Ein lauter Knall. Menschen rennen.
Schreie.
Panik.
Überall rennen die Menschen hin. Es ist ohrenbetäubend.
Angst.
Der Knall hallt nach. Eine dunkle Rauchwolke steigt auf.
Stille.
Sirenen ertönen. Das blaue Licht zuckt unruhig durch die Straßen.
Krach.
Beruhigende Sirenen.
Schüsse.
Krach.
Salven werden abgefeuert.
Schreie.
Schüsse.
Reifen quietschen. Rettungssanitäter rennen.
Opfer.
Der Rauch hat sich gelegt. Tragen werden geschoben. Infusionen, Verbände werden transportiert. Menschen liegen auf der Straße.
Blut.
Polizisten rennen mit erhobenen Waffen durch die Straßen. Alle schwerbewaffnet. Notärzte, Sanitäter, Rettungskräfte rennen geduckt, tragen und ziehen die Menschen zu den Sammelstellen. Klemmbretter mit Protokollen werden verteilt. Fünf Notärzte untersuchen in Schnelldurchgang die neuen Opfer. Immer wieder kommen neue. Weitere verletzte. Immer wieder quietschen Reifen, als weitere Rettungsfahrzeuge eintreffen. Und doch liegen viele auf der Straße. Die Gliedmaßen komisch verdreht. Langsam kehrt Ruhe ein. Weiße Tücher werden verteilt. Die Welt Presse wird von nervösen Beamten grob zurückgedrückt.
Blitzlichtgewitter.
Dann eine Lautsprecherdurchsage.
Das Gestöhne hört auf. Es ist ruhig. Die Verletzten, die Opfer stehen auf. Recken und strecken sich. Die Notärzte wischen sich den Schweiß von der Stirn, packen die Geräte zusammen und verfrachten alles wieder in den Rettungswagen und den Notarztwagen. Die Polizisten stecken die Waffen wieder weg und treffen sich in mehreren großen Kreisen zur Nachbesprechung. Die Reporter klatschen sich noch mit den wenigen Polizisten ab und dann verschwinden auch sie wieder von der Bildfläche. Die Autos fahren nacheinander weg. Die Straßensperren werden abgebaut.
Übung beendet.  

Nachwort:
Die Angst ist ein ganz natürliches Gespür. Wir müssen uns immer darauf verlassen. Aber wir müssen auch lernen mit ihr umzugehen. Der Mensch ist anpassungsfähig, als weiß er auch wie man sich der Angst anpasst. Das Leben muss weiter gehen, egal was passiert ist. Wir müssen Stärke präsentieren und uns selber ablenken können. Wir dürfen nicht die Stadien meiden, müssen uns mit unserer Mannschaft und den Fans freuen wenn ein Tor geschossen wird. Wir dürfen uns nicht von der Musik trennen, auch wenn wir verletzlich sind. Das Leben geht weiter, und wir sind noch sicher. Der Innenminister gibt uns Trost und Sicherheit, auch wenn er nichts garantiert. Seine klaren Worte geben uns Halt.  

Guten Abend.

 

Comments

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    Gut geschrieben. Der parataktische Schreibstil passt meiner Meinung nach sehr gut zum Inhalt, weil er das entstandene Chaos untermauert und verdeutlicht. Auch das Nachwort ist dir ganz gut gelungen :)

  • Author Portrait

    Guter Text, nur irgendwie passt das Datum 17.15.2016 nicht ganz oder? :)

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