Die Bestie von Faron


                                                           Kapitel 6 

Kylion stampfte den Burghof auf und ab und seufzte Warum musste diese Frau nur so verdammt stur sein und wo zum Teufel waren Dragon und Balagor? Er lies nach ihnen schicken und kurze Zeit später kamen die beiden auch schon aus der Richtung, in der der Übungsplatz lag. Er wollte so schnell wie möglich die Heirat hinter sich bringen und sobald die Heiratsurkunde unterschrieben und die Ehe vollzogen wäre, würde es nichts und niemanden mehr geben, der ihm die Prinzessin hätte nehmen können. Dessen war sich Kylion ganz sicher. Er würde seine Frau mit seinem Leben schützen und verteidigen! Doch da war noch Lord Uriah. Kylion hatte einen Entschluss gefasst, er wollte nicht warten bis dieser Teufel kam um sich Wenefra zurück zu holen. Kylion hatte genug starke mutige Krieger, die ihm treu ergeben waren und mit ihm in den Kampf ziehen würden. Er wollte nach Ask und die Festung des Schlächters, des Henkers wie man den Dark Lord im Volksmund nannte, stürmen und bis auf ihre Grundmauern niederbrennen. Uriah wollte er eigenhändig mit dem Schwert niederstrecken und auf einen Pfahl spießen, wo sein Leichnam den Krähen als Fraß dienen sollte.
"Da seit ihr ja endlich, ich möchte wissen was ihr so lange getrieben habt. Anstatt euch mit den Mägden im Heu zu vergnügen, solltet ihr lieber auf dem Übungsplatz die Schwerter schwingen und euch vorbereiten!" Kylion schnaubte wütend. "Verzeiht mein König, aber wir kommen gerade vom Übungsplatz und nicht wie ihr meint aus den Stallungen, wenn gleich es doch sehr angenehme Vorstellung ist!" zwinkerte Dragon seinem königlichen Freund zu. "Genug damit, ich hoffe ihr habt euch genug Vorbereitet und seit fertig zum Aufbruch!"
"Mylord, wir sind immer vorbereitet, doch was meint ihr mit Aufbruch? Wohin soll es denn gehen?" Balagor sah erst zu seinem Dragor und dann mit fragendem Blick zu Kylion. " Wir reiten nach Ask und werden die Festung des Lords stürmen und ihn und sein Gefolge ein für alle male den Garaus machen!" Kylion sah mit fest entschlossenem Blick seine beiden Freunde an, die jedoch nicht so recht begeistern von dieser Nachricht schienen. " Ihr beliebt zu scherzen mein König. Ihr könnt nicht einfach ohne Grund die Festung des Schlächters stürmen und alle Mann dort niederstrecken, einschließlich des Lords selbst! Ihr würdet Prinzessin Wenefra zur Witwe machen. Mylord, das wäre Mord!" Dragon sah Kylion entsetzt an und Balagor nickte seinem Freund beipflichtend zu. "Mit oder ohne euch, ich werde nach Ask reiten und es gibt nichts was mich davon abhalten oder umstimmen könnte. Entweder ihr seit mit mir oder gegen mich! Kylion war wie von Sinnen und die beiden fragten sich, was wohl mit ihrem Freund geschehen war, denn so kannten sie ihn nicht. "Bei den Göttern Kylion......was ist nur los mit dir? Hat dir diese Frau so den Kopf verdreht, das du sie mit allem Mitteln hier behalten willst und sogar vor Mord nicht zurück schreckst? Das kann nicht dein Ernst sein!" Balagor trat einen Schritt auf Kylion zu und legte ihm seine Hand auf die Schulter. " Doch, es ist mein Erst.....und was Wenefra anbelangt, ihr habt doch keine Ahnung." Kylion wand sich mit verzerrtem Gesicht von Balagor ab. " Wie sollten wir denn wissen warum du so besessen davon bist, den Lord zu töten und seine Frau mit aller Macht hier zu behalten. Kylion, sie gehört nicht mehr hier her. Sie ist jetzt eine Thorndon und keine Blackadder mehr!" nun war auch Dragon auf Kylion zu gegangen und sah ihn eindringlich und ernst an. Kylion drehte sich zu seinen beiden treuen Freunden um und seufzte. " Nun ich werde euch erzählen warum ich Wenefra hier haben will und weshalb sie mein Frau werden soll und wird. Warum ich Uriah Thorndon so Abgrund tief hasse und es mir ein Vergnügen
sein wird ihn zu töten!" Kylions Blick war düster und voller Hass und so begann er seinen beiden Freunden alles über die Prinzessin zu erzählen, darüber das er hier in den Mauern von Black Wood Castle einst aufwuchs und als man die Tochter des damaligen Königs zurück aus den Wäldern brachte und Kylion sie zum ersten Mal erblickte, es um ihn geschehen war. Auch erzählte er von Ansur und das er diesen auf dem Schlachtfeld töten musste, sonst hätte Ansur ihn getötet. Und das Fehu seine Tochter als Preis für Frieden und sein eigenes Leben zu retten, diesem Monster zur Frau gab und Uriah sie benutzte und vergewaltigt hatte. Als Kylion so da stand und seinen Freunden alles anvertraute, wurden ihre Gesichter ebenfalls ernst und ihre Blicke zornig. Nun verstanden sie ihren Freund nur zu gut und schworen ihm, Uriah Thorndon ins Jenseits zu befördern. Damit von diesem Unhold nie wieder Gefahr drohen und Wenera endlich Frieden finden konnte.
Wenefra saß in ihrem Gemach in das sie sich zurück gezogen hatte am Kamin und schlang ihre Arme um ihren Körper. Ihr war trotz der wohligen Wärme kalt und sie fröstelte. Kylions Worte gingen ihr nicht mehr aus dem Kopf und Furcht kroch in ihr hoch. Sie war verzweifelt und wusste nicht was sie tun sollte. Nicht zuletzt der Gedanke das Kylion sie ehelichen wollte, trieb sie fast an den Rand des Wahnsinns, auch das Wissen darüber was geschehen würde wenn Uriah Faron erneut überfiel. Diesmal ließe er keinen Stein auf dem anderen, alles läge er in Schutt und Asche und jeden ob Mann oder Maus, würde er töten. Und jene die er nicht sofort in den Tod schickte, wären seinen Foltern hilflos ausgeliefert! Nein, das konnte Wenefra unmöglich zu lassen. Sollte er seinen Zorn ruhig an ihr alleine auslassen, doch würde er darauf verzichten Faron und ihr Volk zu vernichten. Sie hoffte es inständig. Wenefra beschloss zurück nach Ask zu reiten, sie kannte den Weg und ihr war es gleich ob sie lebend dort ankam. Uriah sollte sie aber auf keinen Fall hier in Black Wood Castle vorfinden können. Tief in ihrem Innern wusste sie zwar, das es dem Lord ganz gleich war ob die hier wäre oder nicht. Er hatte Freude am morden, schänden und plündern. Doch Sie wollte nichts unversucht lassen und das Leben ihres Volkes zu retten. Sie wollte abwarten bis es Nacht wurde und sich dann aus der Festung schleichen.
Kylion und seine Freunde hatte sich am Abend in der Halle am Kamin zusammen gefunden und Speisten, doch das Essen wollte ihnen heute Abend nicht so recht schmecken. Das Wenefra der Mahlzeit nicht beiwohnte war Kylion zwar nicht ganz gleichgültig, doch wollte er ihr Zeit lassen sich an den Gedanken zu gewöhnen, bald die seine zu sein. Und ihm war es durchaus lieber, wenn sie von selbst einwilligen würde. Doch so wie er Wenefra kannte, würde dies niemals geschehen. Sie war eine wilde, energische, und doch so verletzliche, scheue Frau, aber auch gefährlich und unberechenbar. Wie ein Wolf! Bei diesem Gedanken, spürte Kylion sein Verlangen nach ihr sofort wieder auflodern und er musste sanft lächeln. Eine wilde wunderschöne Wölfin, genau nach seinem Geschmack und sie würde bald ihm gehören, ihm alleine! Endlich und für immer!
Plötzlich wurde Kylion aus seinen Gedanken gerissen als Garett die Stufen hinunter gepoltert kam, völlig außer Atem kam er auf ihn zu " Mylord...... verzeiht wenn ich euch störe, aber...... die Prinzessin..... sie ist...... ihr Gemach...es ist verschlossen und öffnet nicht. Ich glaube sie ist weg, aus dem Fenster......" stammelte Garett. Kylion sprang auf " Wo ist sie? schrie er den armen Kerl an " Verflucht nochmal, mach den Mund auf.... wo ist die Prinzessin?"
"Mylord ich habe keine Ahnung, das letzte Mal als ich sie sah, ging sie nach oben in ihr Gemach und schloss sich ein. Seitdem hat sie ihr Zimmer nicht mehr verlassen, glaube ich zumindest!" Garett zitterte am ganzen Körper, denn Kylions Gestalt war sehr Respekt einflößend, vor allem wenn dieser wütend war, so wie jetzt. "Du glaubst es? Bist dir aber nicht hundert Prozentig sicher. Willst du mir das etwa damit sagen?" Garett konnte nur noch ängstlich nicken.
Kylion lief an ihm vorbei, die breiten Stufen hinauf. Vor Wenefras Tür blieb er stehen und schnaufte wie ein wütender Stier. Er schlug mit seiner Faust gegen die Tür " Macht eure Tür auf..... los Aufmachen! Sofort! Doch aus dem Innern des Zimmers war kein einziger Laut zu hören. Verdammt, sie musste tatsächlich durch das Fenster geflohen sein. Dieses sture, widerspenstige, wilde Weibsbild! Doch Kylion spürte das dies sein Verlangen nach ihr nur noch mehr anheizte.
Mit einem kräftigen und einzigen Tritt gegen die Tür, hatte er diese zu Fall gebracht, Kylion war unglaublich stark und hatte keinerlei Mühe eine schwere Holztür aus den Angeln zu treten. Als er in ihrem Gemach stand war dieses tatsächlich verlassen.  Wütend wollte er schon wieder hinaus stürmen, als er ein leises Wimmern vernahm, das aus der Richtung kam wo sich das Fenster befand. Kylion runzelte die Stirn und ging langsam auf das selbige zu. Es war geöffnet als er nun genau davor stand,fiel ihm das weiße Laken auf, welches am Fenstersims festgeknotet worden war. Als er sich ein Stück weit hinaus beugte um zu sehen, wohin dieses Laken führte, sah er die Prinzessin sich daran festklammernd. Sie hatte vorgehabt sich aus dem Fenster hinab zu seilen, doch nicht berechnet das das Laken welches sie dafür benutzte um einiges zu kurz war. Und so baumelte sie fünf Meter über dem Boden des Burghofes. Würde sie jetzt los lassen oder jenes Laken würde sich lösen, wäre ein Sturz aus dieser Höhe nicht nur schmerzhaft alleine, sondern sie würde sich sämtliche Knochen im Leibe brechen.
"Seit ihr von allen guten Geistern verlassen?" Kylion konnte nicht glauben was er da zu sehen bekam. Diese Frau war nicht nur außergewöhnlich schön, stur, wild und unbändig, nein sie hatte auch völlig den Verstand verloren! Kylion packte das obere Ende des Lakens und zog kräftig daran. Es bereitete ihn keinerlei Anstrengung und im selbigen Augenblick hatte er Wenefra zurück ins Zimmer gehoben. Er packte sie an ihren Schultern und begann sie zu schütteln. " Was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht? Wolltet ihr euch alle Knochen brechen? Wie kann man nur auf solch eine dumme und waghalsige Idee kommen und sich aus einem Fenster seilen, noch dazu mit einem viel zu kurzen Laken?!"
Erschrocken und noch völlig neben sich starrte sie Kylinon an. Er war so stark und so groß, sie hatte keinerlei Chance gegen ihn. Doch dann erhaschte sie einen Blick auf ihr Bett und sah den Dolch den sie am Tag zuvor versteckt und mit dem sie das Laken zwei Teile geschnitten hatte. Sie riss sich von Kylion los und stürzte sich auf den Dolch. Drohend hielt sie diesen vor sich, " Bleibt zurück oder ich ersteche euch!" schrie sie. "Lasst den Dolch fallen!" seine Stimme klang wie ein dunkles Grollen das in ihrem Bauch vibrierte und ihre Knie weich werden ließ.
"Nein, ich werde nicht zulassen das ihr mich zu einer Heirat zwingt oder mich anrührt!"  "Lass ihn fallen....SOFORT!" sein wilder dunkler Blick raubte ihr fast den Atem, Wenefra konnte nichts sagen nur ihren Kopf schütteln. Kylion bewegte sich plötzlich so schnell, dass sie nicht begriff was geschah. Schon waren ihre Hände leer und er hatte den Dolch in seiner Hand. Nun stand er vor ihr, so das sie nichts weiter mehr sah als seine breite muskulöse Brust und sie spürte die Hitze die
sein Körper ausstrahlte. Panik erfasste sie, während sie darauf wartete was er wohl als nächstes tun würde. Wenefra schloss die Augen und betete um einen schnellen Tod.
Kylion sah Stirnrunzelnd auf sie hernieder. Bei allen Göttern, wie schön sie doch war..... wie ein Wesen aus einer anderen Welt. Doch ihr zitternder Körper und ihre verängstigte Körperhaltung passten so gar nicht dazu. Dachte sie etwa er wollte ihr etwas antun? Er fühlte sich beleidigt, zwar hatte er alles daran gesetzt sie hier her zu holen und er war auch fest entschlossen Lord Uriah zu töten und sie zur Gemahlin zu nehmen, doch hatte er sich niemals einer Frau aufgezwungen oder eine mit Gewalt genommen.  Doch dann schnappte Kylion nach ihrem Arm und zog sie blitzschnell an sich.  "Nehmt eure Hände von mir!" zischte sie und stieß ihn fort, doch augenblicklich hatte er sie wieder in seinem Griff.
"Hört auf euch zu wehren, oder ich versohle euch so richtig den Hintern. Euer Vater hat das eindeutig in eurer Kindheit versäumt!"  "Versäumt? Wie könnt ihr es wagen! Man sollte euch auspeitschen lassen!" Wenefra war wie eine Furie und kaum zu bändigen. "Bei allen Göttern ich werde euch schon noch Respekt leeren!" mit diesen Worten hob er die Prinzessin hoch, setzte sich auf die Bettkante und legte sie sich über seine muskulösen Oberschenkel. "Was habt ihr vor? NEIN....das wagt ihr nicht!!!!" "Und ob ich es wage Mylady.... ihr führt euch auf wie ein verzogenes Kleinkind und kleinen Kindern die nicht folgen wollen, verpasst man eben eine Tracht Prügel auf ihren Allerwertesten!" Kylion war fest entschlossen Wenefra den Hintern zu versohlen.
Doch als sie so über seinen Beinen lag und er ihren Körper spürte, vergaß er sein Vorhaben ganz schnell wieder. Sanft strich er über ihren weichen runden Po und spürte wie seine Männlichkeit in seiner Hose anschwoll. Als Wenefra seine Berührung spürte riss sie weit ihre Augen auf. Sie hörte auf zu strampeln und wurde ruhiger. Sie spürte wie sein streicheln fester wurde und fordernd und ein leises stöhnen drang aus ihrer Kehle. Sie war allein mit der Bestie und dessen war nicht nur sie sich vollkommen bewusst. Auch Kylion wusste das er mit Wenefra alleine war und keiner seiner Männer, selbst seine beiden Freunde würden nicht auf die Idee kommen nach zu sehen, was sie da oben trieben. Der Gedanke daran das die Prinzessin und er somit völlig ungestört waren, ließ sein Blut regelrecht in seinen Adern kochen. Doch Kylion musste sich zusammen reisen, er wollte das erste Mal mit ihr nicht jetzt und hier erleben, sondern er wollte sich diese Wonne für die Hochzeitsnacht aufsparen, auch wenn es ihm sehr schwer fiel sie jetzt los zu lassen. Als er Wenefra wieder auf ihre beiden Beine gestellt hatte sah er sie eindringlich an " Ich habe mich vieler Sünden schuldig gemacht Mylady, aber niemals würde ich eine Frau mit Gewalt nehmen!" "Dann würce ich vorschlagen ihr verlasst Augenblicklich mein Gemach!" zornig zeigte Wenefra mit ausgestrecktem Arm in Richtung der Tür. Kylion stand auf und sah sie verbittert an. " Ich und ihr, wir sind noch nicht fertig!" es klang wie eine Drohung und Wenefras Herz pochte schneller. Ohne ein weiteres Wort zu sagen verließ Kylion das Zimmer und sie hörte wie er mit schweren Schritten die Treppe hinunter ging. Sie hörte noch wie er nach einem seiner Männer rief und diesem befahl, die Tür ihres Gemachs zu richten. Völlig entsetzt über das was hier soeben noch abgelaufen war, setzte sie sich auf ihr Bett. Noch immer konnte sie seinen Duft riechen, seine Wärme spüren und seine hände auf ihrem....." Wenefra schüttelte
ihren Kopf als könnte sie damit so all ihre Erinnerungen löschen. Doch es gelang ihr nicht. Seufzend ließ sie sich nach hinten auf ihr Bett fallen und starrte an die Zimmerdecke. So ein ungehobelter Kerl Kylion doch war. Doch je länger sie über ihn nachdachte desto stärker wurde das Gefühl in ihrer Magengegend, ein leichtes Kribbeln.
Noch nie hatte sich Kylon gegenüber einer Frau so vergessen, wie gerade eben bei Wenefra. Diese Frau war gefährlicher als ein ganzes Herr bewaffneter Barbaren auf Beutezug! Sie hatte es geschafft das er fast völlig seine Beherrschung verloren
und sie leidenschaftlich und voller Liebe genommen hätte. LIEBE...wie seltsam sich dieses Wort in seinen Gedanken anhörte. Noch nie hatte er solche tiefen Gefühle für ein Mädchen oder gar eine Frau empfunden. Natürlich gab es viele die ihn wollten und die er hatte, weil sie sich ihm bereitwillig darboten. Doch Wenefra war anders. Sie war keine normale Frau die man mit Schmeicheleien oder ein paar Küssen willig machen konnte. Bei Wenefra brauchte es mehr, viel mehr! Diese Frau musste erobert werden, gebändigt wie ein wildes Tier. Allein dieser Gedanke ließ Kylions Männlichkeit in seiner Hose schon wieder anschwellen.
Am nächsten Tag kamen Reiter und wurden von Kylinon freundlich empfangen. Es waren Männer des Mc Hume Clans und sie waren gekommen um Kylion um Hilfe zu bitten. Cockburne Mc Hume saß Kylion mit ernster Miene gegenüber und trank einen kräftigen Schluck Wiskey.
"Diese verdammten Barbaren, sie kamen in der Nacht wir alle waren völlig Ahnungslos und wurden von ihnen überrascht. Bei meinem Barte Kylion, das sind keine Menschen, das sind wahre Dämonen. Sie haben die Hälfte der Männer meines Clans getötet und unsere Vorräte geplündert. Unsere Frauen und Kinder haben sie verschleppt, nur die alten haben sie verschont, warum auch immer.
So überraschend wie sie kamen so schnell waren sie auch wieder verschwunden!" Cockburne nahm nochmals einen kräftigen Schluck Wiskey und strich sich über seinen kahlen Schädel. " Ich brauche dich und seine Krieger Kylion. Wir müssen diesem Alptraum endlich ein Ende setzen!"  Kylion hörte Cockburne aufmerksam zu und war sehr nachdenklich. Uriah Thorndon hatte das Verschwinden seiner Gemahlin mitbekommen und war nun auf seinem schrecklichen Rache Feldzug. Doch warum kam er nicht nach Black Wood Castle um sie sich zurück zu holen,
warum ritt er wieder mordend und plündernd durch die Landen Farons? Irgendetwas schien hier nicht mit rechten Dingen einher zu gehen und in Kylion keimte eine schlimmer Verdacht auf. Konnte es sein, das Wenefra und Lord Thorndon unter einer Decke steckten? War sie diesem Unhold etwa doch verfallen und empfand tiefe Gefühle für ihn? Immerhin wäre sie nicht die erste Frau die sich ihrem Tyrannen und Peiniger dann doch willig hingab und für diesen alles tun würde was er von ihr verlangte. So was nannte man Abhängigkeit!
Selbst seine Freunde Dragon und Balagor hatte ihm geraten die Prinzessin gehen zu lassen, da sie nun eine Thorndon war und keine Blackadder mehr. Deswegen verweigerte sie ihm auch die Ehe und das Bett mit ihm zu teilen. Plötzlich fiel es Kylion wie Schuppen von den Augen. Wenefra wollte seinen Untergang, seinen Tod! Bei diesem Gedanken krampfte sich sein Herz schmerzvoll in seiner Brust zusammen. Er musste und wollte Gewissheit haben und war fest entschlossen Wenefra zur Rede zu stellen, noch in dieser Nacht!
Cockburne sah Kylion fragen an, als dieser ihm keine Antwort auf seine Frage gab, doch als er ihn abermals ansprach ob er und seine Krieger ihn in die Schlacht begleiten würden um ihnen zur Seite zu stehen, wurde er von einem Geräusch abgelenkt das er hinter sich vernahm. Cockburne drehte sich um und hatte das Gefühl ein Engel würde vor ihm stehen. Er blickte in ein Gesicht, wie es elfenhafter nicht hätte sein können. Diese wunderschönen braunen Augen,genau wie die einer Wölfin. Und dann dieses wahnsinnig lange schwarze Haar das im Schein der Fackeln und der Kaminfeuers in der Halle wie flüssiges Pech glänzte. Wie gebannt blieben Cockburnes Blicke an Wenefras blutroten Lippen haften und am liebsten wäre er aufgesprungen und hätte dieses Prachtweib an sich gerissen und
leidenschaftlich geküsst. Er leckte sich gierig über seine schwulstigen Lippen und griff sich zwischen seine Beine, da ihm seine Hose dort etwas eng wurde. Die gierigen Blicke seines Gastes blieben Kylion keines Wegs verborgen und rasende Eifersucht kam in ihm hoch. Wie gerne hätte er diesem fetten Sack seine Faust ins narbige Gesicht gedrückt. Doch er bewahrte Ruhe und zwang sich dazu, friedlich zu bleiben, was ihm jedoch sehr schwer viel.
"Bei allen Göttern, Kylion....wer ist dieses Elfenhafte Wesen hier!?" Cockburne war aufgestanden und hatte Wenefras Hand genommen um ihr einen Kuss auf ihren Handrücken zu geben. Kylion dachte er müsste ausrasten als er dies mit ansah und als Wenefra diesem Cockburne auch noch zulächelte, war es vorbei mit seiner Beherrschung. Kylion sprang auf " Das reicht jetzt..... und ihr Mylady, geht wieder auf euer Zimmer....SOFORT!" Aus Kylions Blick sprühten Funken vor Zorn und Wenefra konnte deutlich erkennen, das sie lieber seinem befehl folge leisten sollte. Doch sie dachte im Traum nicht daran, dies zu tun. Himmlisch süß lächelnd entzog sie Cockburne ihre Hand " Willkommen auf Black Wood Castle Mylord.... er freut mich außerordenlich euch kennen zu lernen. Was verschafft uns die Ehre eures Besuches? Kommt setzt Euch zu mir und erzählt mir!"
Das lies sich Cockburne nicht zweimal sagen und hockte sich so nahe an Wenefra heran das er ihren Körper so nahe war, das man nicht mal mehr ein Blatt Pergament hätte dazwischen schieben können. Teuflisch sah sie zu Kylion dem der Mund vor Entsetzen offen stand. Sie hatte es tatsächlich gewagt sich seinem Befehl zu wieder setzen. Ihm, Farons König! Kylion wollte am liebsten etwas zerschlagen und Cockburnes Schädel käme ihm gerade recht! Kylion ballte seine Hände zu Fäusten, doch noch bevor er sich auf diesen Fettwannst stürzen konnte kamen Dragon und Balagor in die Halle und ihre Gesichter sahen besorgt aus. Dragon blieb stehen und starrte wie gebannt zu Wenefra und Cockburne der ihre Hand schon wieder betätschelte. " Was hat das zu bedeuten Kylion?" Dragon sah fragend zu Kylion und dann wieder zur Prinzessin und Cockburne. " Keine Ahnung, doch ich werde dieser Farce ein Ende setzen und zwar JETZT!"  Balagor hielt Kylion zurück, "Warte....ich denke du solltest erst das hier lesen, bevor du etwas unüberlegtes tust!" Balagor reichte Kylion eine Pergament Rolle und als Kylion diese aufrollte erkannte er Uriah Thorndons Siegel.
" Wo hast du das her?" knurrte Kylion. "Ein Bote hat es gebracht, gerade eben!"
Kylion las sich die Zeilen welche mit Blut geschrieben waren durch und sein Gesicht verfinsterte sich zunehmend. Dann sah er zu Wenefra und zerknüllte den unteren Teil des Pergaments, so fest ballte er seine Hand zu einer Faust. "Geht.....auch ihr Cockburne......ich muss mit Lady Wenefra sprechen....unter vier Augen.... JETZT!" seine Stimme war wie Donnergrollen. Erschrocken erhob sich Cockburne, doch bevor er die Halle verließ hauchte er Wenefra noch einen Kuss auf ihre Handfläche. Grinsend verließ er dann die Halle, als wäre er ein verliebter Jüngling. Dragon und Balagor verließen ebenfalls die Halle und nickten ihrem Freund noch einmal zu.
"Was gibt es denn so wichtiges?" fragte Wenefra in einem hochmütigen Tonfall, der Kylions Zorn nur noch weiter anschürte. "Habt ihr mir etwas zu sagen Lady Wenefra? Und ich stelle euch diese Frage nur ein einziges Mal....also überlegt euch gut was ihr antworten werdet!" Kylions Stimme war bedrohlich leise und das machte Wenefra Angst. Etwas war auf einmal anders.
Hatte sie es etwa übertrieben mit ihrer gespielten Freundlichkeit gegenüber diesem Cockburne? Sie wollte Kylion eins auswischen, ihn zur Weißglut bringen, dafür das er sie behandelte als wäre sie sein Besitz!
"Ich habe keine Ahnung was ihr damit meint Mylord. Und ich wüsste nicht was ich euch zu sagen hätte!" Wenefras Stimme zitterte leicht, denn sie war unsicher und verängstigt. Sie bereute das sie Kylion ärgern wollte. "Seit ihr euch da ganz sicher?" Kylion hatte noch immer den Rücken zu ihr gedreht, "Ja ich bin mir sicher und nun entschuldigt mich, ich möchte mich zurück ziehen....ich bin...!"
"SCHWEIGT!!!!! Und setzt euch wieder hin....SOFORT!!!!!" Kylion hatte sich blitzschnell umgedreht und seine zornigen Blicke durchbohrten sie wie glühende Pfeilspitzen. Seine Stimme hallte durch die ganze Festung. Voller Entsetzen schrak Wenefra zusammen und starrte ihn wie versteinert an.  "Warum lügt ihr mich an? Hab ich euch je schlecht behandelt in den Tagen in denen ihr hier in meiner Festung zugegen wart?" Seine Festung? Wenefra glaubte ihren Ohren nicht zu trauen. Es war auch ihre Festung, ihr Zu Hause. Immerhin war ihr Vater König Faron einst Herrscher in diesen Mauern, seine Väter und Großväter hatten diese Festung erbaut, lange bevor Kylion  überhaupt geboren war. Und nun hatte er die Frechheit diese Mauern als die seinen zu bezeichnen und sie zu behandeln als wäre sie nur ein einfacher Gast? Wenefra stürmte auf Kylion zu und schlug ihm ins Gesicht.
"Was glaubt ihr eigendlich wer ihr seit und wen ihr vor euch habt?" Wenefra blickte ihn zornig an. Kylions Gesicht verzog sich zu einer höhnisch grinsenden Fratze, " Wen ich gedenke vor mir zu haben? Ihr fragt mich das allen Ernstes? Ihr, die ihr Thorndons Hure seit und noch dazu eine Hexe?"  "Was fällt euch ein!?" Wenefra holte erneut zu einem Schlag aus, doch Kylion fing diesen ab und hielt ihr Handgelenk so fest das sie schmerzlich aufschrie.
"Tut das niemals wieder! Kylion sah Wenefra mit stechendem Blick an. " Und wo wir schon einmal dabei sich, wagt es nie wieder in Anwesenheit anderer meine Befehle zu missachten! Und jetzt setzt euch, ich habe etwas zu klären und sollte noch eine einzige Lügen über eure Lippen kommen, dann gnade euch Gott!"
Kylion stieß sie von sich weg und entsetzt ließ sich Wenefra auf den Stuhl sinken. Sie verstand die Welt nicht mehr.... Sie und eine Hure? Und eine Hexe? Ihr Blick fiel auf die Pergament Rolle die halb zerknüllt auf dem Boden lag. Kylion war zum Kamin gegangen und stützte sich mit den Armen darüber ab und starrte in die Flammen. Wenefra erhob sich vorsichtig ein Stück um die Rolle aufheben zu können. Zitternd rollte sie diese auf und erkannte Uriahs Schrift, sie las die in Blut geschriebenen Zeilen und konnte nicht fassen was dort geschrieben stand. Uriah bezichtigte sie der Hexerei, das sie schon seit langem mit ihm gemeinsame Sache machen würde das er unter ihrem Bann stehe und sie es gewesen sei, die diese Ehe von sich aus gewollt hätte um aus Faron weg zu kommen. Auch schrieb er das sie mit ihm freiwillig den Beischlaf vollzogen und sie ebenfalls großen Gefallen an den Folterungen der Gefangenen hatte. Nun bat Uriah Thorndon, König Kylion darum die Hexe zurück zu schicken, damit sie ihn von ihrem Bann erlösen
könne. Er riet Kylion die Hexe zu verbrennen, da sie verantwortlich sei für die erneuten Morde und Plünderungen. Uriahs Schreiben war so an den Haaren herbei gezogen das ihr schwindlig wurde. Dieses Monster war nicht nur ein Mörder und Vergewaltiger, sondern auch ein elender Lügner. Und was noch viel schlimmer war, dieser Mensch war dem Irrsinn verfallen. Und er hasste Wenefra! Wenn er sie nicht mehr haben konnte, dann sollte sie auch kein andrer haben. Doch anstatt sie zurück zu erobern, da er wahrscheinlich großen Respekt vor Kylion zu haben schien, hatte er mit diesem Schreiben Kylions Unsicherheit geweckt.
Nichts war mehr gefürchtet in jeder Zeit, als eine Hexe, Krieg und Leid!  Wenefra ließ die Schriftrolle aus ihren Händen gleiten und starrte fassungslos zu Boden. Sie schloss ihre Augen und bereitete sich auf ihren Tod vor. Sie wusste das man sie als Hexe hinrichten würde. "Ist es war was dort geschrieben steht?" Kylion sprach ruhig und seine Stimme zitterte leicht. "Ich weiß ihr werdet mir keinen Glauben schenken, aber bedenkt das Uriah euer Feind ist. Er ist hinterhältig und schreckt vor keiner Grausamkeit zurück, egal welcher Art! Er ist Hasserfüllt da ich ohne sein Einverständnis seine Festung und sein Land verlassen habe. Und es überrascht mich das ausgerechnet ihr, diesem Unhold Glauben schenkt! Habt ihr etwa vergessen, wer wir Blackadders sind? Das sie weiblichen Neugeborenen von Wölfen aufgezogen werden? Und ausgerechnet Ihr fürchtet eine Hexe, die nicht einmal eine ist?" Wenefra sah zu Kylion der noch immer mit dem Rücken zu ihr gedreht stand.  Sein Schweigen brachte Wenefra fast an den Rand des Wahnsinns, wieso sagte er denn nichts. Von ihr aus hätte er sie anschreien können, oder irgend etwas kaputt schlagen, doch sein Schweigen war eine endlos wirkende Qual. "Ich fürchte den Tod nicht und wenn ihr mich richten wollt, dann tut es. Doch dann seit ihr nicht mehr wert als dieser Barbaren Bastard!" das hatte gewirkt, Kylion drehte sich langsam zu Wenefra um und sein Blick übertraf alles Böse. "Ich werde euch weder den Barbaren zum Frass vorwerfen, noch werde ich euch hinrichten lassen oder in den Kerker werfen. Ich will nur eines, die Wahrheit wissen. Es ist mir gleich ob ihr eine Hexe seit oder nicht....ich lebe lange genug in diesen Mauern um zu wissen, das den Balckadders Hexen oder Magier egal sind. Wir wissen die dunklen Künste zu schätzen und fürchten diese nicht!
Doch was ich nicht leiden kann ist Hinterhältigkeit und Verrat am eigenen Volk. Und ich mag keine Frauen die sich schamlos einem Mann anbieten und dessen abartigen Vorlieben für Folter und Grausamkeit teilen. Ich frage euch nur noch ein einziges Mal Lady Wenefra, wart ihr Thorndons Hure? Habt ihr in die Ehe mit ihm aus freien Stücken eingewilligt und hat es euch Freude bereitet seinen Gräuel Taten zugegen zu sein? DAS ist alles was ich von euch wissen will!" Kylions Blick strafte Wenefra mit eisiger Kälte und sie konnte kaum richtig Atmen. Wenefra erkannte das Kylion trotz seines Rufes eine grausame Bestie zu sein, sein wahres
Inneres. Kylion war gerecht und hieß es nicht gut das unschuldige Menschen starben oder bittere Not litten. Und, er schien eifersüchtig zu sein auf Uriah!
"Nein....!" mehr konnte Wenefra ihm nicht antworten. "Was nein!? Ich möchte eine genauere Antwort von euch haben Lady Wenefra!" Kylion kam auf sie zu doch sein Blick war noch gleich wie vorher. "Ich war nicht seine Hure...... und ich habe mich ihm nie freiwillig hin gegeben. Er vergewaltigte mich eines Nachts, und redete
wirres Zeug, ich sei eine Hexe und hätte über ihn einen Bann gelegt und das ich dafür noch büßen sollte. Die anderen Nächte, in denen er in meine Kammer kam, musste ich ihm Erleichterung verschaffen. Mit meinen Händen oder meinem Mund, weil er beim ersten Mal keinen Höhepunkt hatte. Und er gab mir die Schuld, ich hätte ihm seine Männlichkeit genommen mit einem Zauber. Aber auch so konnte er sich keine Befriedigung mehr verschaffen. Es gelang ihm nicht bei mir! Er sagte ich sei unfähig einen Mann zu befriedigen, was ein Beweis dafür wäre das ich eine Hexe sei. Dann eines Tages ritt er mit seinen Männern fort und dann kamen eure Männer mich holen.!"
Kylion hatte sich während Wenefra ihm alles erzählte, sich auf seinen Thron gesetzt und sie eindringlich beobachtet, er sah ihre Augen die sich mit Tränen gefüllt hatten und er sah auch wie schwer es ihr viel, über ihre Qualen bei und unter Thorndon, zu reden. Kylion füllte sich schuldig und ihn überkam ein schlechtes Gewissen, sie jene Qualen im Geiste noch einmal zu durchleiden.
"Dieser elende Bastard, hab ich es doch gewusst..... !" mit voller Wucht, schlug Kylion mit seiner Faust auf die Armlehne seines Thrones. " Dafür werde ich ihn töten, doch vorher werde ich ihn spüren lassen, was es heißt meinen Zorn zu wecken!" Wenefra schrak zusammen doch hielt sie seinem Blick stand. " Darf ich mich JETZT in mein Gemach zurück ziehen, Mylord? Oder gibt es noch mehr das ihr wissen wollt?"  Kylions Herz schlug ihm bis zum Hals. Und ja es gab noch ein paar Dinge die er wissen wollte, so einige Fragen schwirrten in seinem Kopf herum, auf denen er so schnell als möglich eine Antwort haben musste, bevor er
entschied was mit Wenefra geschehen sollte. "Hattet ihr je Gefühle für Thorndon oder mit dem Gedanken gespielt sein Kind zu gebären?"  Wenefra sah Kylion entsetzt an " Nein, niemals.... lieber wäre ich gestorben als das Kind eines Bastards aus zutragen! Und Gefühle, nun in der Tat hatte ich kurzzeitig Gefühle für ihn, jedoch waren es keine Gefühle die eine Ehefrau für ihren Ehemann empfinden sollte. Teilweise hatte ich sogar Mitleid mit ihm, doch dann nicht mehr. Als er mich brutal entehrte, waren dann nur noch Ekel und Hass ihm gegenüber. Und Furcht!" Wenefra senkte ihren Blick.
"Bei allen Göttern, alleine schon dafür werde ich ihn aufspießen und ausweiden!!!!! Er hat euch Eure Unschuld genommen!" Kylion konnte kaum noch an sich halten und schäumte vor Zorn! Er war wütend über alles und auf jeden...auf König Fehu, der seine einzige Tochter einem Schänder zur Frau gab, nur um sein eigenes Leben zu retten. Auf sich, denn er war nicht hier gewesen um Wenefra davor zu schützen. Hätte Fehu sie damals Ihm zur Frau gegeben, wäre so einiges anders verlaufen.  " Was geschieht jetzt mit mir MyLord?"  Kylion wurde von Wenefras leiser Stimme aus seinen drüben Gedanken gerissen.
"Ihr habt nichts zu befürchten MyLady. Ihr habt mein Schwert und mein Leben zu eurem Schutze! Und ich werde nicht zulassen, das euch jemals wieder solche Demütigungen und Qualen wieder fahren! Ihr könnt euch jetzt zurück ziehen, wenn ihr das wollt. Ich schicke euch ein Dienstmädchen, sie soll euch ein heißes Bad richten, damit ihr euch entspannen könnt!" Kylion stand auf und wollte die
Halle verlassen als er sich noch einmal zu ihr herum drehte " Dennoch, ich werde euch ehelichen. Doch zuvor muss ich euch zur Witwe machen. Im Morgengrauen brechen meine Männer und ich nach Ask auf um all dem endlich ein Ende zu setzen!"
Wenefra schluckte schwer, noch immer saß der Schrecken tief in ihren Knochen. Doch bevor Kylion das Tor öffnete, rief sie ihm nach "Wie lange werdet ihr fort sein Mylord?"  Kylion blieb auf der Stelle stehen, ohne sich nach ihr umzudrehen antwortete er " Nicht lange.....!" "Wirklich? Oder wollt ihr mich nur beruhigen?" Wenefras Stimme zitterte. "Warum sollte ich und weshalb habt ihr so großes Interesse daran zu erfahren, wann ich zurück kehren werde?" plötzlich durchfuhr Kylion ein schrecklicher Gedanke. Hatte Wenefra etwa einen Geliebten? Wollte sie deshalb wissen wann er zurück kam, damit sie und ihr Bettgespiele sich ungestört ihrer Lust hingeben konnten? Ihm war sehr wohl aufgefallen, wie seine Männer, die Prinzessin ansahen und beobachteten, ihre lüsternen Blicke wenn sie an ihnen vorbei ging. Selbst Dargon und Balagor hatten ein Auge auf Wenefra geworfen, nur waren sie viel zu anständig und treu ihm gegenüber, als das sie sich ihrem König in den Weg stellen würden. Auch seine Männer wussten nur all zu gut, das er jeden der es wagte Wenefra zu berühren oder sie unsittlich anzureden dies mit seinem Leben bezahlen musste! Wenefra gehörte ihm!
Langsam drehte sich Kylion um und sah sie finster an. " Habt ihr einen Geliebten?!"  Wenefra dachte sie würde ihren Ohren nicht trauen, das konnte er jetzt unmöglich wirklich gefragt haben.  "Verzeiht Mylord, ich verstehe nicht. Wie kommt ihr auf solch eine abstruse Idee? Seit gewiss, ich hege keinerlei Interesse, an irgend einen Mann. Selbst euch verwehre ich mich, wenn ich euch daran erinnern darf!!!" erzürnt sah sie Kylion an. Nun, da musste er ihr Recht geben. Sie verweigerte sich ihm! "Vielleicht bin ich ja nicht nach eurem Geschmack, aber wer anderes dann schon?" Kylion hatte sich vom Tor wegbewegt und kam langsam auf sie zu ohne das sie es wirklich bemerkte. "Ich gebe zu, eure Männer sind nicht gerade hässlich und auch eure beiden Freunde, sind recht ansehnlich."
Kylions Augen blitzen auf. Also doch, sie fand seine Krieger und seine beiden Freunde attraktiv. Und ihn nicht! Das traf ihn wie ein Schlag in den Magen!
"Dann solltet ihr wohl besser einen von ihnen zum Ehemann nehmen... doch dann kann ich für nichts mehr garantieren! Und ihr würdet schneller erneut Witwe werden als ihr verheiratet worden seit!" wütend schnaubend stampfte Kylion aus der Halle. Das war eindeutig zu viel für ihn. Er musste hier raus, schnell. Bevor er noch alles kurz und klein schlug!
Im Burghof standen Dragon und Balagor und unterhielten sich. Sie sahen sich verwundert an, als Kylion wutentbrannt aus der Königshalle gestürmt kam.
Er warf ihnen beiden Hasserfüllte Blicke zu und machte sich auf den Weg zum Übungsplatz. Er musste sich jetzt Luft verschaffen,  bevor er zu explodieren drohte. Dragon und Balagor liefen ihm jedoch nach, denn sie wollte wissen was geschehen war. In Kylions Schädel hämmerte es unentwegt als er mit seinem Schwert auf einen Sandsack einschlug. "Ihr solltet eure Kräfte schonen Mylord..... Hebt euch euren Zorn für Thorndon auf!" rief ihm Dragon zu als er und Balagor
auf dem Übungsplatz ankamen. "Oder vielleicht doch lieber für euch!?" brüllte ihm Kylion entgegen und hielt sein Schwert in Dragons Richtung. "Seit ihr von Sinnen? Was ist in euch gefahren?" Balagor war vor Dragor gesprungen und hielt seine Arme auf Abwehr, denn Kylion kam bedrohlich nahe. Er war wie im Rausch!
"Tut doch nicht so scheinheilig! Glaubt ihr wirklich ich habe nicht bemerkt wie ihr Wenefra anstarrt, ihr nachschaut, sie anlächelt?" Kylions Augen waren Blutunterlaufen und jeder einzelne Muskel zum zerreisen gespannt.
"Was redet ihr da mein König? Wir sind nur freundlich zu eurer zukünftigen Frau und ihr könnt keinem Mann hier in der Burg einen Vorwurf daraus machen, wenn sie eurer Prinzessin hinterherschaut. Sie ist einfach unglaublich schön, aber keiner
von uns oder euren Männern würde es wagen sie anzurühren! Doch jeder würde sie mit seinem Schwert und Leben verteidigen!" Dragon und Balagor sahen ihren König beunruhigt an, so kannten sie ihn nicht! "Ihr seit besessen von dieser Frau, doch ihr müsst acht geben, das sie euch nicht zum Verhängnis wird!"
Kylion ließ sein Schwert sinken und atmete schwer. " Verzeiht, ich habe euch Unrecht getan. Ich weiß das ich euch vertrauen kann und ihr mich niemals hintergehen würdet. Und ja, ihr habt Recht. Ich bin besessen von ihr, ich war es schon damals als sie noch ein junges Mädchen war. Sie war die erste und die einzige Frau, die ich je haben wollte. Doch sie will mich nicht. Sie findet andere Männer attraktiver!" Kylion war sichtlich in seinem Stolz getroffen und brannte förmlich vor Eifersucht!  "Hat sie das so gesagt Mylord? Das ihr hässlich seit und ihr nicht gefallt?" Dragon musste lachen. " Verzeiht mein König, aber das kann ich mir bei Leibe nicht vorstellen! Ihr seit ein Bär von einem Mann und jede Frau hier in der Burg würde alles dafür geben, das Bett mit euch teilen zu dürfen! Und Prinzessin Wenefra ist auch nur eine Frau und hat Bedürfnisse die gestillt werden wollen. Ihr solltet sie verführen, das sie gar nicht anders kann als euch zum Gemahl zu nehmen!" Dragon hatte gut reden. Wenefra war keine gewöhnliche Frau, die man mit sinnlicher Verführung erobern konnte. Sie war etwas besonderes, aber sie war auch verdammt stolz und stur! Und was noch schlimmer war, sie war gefährlich! Diese Frau konnte sein Untergang, sein Verderben sein! Er war ja jetzt schon im Begriff seinen Verstand zu verlieren. Wie sollte es erst sein, wenn er neben ihr gelegen  hat und in ihr war? Kylion wusste es nicht, doch was er wusste war, das er dem Wahnsinn verfallen würde wenn er sie nicht besitzen
konnte. Er wollte um alles in der Welt ihr Gemahl werden!







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