Mary Sue will die Welt retten

Als Chantalle Candy Mary Sue an einem wundervollen sonnigen Tag geboren wurde, wussten alle, dass sie etwas ganz Besonderes war. Mit ihren strahlend grünen Augen, die so tief wie der Auenwald von Frodo waren, verzauberte sie jeden, den sie ansah. Frauen wünschten sich ein Kind wie Mary. Harte Kerle wurden handzahm und bekamen Herzchen in den Augen, wenn sie wie die Sonne strahlte. Schon nach einer Woche sprach sie ihr erstes Wort, welches bedeutungsschwanger durch den Raum schallte. Weltfrieden. Oh wundersames, bezauberndes Wesen! Chantalle Candy Mary Sue wurde größer und schöner. Ihre alabasterfarbene Haut spiegelte die Reinheit ihrer Seele wider. In einem kleinen aber feinen Schloss war sie behütet aufgewachsen und spielte täglich mit ihren besten Freunden Eddie Eichhörnchen und Susi Schlange. Sie liebte alle Tiere und alle Tiere liebten sie. Manchmal verirrte sich Betty Spinne in ihr rehbraunes Haar, welches im Morgenlicht golden glänzte. Mary ließ Betty eine Weile krabbeln, bevor sie das kleine Getier vorsichtig auf ihr rosafarbenes Himmelbett legte. Mit 14 Jahren hatte Mary ihr Abitur mit 0,9 Notendurchschnitt in der Tasche. Die meisten ihrer Freunde waren dumm und hässlich, was sie natürlich nicht so empfand sondern die Anderen von sich selbst behaupteten. Dieses wundervolle Geschöpf Gottes liebte alle Menschen, egal ob mit gezupften Augenbrauen oder ohne. Oberflächlich war sie nicht - oh nein! Niemand konnte das behaupten. Ihre wunderbaren, einfühlsamen, stinkreichen Eltern liebten ihr Kind wie sich selbst. Nein, sogar noch mehr. Daher waren sie sehr stolz, als sie eine hochkomplexe Ausbildung bei einem weltweit bekannten Schnellrestaurant absolvierte. Alle liebten und bewunderten sie. Noch nie hatte jemand so sensibel und akkurat die Tomatenscheiben auf das Brötchen gelegt. Jeden fertig belegten Burger gab sie einen Abschiedskuss und ich schwöre, dass die Kunden einen inneren Frieden verspürten, wenn ihre Lippen den äußerst gesunden und wohlschmeckenden Burger berührten. Chantalle Candy Mary Sue bestach aber auch, jedoch nicht nur, durch ihr exotisches Aussehen. Ihre alabasterfarbene Haut, die am Abend wie durch Zauberhand schokobraun wurde, die kurzen lockigen Haare, die wie Wellen bis zu ihren wohlgeformten durchtrainierten Popo fielen und natürlich diese grünen Augen, die auch gerne blau-grau funkelten, wie das Meer bei Sturm, sorgten dafür, dass jeder, egal ob Weiblein oder Männlein, sie gerne als Partnerin an ihrer Seite gehabt hätten. Natürlich spielte das Alter überhaupt keine Rolle, denn Mary war so reif und weise, wie eine Pflaume im Herbst. Und wie wir uns ja alle einig waren: Jeder liebte Pflaumen! Nach einer amüsanten und herausfordernden Schicht im Schnellrestaurant ging Chantalle Candy Mary Sue in den naheliegenden Park spazieren, um ihre Freundin Susi Schlange zu besuchen. Sie hatte die kleine Schlange schon länger nicht mehr besucht und das schlechte Gewissen nagte, wie ein Biber auf Speed, an ihrer zartbesaiteten Seele. Doch was musste Mary da sehen?! Oh Schockschwerenot! Da war doch tatsächlich ein düster aussehender und äußerst attraktiver junger Mann, der adonisgleich seine Plastikflasche mit Fruchtsaft an die extrem vollen und wohlgeformten Lippen führte und danach die Flasche einfach auf die Wiese warf!!!! Welcher Mensch war nur zu so etwas im Stande? Etwas zerbrach in ihr. Fassungslos ging sie zu dem schönen Unbekannten. "Was soll denn das?" Quälend langsam drehte sich der Schönling um und betrachtete die Störquelle seiner wohlverdienten Ruhe. Als er in ihre nun kupferfarbenen Augen sah, rührte sich tief in ihm etwas, dass er schon lange totgeglaubt wähnte. Mary hingegen, verstört von der Impertinenz dieses wunderhübschen Mannes, blickte böse drein. "Du kannst doch nicht einfach Müll in die Gegend schmeißen! Hast du an die Ökobilanz gedacht?" Er schmunzelte und Mary wurde verlegen. Noch nie hatte sie einen Fremden so angepöbelt. Was war es nur, was diese ambivalenten Gefühle in ihr auslösten? Plötzlich kam der mysteriöse Fremde mit den schönen langen Wimpern auf Mary zu und flüsterte in ihr Ohr: "Du solltest dich von mir fern halten. Ich bin ein Bad Boy der ganz schlimmen Sorte. Der Klimawandel? Die permanenten Naturkatastrophen? Ich hatte meine Finger im Spiel." Die Schöne sog scharf Luft ein und musterte ihn fassungslos. "Aber die Umwelt! Durch dein Verhalten bist du ein schlechtes Vorbild und viele junge Menschen werden deinem Beispiel folgen! Unser Ziel sollte es doch sein, die Welt zu retten und nicht zu zerstören." Tränen kullerten an ihrer samtweichen Haut hinunter. "Wer bist du, dass dich dieser Fakt nicht stört?" Der Unbekannte lächelte diabolisch. "Wer ich bin? Der Umweltminister!" Lachend drehte er sich um und verschwand im Licht der untergehenden Sonne. Marys Herz schlug wild, doch sie wusste, dass sie ihn nicht zum letzten Mal gesehen hatte. Nun hatte sie ein neues Ziel - und sie erreichte immer ihre Ziele. Sie würde dafür sorgen, dass dieser unfassbar attraktive Mann seine Einstellung ändern würde und sie dann Seite an Seite zusammen die Welt retten würden!
Wird Mary es wirklich schaffen, den wunderschönen Umweltminister auf ihre Seite zu ziehen? Und was hat es mit dem "Wasser des Schreckens" auf sich?
Dies alles erfahrt ihr - oder auch nicht - in einer neuen Folge von "Stunde der Wahrheit: Die wirklich wahre Wirklichkeit der Chantalle Candy Mary S."

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