Der Ungläubige

 

Im Glauben, etwas Gutes zu tun,

fanatisch, ja krank,

erwartet er nun

der Menschheit und seines Gottes Dank!

 

Steht da in der Menschenmenge

Mit seinem Gürtel aus Dynamit,

Zieht seinen Abgang noch in die Länge…

nimmt viele Ungläubige mit!

 

Glaubt ein Märtyrer zu sein,

der das in seines  Gottes Namen tut…

Doch der verlangt von Menschen Liebe;

Nicht der zerfetzten Leiber Blut!

 

Nicht der Name deines Gottes

macht deinen Glauben wichtig!

Es ist die Macht seines Wortes

Also deute  es richtig!

 

Wo du nun auf der anderen Seite bist…

mit denen, die du mitgenommen,

frag ich dich als Christ:

Bist du zu Deinem  Gott gekommen?

 

Es kann nicht sein, dass der das wollte

 und was ich dich noch fragen sollte:

Wie konntest du es wagen,

Ungläubiger zu mir zu sagen…?

Comments

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    Wow dieses Gedicht hat für mich einen richtigen Gänsehauteffekt. Du hast damit absolut Recht! Toll geschrieben! 5/5

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    vorgelesen sogar noch besser! wiedermal :)

  • Author Portrait

    Wow. Nach "Die Weisheit der Alten" hätte ich dich kaum für einen Christen gehalten. Doch religiöser Fanatismus ist eben überall schlecht. Nicht zuletzt deshalb, weil jede böse Tat ein schlechtes Licht auf den Rest einer Gemeinschaft wirft. Toller Text!

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