Brigit bewegten auch viele Gefühle, als sie mit ihrem Freund Ram an den mächtigen Holzstössen der Beltaine Feuer vorbeiging. Beltaine war immer ein grosses, wichtiges Fest, das den Neubeginn des druidischen Jahres kennzeichnete. Viele Paare fanden sich dabei und heirateten danach nicht selten. Ausserdem wurde für dieses Fest vorübergehend alle Ehegelöbnisse aufgelöst und die Frauen durften sich aussuchen, mit wem sie am Fest die Zeit verbringen wollten. Beltaine war eigentlich ein Fest der Frauen.

Das Mädchen dachte an Geschichten, die aus uralten Zeiten stammten, wo es noch Hohepriesterinnen gegeben hatte, die der grossen Göttin dienten. Nach dieser Göttin hatte man sie benannt. Die Hohepriesterinnen, waren keinem Manne Untertan und stets feierten sie an Beltaine die Vermählung der Göttin mit dem Hirschgott Cerunnos. Die Hohepriesterin vereinte sich dabei mit einem auserwählten Manne, der dann meist zu einem grossen Helden wurde. Diese heilige Vermählung bedeutete, das Vereinen des Weiblichen und des Männlichen und symbolisierte zugleich das Wiedererwachen der Schöpfung, den Kreislauf von Wachstum und Vergehen, von Leben und Tod. " Alles ist ein Kreislauf, der nie endet“, dachte Brigit bei sich. „Wird es stets so weitergehen, oder hat es einst ein Ende?" Brigit fragte sich, ob jetzt, da dieser seltsame, Unbekannte Gott auf Erden erschienen war, dieser Kreislauf irgendwann unterbrochen und ob alles das sie bisher kannte, einst an Bedeutung verlieren würde. Würden die Geschichten der Göttin einst nicht mehr erzählt werden? Würde das Druidentum ganz untergehen?" Auf einmal beschlich das Mädchen ein seltsames Gefühl. Sie hatte auf einmal eine Vorahnung, dass dieser Beltaine Fest ihr Leben nachhaltig verändern würde.

Dieser Gedanke erschreckte sie und sie schaute zu Ram herüber, der neben ihr ging. Ihr Herz klopfte auf einmal schneller und mit einem Schlag wurde ihr bewusst, dass sie ihn doch mehr liebte, als sie es gedacht hatte. Wenn dies das letzte Beltaine- Fest war, hatte sie nie mehr die Möglichkeit sich ihm so ungezwungen hinzugeben. Alles würde viel schwieriger sein, wenn es diese Feier nicht mehr gab. Auf einmal sah Brigit sich in Rams Armen liegen. Hinter ihnen loderten die grossen Feuer und... ihr wurde plötzlich heiss. Verlegen wandte sie sich ab. Ihr Freund aber, hatte ihren Blick wahrgenommen und fragte: " Was hast du gerade gedacht?" " Ach... äh nichts..." „Soll ich dir sagen was ich gerade dachte? Ich sah uns beide, vereint im Licht der Beltaine- Feuer..." Brigit zuckte zusammen. Wie schon so oft, hatte sie den Eindruck, Ram könne ihre Gedanken lesen. "Ach ja?" fragte sie zurückhaltend. „Ja. Es war ein wundervoller Gedanke. Warum tun wir es nicht? Man weiss nie, was noch passiert."
" Ich weiss nicht, ob das so klug wäre. Vielleicht habe ich eine ganz andere Bestimmung und...so eine Handlung, würde uns dann nur Schmerz und Leid bringen." " Du redest schon von so ferner Zukunft. Warum kannst du nicht einfach ihm Moment leben und diesen geniessen." " Ich möchte aber nicht leichtfertig sein. Dafür bedeutest du mir zu viel." " Wenn ich dir soviel bedeute, warum weist du mich dann ab?" " Weil ich nicht weiss, ob ich dir das geben könnte, was du von mir erwartest. Die Vereinigung von Mann und Frau bleibt etwas Heiliges. Ich kann dieses Heilige nicht beschmutzen, indem ich mit dir Eins werde und dich dann vielleicht für immer verlasse." Ram schaute ihr tief in die Augen und sprach dann ernst: „Sollte das wirklich passieren, würde ich es leichter ertragen, wenn ich dich wenigstens einmal an Beltaine Mein nennen durfte." " Du bringst mich da in eine schwierige Lage Ram, " sprach Brigit und die Hitze durchströmte erneut ihren ganzen Körper. Sie wollte ihn so sehr, aber sie fürchtete sich vor dem, was ihr Verhalten nach sich ziehen würde. Nun gut! Vielleicht war sie auch überängstlich. Es war auch möglich, dass sie sich, wenn sie es nicht tat, stets nach ihm verzehren würde und ihn noch weniger vergessen konnte. Doch was waren das für Gedanken? Sie wusste noch gar nicht, ob sie überhaupt je von hier wegging.

„Ich bleibe heute jedenfalls so oder so bei dir,“ meinte Ram verschmitzt „so können wir uns auch gleich ein bequemes Plätzchen für das Fest reservieren..."
" Du bist einfach unmöglich!" lachte Brigit und gab ihm einen Klaps. Sie gab es nicht gerne zu, aber irgendwie gefiel ihr diese Situation, genauso wie es bei Ram der Fall war.
So suchten die beiden einen hübschen Platz, mit besonders weichem Gras. Einige Weissdornbüsche wuchsen hier. Sie waren halbmondförmig angeordnet und boten einen guten Schutz gegen den kühlen Wind, der stets vom Meer her wehte. Es war ein schöner, klarer Tag. Der Himmel leuchtete blau und nur einige weisse Wölkchen zogen darüber hin. Dennoch hatte die Sonne noch nicht ihre ganze wärmende Kraft entfaltet. Das machte den Iren jedoch nichts aus, sie
waren es sich gewöhnt, dass es auf ihrer Insel nie so warm wurde, wie in den südlicheren Hemisphären. Zudem kannten sie gar nichts anderes.

Brigit legte sich etwas hin und schaute hinauf in die Zweige der Weissdornbüsche, die bereits die ersten, weissen Blüten trieben. Schon immer war sie fasziniert von deren zarter Schönheit gewesen. Der Weissdorn, war ein sehr mystischer Busch. Man nannte ihn den heiligen Baum der Feen und Elfen. Auch den Baum der Magie nannte man ihn. Sein Geist, sollte einem Zugang in die unsichtbaren Reiche verschaffen...
Das Mädchen meinte an Ram gewandt: " Diese Blüten haben so etwas Filigranes, findest du nicht auch? Es wundert mich nicht, dass die Feen sich in diesen Zweigen so wohl fühlen. Wenn es sie wirklich gibt."
Zweifelst du etwa daran?" " Gesehen habe ich jedenfalls noch nie welche.“ „Natürlich gibt es sie, warum zweifelst du auf einmal daran?“ „Ich weiss nicht so recht. Ich glaube, Zweifel sind einfach Teil meines Wesens.“ „Aber wenn du zu sehr zweifelst, vergisst du womöglich zu leben,“ gab Ram mit ernster, fast trauriger Mine zu bedenken.
„Wir beide sind füreinander bestimmt, das fühle ich deutlich. Ich habe manchmal das Gefühl, dich schon viel länger zu kennen, als nur dieses Leben..." Ram stockte. Man spürte den Schmerz in seinen Worten. " Doch du...verschliesst dich davor. Ich spüre es und...es ist mir dabei, als ob tausend Messer mein Herz durchdringen würden. Ich liebe dich, mehr als mein Leben, mehr als alles was mir heilig ist. Ich würde alles tun, um dich immer bei mir zu haben." Brigit schaute den jungen Mann tief erschüttert an. " Warum sagst du auf einmal solche Dinge Ram? Als ich dich vor Kurzem darum bat, dich von meinem Grossvater zum Druiden ausbilden zu lassen wie ich, hast du gesagt dies sei nicht dein Weg. Jetzt auf einmal, wärst du bereit alles zu tun, nur um mich nicht zu verlieren." Damals hatte ich noch nicht solche Furcht dich zu verlieren. Jetzt aber...fürchte ich mich schrecklich und...ich täte alles, wirklich alles für dich..." Seine Augen glänzten, als er das sagte. Waren es gar Tränen, die Brigit darin sah? Ein Gefühl von tiefem Mitleid und Zuneigung erfüllte das Mädchen und sie nahm ihn in die Arme. Liebevoll küsste sie seine Stirn und streichelte seine Wangen. " Ich...weiss nicht, wohin mich mein Weg einst führen wird, doch...ich werde mich in dieser einen Nacht zu dir legen. Ich will...dass du der Erste bist. Nach dieser einen Nacht aber, versprich mir, mich den Weg gehen zu lassen, den mich mein Herz führt." " Wen es wirklich dein
Herz ist das dich führt, kann ich nichts dagegen tun. Doch dann bleibt mir wenigstens immer die Erinnerung daran, dass du mir einst deine Jungfräulichkeit schenktest." " Das Wertvollste, was ich einem Manne schenken kann… ja das Wertvollste..." sprach Brigit und kuschelte sich in Rams Arme. Dort fühlte sie sich warm und geborgen.

So langsam hatte ein jeder sein Plätzchen gefunden und in den naheliegenden Gattern hörte man die Geräusche der vielen Nutztiere, die man später zwischen den zwei Hauptfeuern hindurchjagen würde. Das gehörte zum Ritus des Beltaine Festes, welches Neubeginn und Fruchtbarkeit symbolisierte. Es war noch immer etwas kühl, doch das störte die hier versammelten Paare nicht weiter, denn die Hitze des Sommers wallte in ihrem Blut und hielt sie warm. Schon bald wurden die Feuer entzündet, und gleichzeitig alle Herdfeuer in den Häusern gelöscht. Später würde man letztere mit Hilfe der Beltaine Feuer wieder entzünden.
Wohlige Wärme breitete sich aus, als die gewaltigen Holzstösse nun entflammt waren. Gesang, Gelächter und Musik begleitete die Rituale und Brigit spürte, wie die Hitze des Sommers auch in ihr zu wallen begann. Es war wie ein stetiges Pulsieren und Pochen, welches nun von ihren Lenden emporstieg und all ihre Sinne betörte. Sie spürte deutlich die Kraft der neu erwachenden Erde unter sich, den klaren Himmel, der sich über ihr wölbte und nur durchbrochen wurde von den Blüten der Weissdornbüsche über ihnen. „Es ist so wunderschön hier,“ hauchte sie „ich wünschte es könnte immer so sein.“ „Es kann immer so sein, wenn du es willst,“ flüsterte Ram nahe an ihrem Ohr und sie spürte seinen Mund, welcher sanfte, kleine Küsse auf ihrer Haut verteilte. Wohlige Schauer durchrieselten sie dabei. Sie seufzte, doch er hinderte sie an einer Antwort, indem er ihre Lippen mit seinen verschloss. Sein Kuss war zu Beginn sanft, dann wurde er immer leidenschaftlicher und seine Hände begannen nun über ihren Körper zu gleiten. Irgendwo weit weg, erklang nun nur noch der Widerhall leiser Zweifel und schliesslich verschwanden sie ganz und sie begann Rams Berührungen und Küsse mehr und mehr zu geniessen und auch zu erwidern.

Als er spürte, dass sie sich immer mehr entspannte, wagte er sich etwas weiter vor. Seine Hand fuhr nun unter ihren schlichten Leinenrock und wanderte ihre Beine empor. Sie stöhnte auf, als er eine ihrer erogenen Zonen erreichte und diese sanft und doch bestimmt streichelte. Sie spürte, wie sich zwischen ihren Beinen, eine wohlige Feuchte ausbreitete. So würde es jedenfalls kaum schmerzen, wenn Ram ihr Jungfernhäutchen durchstiess. Einen Augenblick lang zauderte sie noch und fragte sich nochmals, ob sie das auch wirklich wollte. Doch als sie Ram in die Augen sah, welche sie voller Zuneigung und ehrlichem Respekt anblickten, vergass sie ihre Zweifel schlagartig. Ja, er war der Richtige!
Sie umschlang ihn mit ihren Beinen und sie spürte seinen, bereits stark erigierten Phallus. Dies weckte eine Leidenschaft in ihr, die sie bisher noch nie erlebt hatte. Ram seufzte auf, als sie sich ihm auf diese Weise darbot, er schob ihren Rock etwas mehr nach oben und seine Männlichkeit ertastete schliesslich ihre feuchte, warme Höhle, welche in voller Wollust empfing. „Du… bist schon so bereit!“ stöhnte er und küsste ihren Hals und nun auch die, unter der gelockerten Schnürung ihres Gewands, freigelegten Brüste. Er war zärtlich und einfühlsam, als er nun langsam in sie eindrang. Sie stiess dabei einen leisen Schrei aus und er stöhnte lustvoll.

Die beiden nahmen kaum noch wahr, wie man die Pferde und das Vieh nun zwischen den beiden lodernden Feuern hindurch hetzte, um sie zu reinigen. Auch sahen sie nicht, wie die anderen Paare im Licht der Flammen zueinander fanden. Es gab nur noch sie beide und den endlosen Himmel, der sich über ihnen spannte und dieser war sternenklar. Die Weissdornbüsche über ihnen schienen voller Freude auf sie herab zu blicken und in diesem Moment durchstiess Rams Phallus die zarte Jungfernhaut der jungen Frau. Sie spürte kaum etwas, nur ein leichtes Ziehen. Ram machte es sehr gut. Nach dem leisen Schmerz, folgte nun das wahre Lustgefühl ihrer Vereinigung. Sie konnte sich ihm nun bedingungslos hingeben und sie wusste, dass sie das richtige getan hatte ihn als ihren ersten Liebhaber auszuerwählen. „Ich liebe dich!“ flüsterte sie und küsste ihn voller Leidenschaft „und ich weiss, ich werde dich immer lieben.“ „So wie ich dich!“ erwiderte er hingebunsvoll und als die beiden den Höhepunkt ihrer Leidenschaft erreichten, versank alles um sie. Es gab keine Erde, keinen Himmel mehr, nur noch ein endloser Raum, der nur ihnen beiden gehörte.
Und…im Schatten der Feenbüsche, segelten sie endloser Seeligkeit entgegen!



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