Trotz allem Hoffen, Wünschen und Flehen,
Wird die Sonne immer wieder untergehen. 
Nichts bleibt.

Der Fluss, welcher kraftvoll die Lande einst durchzog,
Schien ewig zu sein, bis er verflog.
Nichts bleibt.

Die Blume, die die strahlend Freud versprüht,
Wird bald nur noch ein Schatten sein, längst verblüht.
Nichts bleibt.

Schier unermüdlich hat er die Nacht erhellt,
Doch nun sie zu, wie der Stern vom Himmerl fällt.
Nichts bleibt.

Eines Planeten Schreien wird nicht gehört,
Und irgendwann, schon viel zu bald, ist alle Schönheit zerstört.
Nichts bleibt.

Ein Leben, so großartig es auch mag sein,
Wird im Tode unbedeutend klein.
Nichts bleibt.

Und mögen wir auch nach Unendlichkeit schrein,
Wird dieser Wunsch doch immer vergebens sein,
Denn nichts, einfach nichts, bleibt.

Comments

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    Sehr sehr schön und wahr!

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    Es ist immer wieder faszinierend, wie du mit der Kraft der Worte in deinen Lesern die gewünschten Emotionen weckst, die du selbst Erlebt und Empfunden hast. Nichts bleibt eine Wahrheit, so offensichtlich, wie selten betrachtet. :)

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    Manche Dinge vergehen schnell, andere bleiben uns lange erhalten. Irgendwann aber, und da hast du vollkommen Recht, wir alles (irdische) ein Ende finden. Die Zeit ist, wie ich finde, die wahre Herrscherin über die Welt, jeder muss sie akzeptieren, sich ihr unterordnen, auch wenn die Menschen immer wieder versuchen, etwas für die Ewigkeit zu schaffen... Bevor das ganze hier zu philosophisch wird: Schönes Gedicht, tolles Thema ! :P 5/5

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    Hey. Sehr schönes Gedicht! Wie du am Ende jeder Strophe und schließlich noch einmal am Ende des Gedichtes wiederholt hast, dass nichts bleibt, verstärkt den Eindruck, den du mit deinen Worten erweckst, noch zusätzlich. Denn auch am Ende dieses Gedichts bleibt nichts. Ich kenne dieses Gefühl, oder zumindest glaube ich das zu kennen, was du beschreibst. Im Endeffekt ist alles sinnlos, alles endet und irgendwann erlischt auch die Erinnerung. Aber was ich dann versuche mir zu sagen ist, dass auch wenn im Ende alles verloren ist, der Moment davor das ist, was zählt. Die Blume vergeht zwar, aber im Moment ihrer Blüte erfreut sie Menschen und Tiere. Und auch das Einbrechen der Nacht bringt für manche Tiere und Menschen Leben. Und auch wenn unser Kampf sinnlos ist, mag er einem anderen viel bedeuten.

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    Eigentlich sind es nur die Formen die sich ändern, doch das heisst nicht, dass es verloren ist. Wenn eine Blume stirbt, wird sie z.B. zur Erde und aus dieser Erde wachsen wieder neue Blumen. Alles was vergeht, ermöglicht einen neuen Anfang. Ich denke, es ist mit den meisten Dingen so, auch mit unseren Leben. Nach dem Tod, gehen wir einfach über in eine neue Daseinsform. Das Zentrale, das Wichtige und Wesentliche bleibt und gestaltet sich neu. Ein schönes Gedicht auf jeden Fall mit interessanten Gedanken darin. 5/5

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