Das war vertraut, als er den Raum betrat.
Ein graues Shirt und in der Hand die Tasche, die viel zu sehr einer anderen glich.
Ein Aufflackern in seinen Augen als er mich erblickte, seine Schritte fast schon sprunghaft, bis wir uns endlich in den Armen lagen. Viel mehr als sonst. Und viel notwendiger.
Ich spürte seine großen, sanften Hände zwischen meinen Schulterblättern. Mein Körper eng an seinen gepresst, seine Knochen und Muskeln unter meiner Umarmung.
Wir lösten uns voneinander und ich sah zu ihm auf. Immer noch auch nur ein Stück das ihn über mir aufragen ließ, aber eben doch dieser Abstand zwischen uns.

Wir liefen nebeneinander durch den leeren Gang, im ganzen Haus waren wir allein. Wir redeten, er scherzte, wir lachten. Er faßte meine Hand und drängte mich sanft mit dem Rücken an die Wand. Wir verharrten, seine Hände rechts und links von meinen Körper an der Wand. Ich spürte seinen heißen Atem auf meiner Haut, unsere Nasen berührten sich beinahe. Seine vollen Wimpern nahmen mir den Blick auf diese blauen Augen. Dann näherte er sich mit seinem Mund dem meinen und ganz sachte lies er ihn auf meine Oberlippe sinken. Ein wohliger Schauer überzog meine Haut, als er den Kopf langsam zurückzog um mir nach wenigen Augenblicken einen weiteren Kuss zu geben. Ich schmeckte seinen Mund, ich spürte die Spannung in seinen Armen, ich roch sein Haar, seine Haut.
Noch nie war ich ihm so nah gewesen, noch nie hatte ich so viel Schmerzen in meinem Herzen gespürt.
Unsere Münder weiter vereint folgte ich seinem Kopf, bis er sich löste und mich ansah.
Diese unglaublichen Augen, die so viel tiefer sind, als ich mich je hineinwagte. Es lag so viel Gefühl in diesem Blick, er lief so über vor Liebe, dass ich mich beinahe daran verbrannte. Ich wollte ihn küssen, ihn weiter küssen bis man unsere Lippen nicht mehr voneinander unterscheiden könnte. Ich wollte seine Arme halten, seinen Körper umfassen, sein Haar zwischen meinen Fingern spüren.
Die Luft zwischen uns war so zart, dass ich Angst hatte sie zu zerbrechen.
Wie würde ich jemals weiterleben können? Wie würde ich jemals ohne das Verlangen nach dieser Haut, diesem Geschmack, dieser Luft in meinen Lungen leben können?
Mein Bauch zog sich zusammen und Liebe brannte ein tiefes Loch in meinen Leib. Ich verglühe in Deinen Händen.

Es war kein Weitergehen, vielmehr ein denken über die Gedanken des anderen.
Ein lieben der Liebe des anderen. Zu viel Zuneigung! Zu viel Gefühl.
Mein Körper zerreißt unter diesem Empfinden.

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