie ihre Koffer im Zimmer abgestellt hatten, wollte Magnus seine Gastgeber näher kennenlernen und so gingen sie wieder nach unten.
Er setze sich im Wohnzimmer auf die Sitzgruppe: „Mir gefiel der 3. Vorschlag am besten. Dir auch Ivana, nicht? Sollen wir dort anfangen?"
„Ja dein dritter Vorschlag, Valentina, war auch am ehesten nach meinem Geschmack", bestätigte die Russin.
„Dann scheinen wir einen ähnlichen Geschmack zu haben", stellte die Italienerin fest. „Ich habe mir alle drei Wohnungen natürlich persönlich angesehen und würde auch am ehesten in die dritte ziehen. Vielleicht entdeckt ihr morgen ja noch weitere leer stehende Wohnungen, aber von der Lage, Größe und Ausstattung her schienen mir die am geeignetsten."
„Auf Dauer träume ich von einem Haus mit Pool, vielleicht ein Stück außerhalb der Stadt", sagte Ivana.
„Das ist hier sowieso Tradition", warf Dario ein. „Schon die alten Römer hatten ihre Landsitze und hier ist es allgemein üblich, dass man sowohl in der Stadt eine Wohnung oder ein Haus hat und auch außerhalb. Wir haben etwas nördlich der Stadt ein Haus, in der wir uns gerne zurückziehen, wenn wir gerade wieder zu viel haben. Besonders im Hochsommer oder im Winter ist es auf dem Land meist schöner und wir kommen nur zur Jagd hierher", führte er aus.
Magnus nickte: „Ja ein Haus auf dem Land klingt gut. Das können wir dann immer noch machen. Apropos Jagd. Wo können wir für den Anfang hin bzw. Ivana? Bei mir dauert es noch." Der Unsterbliche wunderte sich allerdings schon ein bisschen, dass er nach zwei Wochen noch gar keinen Hunger spürte. Seine Pause schien länger zu werden.
„Ihr könnt gerne vorübergehend in unserem Revier jagen, bis ihr etwas Eigenes habt", bot Dario an.
„Ja, ein Haus hat Zeit", sagte Ivana. „Jetzt brauchen wir erst mal eine Wohnung hier in der Stadt und müssen uns hier einleben."
„Das wird euch bestimmt nicht schwer fallen", sagte Dario. „Hier in Rom lässt es sich gut leben. Auch mit den beiden Ältesten hier, Tiberius und Helena, lässt es sich ganz gut auskommen. Sie sind das Herrscherpaar hier."
„Das höre ich gern", sagte Magnus. „Wir hatten in den Staaten ein sehr unruhiges Leben. Deshalb suchen wir etwas Sicheres. Welches Stadtgebiet bietet sich denn noch an, als Revier? Wo ist es nicht überlaufen?"
„Hier in Rom geht es meistens ganz gemütlich zu, nicht unruhig. Am besten ihr versucht es mit einem Revier zuerst mal irgendwo am Stadtrand, vielleicht am ehesten im Süden", schlug Dario vor. „Freie Reviere gibt es in einer Stadt wie Rom nicht", ergänzte er mit entschuldigender Miene.
Magnus merkte es sich: „Hm, also im Süden. Dann schaue ich mich da mal um. Oder Liebling?" Er legte seine Hand auf Ivanas Schenkel.
Sie nickte. „Ja wenn wir da erst mal die besten Chancen haben, dann versuch es dort", entgegnete sie. Den Kampf um ein Revier würde sie sowieso ganz ihm überlassen. Da genoss sie es eine Frau zu sein und einen Gefährten zu haben, so dass man das von ihr nicht erwartete.
„Ist es in den Staaten wirklich so schlimm?", fragte Valentina interessiert.
Magnus entgegnete: „Na ja, wir hatten leider schlechte Erfahrungen mit Sterblichen. Jäger überfielen einige Partys. Leider führte ich in Vegas ein zu öffentliches Leben. Den Fehler mache ich nicht noch einmal. Dort besaß ich einige Clubs." Es gefiel ihm wieder italienisch zu reden. Er mochte diese melodische Sprache.
„In San Francisco haben wir nicht gerade öffentlich gelebt, aber trotzdem hatten wir wieder Probleme mit Sterblichen", warf Ivana ein. „So ganz sicher sein kann man sich wohl leider nie, egal wie heimlich oder nicht man lebt. Aber ich hoffe, wir haben hier mehr Glück. Ich bin da aber sehr zuversichtlich." Sie lächelte.
„Ich würde gerne ein wenig von Rom sehen", sagte sie dann.
„Natürlich, dann zeigen wir euch gleich unser Revier und ihr bekommt einen ersten Eindruck von der Stadt", war Valentina gleich einverstanden.
Magnus erhob sich: „Sehr gut. Ich bin schon neugierig darauf." Er nahm Ivana an der Hand und folgte den beiden Einheimischen.


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