Gefallen und gehalten

«Weg.Ich will einfach nur weg.»der Gedanke schiesst durch meinen Kopf,während ich blind irgendwohin laufe, das mich weitweg von dem Ort führt,indem ich ein ewiges Kleinkind bleibe, geführt von Leuten, die nichtmal mit mir verwandt sind. «Elena!Elena!»ruft jemand hinter mir und es dauert einen Augenblick,bis ich realisiere, das Katha mich ruft.Ich bleibe stehen und drehe mich um.Erst jetzt merke ich,das ich weine.Katha nimmt mich in den Arm und so stehen wir einfach da,bis ich mich aus Kathas Armen befreie.«und jetzt?»frage ich und wische mir die Tränen aus dem Gesicht.«Gehen wir was essen und reden dann darüber wie es weitergeht.Komm.»sagt Katha. Ich gehe schweigend neben Katha und lasse  das eben geschehende in meinem Kopf wie ein Film ablaufen ,immer und immer wieder, als würde der repeatknopf klemmen. Wie meine Eltern mir sagen, das sie gar nicht meine leiblichen Eltern sind, wie sie verweigern mir zu sagen wer meine richtige Mutter ist,wie ich ausraste, weil sie schonwieder über mein Leben bestimmen,so wie sie es immer getan haben. Ich bleibe stehen und starre Gedankenverloren auf die Aufschrift Kiosk «Erde an Elena, hallo.»sagt Katha und holt mich in die Realität zurück. Ich will schon weitergehen als meine Freundin sagt:«Wow,50 Millionen im Jackpot,mit dem kannst du eine menge machen.»Ich folge ihrem blick und sehe das Plakat,das den grossen Jackpot anpreist, was mich auf eine Idee bringt. «Los wir spielen.»sage ich und ohne auf eine Antwort abzuwarten,gehe ich in den Kiosk. Im Kiosk ist es warm und die Luft stickig.Die Verkäuferin kaut gelangweilt ihren Kaugummi und tippt auf ihrem Handy herum. «Ein Euromillionenlosschein bitte.»sage ich zu ihr. Sie blickt mich mit ihren viel zu stark geschminkten Augen an und lächelt spöttisch. «Bis du nicht zu jung um lotto zu spielelen?»fragt sie mich mit einem spöttischen unterton.«Ich bin 18.Ich zeig ihnen gerne meinen Ausweis.»sage ich. Die Verkäufern scheint mehr daran intressiert zu sein, schnell weiter simsen zu können und hackt nicht weiter nach.Ich geb der Verkäuferin das Geld,sie gibt mir meinen Schein und ich geh zu Katha an die frische Luft. «Sag mir deine Lieblingszahl.»fordere ich sie auf. Sie blickt mich verständnislos an und ich wiederhole meine bitte. Sie nennt mir ihre Lieblingszahl und ich kreuze ihre und die 4 anderen Zahlen, sowie die Sternchen an. Dann verstaue ich den Schein in meiner Jackentasche.Plötzlich spüre ich  die Angst, vor meiner ungewissen Zukunft in mir hochsteigen. Hilfe von meinen angeblichen Eltern möchte ich nicht, ich möchte endlich selber mein Leben gestalten nur wie soll das machen?Ich setzte mich auf die Mauer,die neben dem Kiosk entlangläuft.Hunger habe ich keinen, nur einen quälenden Gedanken, den ich laut ausspreche.«was soll ich jetzt nur tun?»Katha starrt in den Himmel, ehe sie mir eine antwort gibt. «Du kannst erstmal bei mir wohnen. Ich bring dir all die Sachen bei, wie wäschewaschen oder Kochen oder Putzen.Sprich alles was du für ein selbständiges Leben brauchst. Das wird schon Elena.»«Das ist ja gut und schön, aber was ist mit meinem Traum Ärztin zu werden? Meine angeblichen Eltern werden das niemals finanzieren.Besonders nicht nach heute.»sage ich traurig. Erst jetzt wird mir langsam bewusst, dass ich auf mich alleingestellt bin, keine Eltern da sind, die mir den Rücken stärken. «Wir werden schon eine Lösung finden, es gibt sicher einen Weg, wie du trotzdem studieren kannst.Nur mut Elena»ermutigt mich Katha.Ich spüre ein kleiner Funken Hoffnung in mir auflammen, sie ist nicht stark, aber da.«Danke Katha.»sage ich voller dankbarkeit. Ich bin gefallen und wurde gehalten. Bevor das schwarze Loch mich verschluckt und in seiner dunkelheit gefangen gehalten hat.

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