Herbstgefangene

 

Es scheint als würden Blätter ewig fallen,

Stets gen’s bodenlose Grau.

Dabei Braun und Gelb und Rot in angstverzerrten Fratzen,

Wenn sie in Regentropfen

Ihres Antlitz‘ Spieglung sehen.

 

Regenschirme schaffen Barrikaden gegen Tränen,

Der Wintermantel schenkt dir eine Illusion von warm,

Ein Tee dazu! Der erfreue dich von Innen.

Wann wirst du wieder kalt und nass im Regen stehen?

 

Das Donnergroll’n des Sturmes längst verklungen,

hinterlässt sein Hall gar menschenleeres Land.

Hört, ihr Ziegel, ganze Dächer, Baumeskronen,

erbt ihr nun die Reste dieser Welt.

 

Und es scheint als würden Blätter ewig fallen,

stets gen’s bodenlose Grau.

Allesamt verstummt bis auf eine heis‘re Stimme

Und die fragt sich:

 

Wird der Winter kommen?

Und wird er mir Erlösung bringen?

Comments

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    Einfach wunderschön :)

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    Kraftvoll, wenn auch etwas schwermütig, wie du den Herbst beschreibst. Ich wünsche dir Wintertage, die dein Inneres besänftigen und schneeweiches Licht bringen!

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    Der Winter naht :D wirklich toller, tiefer Text! :)

  • Author Portrait

    Wow. Es hat was nachdenkliches, mächtiges, aber auch zeigendes. Wunder schön. Besser könnte es nicht sein.

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