Das jüngste Gericht
Gib Einsamkeit den Lebenden
den Toten dein Geleit.
Dies ist der Lauf der Dinge,
dies ist die Art der Zeit.

In Dunkelheit geboren,
verstrahlt in hellem Licht,
das Antlitz jeder Jahre
von denen es heiß, es gäb sie nicht.

Und wenn der Tag gekommen,
der alles in sich trägt,
wird was noch bleibt genommen
und alle Welt zerbricht.


ohne Titel
Kein Wort für mich,
kein Blick,
nicht ein Gedanke.
Konfrontiert mit völliger Ignoranz.
Zuerst verführt mit Schmeichelei
um nun, gefühlserstickt, allein zu sein.

Auf dem Weg, stehen geblieben,
von der Trägheit gezogen
auf die Schnauze gefallen.
Verloren im Gedankenspiel.
In Vorstellungen ertrinken
- allein.


Alleine
Ohnmacht und Verzweiflung spüren,
das kann oftmals dazu führen,
dass man Langeweile hat.

Auch das Gefühl etwas zu verpassen,
sinnlos seine Zeit zu verprassen,
setzt man sich so selbst Schach matt.

Ganz entvervt und sehr verbittert,
ergriffen gar von Müdigkeit,
macht sich, während man schon zittert,
Übelkeit im Magen breit.

Einzig und allein der Wille
sich mit anderen zu unterhalten,
bricht für kurze Zeit die Stille,
lässt Sehnsucht den Verstand verwalten.


Diese Gedichte stammen aus einer Zeit in meinem Leben, als es mir schlecht ging. Daher der allgemein düstere Ton. Ich habe sie hier hauptsächlich deshalb veröffentlicht, damit andere, denen es ähnlich geht, sehen, dass sie mit ihren Empfindungen nicht alleine sind. Als Trost sei hier noch gesagt: Das geht vorbei. Man kann auch wieder glücklich werden. Ich zumindest habe es geschafft und wünsche allen Betroffenen, das auch sie wieder lernen glücklich zu sein. :)

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