Die Welt
Verdorben durch Grauen und Tod
Versinkt in ölschwarzen Wellen
Die Menschen
Verfaulen in raffgieriger Not
In ihren goldenen Zellen

Der Himmel
Verzerrt durch rauchige Narben
Erstarrt in stählernem Grau
Durch Sie
Verlor er all seine Farben
Verlor sein strahlendes Blau

Kein Blick
Wandert hinauf zu den fehlenden Sternen
Wendet sich ab von Reichtum und Macht
Jeder schaut
Auf die Betuchten und Modernen
Ist geblendet von Schönheit und Pracht

Die Welt
Erstickt unter Plastik und Müll
Treibt voran ihre letzten Sekunden
Das Ende
Versteckt sich unter Seide und Tüll
denn Nobel geht die Welt zu Grunde

Comments

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    Wieder eines dieser kleinen Meisterwerke, die sich zwischen all den Texten hier auf Belletristica verstecken. Ich liebe diese Art, etwas aufzuzeigen! Sehr gelungen Polla! Natürlich 5/5!

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    Ein sehr und tiefgründiges Gedicht mit einer wichtigen Botschaft! Gefällt mir sehr gut, weiter so :)

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    Ein trauriges, aber leider auch reales Problem, dass sich immer mehr verschlimmert... Wir werden vermutlich nicht mehr mitkriegen, wie es die Welt entgültig dahin rafft, aber eins ist ziemlich sicher. Bevor die Sonne die Erde verschlingt, hat der Mensch sie sicher schon vernichtet, wenn bis dahin nichts tiefgreifendes passiert... Du hast dieses Thema echt gut rübergebracht ;) 5/5

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    Leider wahr und umso bezeichnender das es angesprochen wird. Sehr gut geschrieben. :)

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    Ein wirklich gutes und bewegendes Gedicht! Du hast einen schönen Weg zwischen der Nutzung von sprachlichen Bildern und dem Erhalten der recht einfachen Verständlichkeit gefunden. Mir hat gefallen, wie du die einzelnen Aspekte, die unsere Welt langsam, zerstören ‚verpackt‘ hast. Auch rhythmisch ist dein Gedicht sehr angenehmen zu lesen. Außerdem ist in meinen Augen, die Atmosphäre, die du erzeugt hast, sehr stimmig. Düster und bedrückend, aber nicht zu melancholisch. Das fand ich sehr passend zum Thema. Und da bin ich leider am weniger erfreulichen Punkt angelangt. Du hast da wirklich wahre Worte zu (digitalem) Papier gebracht; Mit der Welt geht es den Bach runter und wir als Menschen tragen die Schuld dafür, doch anstatt alles zu tun, um unsere Fehler gegenüber der Natur und irgendwo auch gegenüber uns selbst zu begleichen, gehen wir der Verantwortung lieber aus dem Weg. Aber genau dagegen richtet sich dein Gedicht ja. Also noch einmal abschließend: Wirklich gute Arbeit!

  • Author Portrait

    Traurig und leider wahr. Es gibt auch ganz viele unter uns, die versuchen diesem Verderben entgegenzuwirken. Aber erst wenn jede einzelne Person begreift, dass jedes Leben – egal ob Mensch, Tier oder Pflanze – gleich viel Wert ist, kann die Natur gerettet werden. 5/5

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