Stark und mutig, schlau und groß,
lebte der Edelmann auf seinem Schloss.
Gar nichts stand ihm im Wege, bloß
war er nun seine Ehre los.

Er zog durch's Land,
doch bald verschwand
des Volkes Ritter
hinter Gitter.
Er wusst' nicht wo und auch nicht wann,
dass sich das ganze Volk besann,
ihm einfach nachzutrachten
und mit dem Beile ihn zu schlachten.

Lange hinter Gitter dachte,
bis der Ritter drüber lachte,
dass das Volke ihn verhohne,
doch Befehl kam von der Krone.

Da lag der Ritter auf dem Pflock
und der Henker tut als ob,
als ob er für ihn betet,
dass der Tod sich nicht verspätet.

Aus lauter Freud, da haut er zu
und da floss gar schon im Nu
aus des armen Ritters Hals
ein See aufgrund des Schwalls.

Das Blut, das rann und rann,
füllte bald Fluss und Seen und Wann'.
Da merkten die Leut' sein Blut,
das glich der Hitze von Glut.

Und bald standen die Menschen in Lava,
behaupte einer wär braver
als alle Menschenkinder Gottes
und küssten den Fuße des Schafottes.

Und der Ritter in der Rüstung
stand an seiner hölz'nern Brüstung,
sprach auch ohne Kopfe noch:
"Sind wir alle Menschen noch?"

Da die Menschen sahen auf
und verstanden nun worauf
seine Rüstung wohl basierte
und die Liebe reflektierte.

Der Ritter starb auf seinem Schloss,
gar nichts stand ihm im Wege, bloß
war er nun viel größer als groß,
denn er war die Dummen los!

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