Dieser Titel mag etwas aussergewöhnlich erscheinen, wenn man ihn liest und ich will auch gleich erklären warum er so heisst, warum ich ihn wählte aus, dass hat mich bewegt, als ich heute ging aus dem Haus.

„ Ach ojeh!“ so rief ich aus, „die Welt sieht heute ja schrecklich weiss aus! Und kalte Winde blasen, nicht ist mehr zu sehen von unserem Rasen.“

Nach langer Zeit, ist nun der Schnee also doch noch gekommen, er hat uns einfach überfallen, mit seinen weissen Wonnen…

Doch kann ich Wonnen sagen, ich weiss nicht so recht, denn eigentlich ist der Schnee mir gar nicht recht! Ich mag es nicht sonderlich, wenn es hudelt und schneit, wenn Eis sich bildet und einem Fallen stellt, dass man gerne drauf ausrutscht und auf den Hindern fällt.

Ja, auch mir passiert das immer noch manchmal, heute ebenfalls und dass war in diesem Jahr das erste Mal.Flutsch machte es, und da lag ich nun, als hätte ich nichts Besseres zu tun. :-(

Als wären meine Knochen noch so jung und gesund, wie bei einem jugendlichen Spund. Nein, meine Knochen sind zwar noch nicht so alt, dass sie kaum mehr heilen, dass die Schmerzen in meinem Körper bis zum Ende meines Lebens verweilen… Doch sind sich auch nicht mehr so jung, dass sie heilen so schnell, wie bei einem Kind, oder einem andern jungen Wesen, sie haben schon etwas mehr Mühe zu genesen.

Der Hund hatte trotzdem seine Freude, an seiner Leine zog ich mich dann hoch, denn er konnte es kaum fassen rannte herum, der Schnee machte ihm gewaltige Freude, zum Glück hat mich der Zug der mich zu Fall gebracht, auch wieder aufgerichtet heute (damit mein ich meinen Hund). Und so habe ich einfach weitergemacht, mit dem Stapfen durch den Schnee, Frau Holle wirklich, also nee! Warum hier Schnee, der ja doch nur Ärger macht, weil man muss pfaden, weil man muss fahren und gehen so langsam wie eine Schnecke… Echt Schnee, nein danke! doch er liegt heute in jeder Ecke! Man kann sich ihm nicht enziehn und wäre manchmal gern ein Zugvogel dann, der dieser weissen Pest könnte enfliehn.

Doch das ist ja nur die Einstellung eines schnöden Schnee- Verschmähers, Kinder können das nicht begreifen, sie lieben es wenn die für sie weisse Pracht möglichst reichlich fällt, das ist für sie etwas vom Schönsten auf der Welt. Das kann man toben, Englein machen, kann schlitteln, Schneemänner bauen und ander tolle Sachen, das ist wirklich zum Kugeln und Lachen. Auch mein Hund scheint die weisse Pracht zu schätzen sehr, draussen ist er jetzt immer mehr! Springt durch den Garten, macht lustige Possen, scharrt ihm Schnee, will immer wieder von ihm kosten. Ach der Schnee ist ja so wunderbar, festes Wasser, feucht und klar. Doch festes Wasser, was will ich damit? Ich habe es lieber wenn es fliesst und sprudelt, in einem sommerlichen Bächleinsgrund, das tut doch die Freude des Lebens so richtig kund!

Aber nicht der Schnee... oder ist er vielleicht doch nicht so übel, ich weiss es nun auf einmal nicht mehr, jedenfalls sollte er wenigstens nicht fallen wie aus Kübel. Eigentlich sollte die Sonne dazu scheinen, der Schnee glitzert dann gar wunderbar, dass gefällt mir schon besser, besonders eben, wenn der Himmel ist klar. Vielleicht sollte ich lernen das Schöne auch wieder im Schnee mehr zu sehn, es fällt mir nicht leicht und so wie als Kind ich mich daran habe gefreut, so wird es wohl nie wieder werden heut. Doch die weisse Pracht ist auch schön und rein sie kann für die Welt sehr wichtig sein. Wenn man bedenkt, der Schnee wäre schwarz wie in Höllen- Gefilden, dass würde uns noch schlimmer deuchen. Das wäre wirklich übel dann, also besser der Schnee ist weiss und das bringt mich zu Schluss voran… dass ich vielleicht dankbarer sollte sein für diesen Wintersboten, nur pfaden, ausrutschen, autofahren sollten dann sein verboten! Das wäre doch mal was Lustiges, wenn man bedenkt, da würden uns viele besondere Momente geschenkt.

So geht’s auch ohne Schnee, denk ich und dabei bleibe ich wohl doch, aber hasse ich ihn immer noch? Es ist schwer zu sagen, jedenfalls ist es schön zu sehen, wenn Kinder und Tiere durch die weite Weisse jagen, springen, lachen, singen, bellen und darin scharren, das berührt auch das Herz des grössten Narren. Darum Schnee, ich liebe dich noch immer nicht sonderlich, deshalb schreib ich heut dies Gedicht über dich!  

 

 

 

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