Maya mag mich nicht.
Ich wünschte es wäre anders, doch sie kann mich nicht ausstehen.
Meine Mühen schmücken sich nie mit Früchten.
Dafür sind sie ihr wohl zu schlicht.
Woran ich das erkenne?
Sobald ich sie sehe, ist da dieser verzogene Mundwinkel.

Er verfolgt mich mittlerweile in meinen Träumen.
Er dreht sich schwankend, rankt sich um meine Freunde.
Hustend und pustend bläst er mein Haus um,
als ob er dafür geschaffen worden wäre.
Ich wusste nicht mal, dass ein Mensch so viele Grundstücke besitzen kann.
Doch der Boden in meinem Kopf ist mein Besitz,
was damit geschieht, geschieht in meiner Verantwortung.
Dafür zahle ich Steuern in Schweiß, jede Nacht.
Prinzipiell wäre das kein Problem,
wären sie denn das einzige, dass mich verlässt.

Vor kurzem ist das Universum noch in Ordnung gewesen.
Wir sind uns aus dem Weg gegangen,
ob Absicht oder Zufall da am Werk waren, wer weiß?
Ich hatte meine Mitstreiter, du deine Gruppe
und wir haben uns die Zeit vertrieben, wie es Schüler so tun.
Irgendwas muss ich getan haben um deinen Zorn zu wecken.
Irgendwas...
Wie erklärt sich ansonsten, was jeden Tag da draußen passiert?
Die einzige Sache die ich wirklich verstehen möchte,
ist wie das hier geschehen konnte.
Alles andere interessiert mich schon lange nicht.
Dein Mund ziert doch sonst ein Lächeln.
Ich will nicht mehr raus, um mich einer Sache zu stellen
die ich einfach nicht nachvollziehen kann.
Meine Steuern an dich sind getränkt in Angst.
Ich will nicht mehr.

Es gibt keinen, der noch mit mir mitstreiten würde.
Ist deine Truppe gewachsen?
Dann gäbe es zuallerletzt einen Sinn.
Irgendwas...
Es ist unangenehm, beinahe unerträglich,
an morgen zu denken.
Wohin kann ich jetzt noch gehen?
Dieser Mundwinkel ist überall.
Er gehört dir.
Nicht lange und dasselbe kannst du von mir behaupten.
Ich will das nicht, aber du nimmst dir was dir gehört.

Eigentlich ist es nur schlechte Laune,
so wirkt es.
Eine Bemerkung hier und da.
Was du aus deinen Launen heraus halt von dir gibst.
Der Rest kommt nicht von dir.
Gehen tut es wegen dir genauso wenig,
oder wegen irgendwem.

Es will einfach nicht aufhören.
Alles schwankt und dreht sich.
Niemals wird sich dieser Mund vor mir
 zu einem Lächeln verkrümmen.
Dabei lebe ich um es endlich zu sehen,
damit es irgendwann vorbei ist.

Meine Früchte sind zu süßlicher Säure zerfallen,
ungenutzt,
Weil du keinen schlichten Schmuck magst.

Maya, du hast Recht damit das der Rest nicht von dir kommt,
denn du bist der Rest.
Wir zwei, wir sind die einzigen die es beenden können
und zwischen uns steht die Angst.
Überall ist die Angst.
Ich kann einfach nicht mehr.
Ich bin mal Schülerin gewesen
und dann hat sich dein Mundwinkel verzogen.

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Fairy Dust

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