Chronik: Der Omekönig -Odok's Kampf mit Kohai-


Nur wenige Stunden nach seinem ersten Sprung kam Odok in Ryusei an. Der Berg war noch genauso groß und mit Blumen bedeckt, wie bei der Abreise des Omekönig Odok. Als er einige Ome kichernd hörte, rief er: "Meine lieben Freunde da bin ich wieder.", ohne eine Sekunde vergehen zu lassen, sammelten sich die Ome um ihren Herrscher, ergriffen ihn und ließen ihn hoch leben: "Lang lebe unser König, er ist zurück gekehrt." Einige Ome, die das Geschlecht der Daji inne hatten, traten an den Omekönig heran: "Herr ihr seid zerstreut, ihr habt uns viel zu lange allein gelassen, es lechzt uns nach unserem König. Denn ihr seid unser Retter in der großen Not, ein Riesentroll ist gekommen und bedrängt unseren Frieden und unser Seelenheil. Er nahm uns unsere Höhle und verstieß uns aus unserem zuhaus. Wir versuchten alles was in unserer Macht zu stehen stand, doch es half nichts. Er nimmt Land, Nahrung und sogar Kinder, ein wahres Biest. Ihr großer Herrscher seit unserer letzte Hoffnung.", endeten die Daji wimmernd.

"Wer ist dieser Troll, dass er glaubt mein Volk bedrohen zu können. Sagt mir wo ich ihn finden werde und er wird Geschichte sein.", rief Odok erzürnt aus.

"Es ist Kohai, der Riesentroll, ihr findet ihn in unserem Palast."

"So werde ich mich aufmachen und ihn zu bezwingen wissen.", sagte der Omekönig und sprang mit eiligen Sätzen zum Palast. Als er den Wasserfall erreicht hatte, sprang er mit einem Satz auf dessen Klippen, der Palast war nicht mehr weit.

Er kam nicht umhin sich über die Leichtigkeit dieser Tat zu erfreuen, da er früher stets beschwerlich klettern musste. Da hörte er Stimmen, welche Odok zu einem Loch führten. Dort saßen kleine Trolle. Spitze Ohren, scharfe Eckzähne und große Nasen zeigten, dass es Tororus-Trolle waren.

Als sie Odok sahen, wollten sie fliehen, doch einen packte Odok an den Schultern und schüttelte ihn, als er ihn in die Mangel nahm. "Sag deinem Herrn, der wahre Besitzer des Palasts und Gebieter über die Insel ist zurückgekehrt und das er verschwinden soll.", Odok ließ darauf den Troll laufen, der gleich zu seinem Meister rannte. Das Echo der Trollrufe in den Tiefen der Höhle, drang an Odoks Ohren und so hörte der Omekönig alles was der Troll seinem Meister berichtete, indessen wartete Odok darauf, dass der Riesentroll erscheinen möge. "Großer König Kohai, etwas Schreckliches ist geschehen?"

"Was?", brüllte eine Laute, grässliche Stimme, welche die ganze Höhle zum erzittern brachte.

"Vor der Höhle, steht eine weiße Kreatur mit schwarzen Streifen und einem Omeartigen Kopf. Sie behauptet, sie sei der Besitzer des Palastes und der gesamten Insel. Sie sagt ihr sollt verschwinden."

"Ha,ha.", lachte der Trollkönig finster, "Ich hörte das die Ome einen König haben, der sich auf eine Reise zur Religion begab, dass bedeutet ja wohl er ist wieder da. Nach was sieht er aus und welche Waffen führt er? Er trägt ein einfaches, braunes Gewand. Keine Schuh oder Waffen am leib. Er erwartet euch am Eingang der Höhle.."

"Meine Rüstung, mein Schwert und auch mein Helm; Los ihr jämmerlichen Wichte!", schnaubte der Riesentroll. Sogleich holten die Tororos die Waffen des Trollkönig Kohai, zogen ihm Brustpanzer über und reichten ihm den gusseisernen Helm. Begleitet von seinem Gefolge stampfte der mächtige Riesentroll aus der Höhle und brüllte: "Wo ist der, welcher sich der Herrscher dieser Insel nennt?"

"Wozu so große Augen, wenn man doch nichts sehen kann.", erwiderte Odok unbeeindruckt von der hünenhaften Gestalt des riesigen Trollkönig.

"Was? Dieser kleine Wicht soll der Omekönig sein, der lang ersehnte Held? Die Rettung?", Kohai lacht gehässig und entblößte seine fauligen, aber spitzen Zähne, "Ein Wicht wie du fordert mich zum Duell, das kann nur ein Scherz sein, so lachen muss ich. Siehst nicht älter aus, als zwanzig Jahr und bist ohne Waffen hier."

"Du hast Augen im Gesicht, aber sehen kannst du wirklich nicht. Ich bin nicht klein, ich kann der größer als deines Körpers sein. Sagst ich trage keine Waffen an meinem Gurt, doch habe ich Pranken, Kopf und Herz; diese versetzen Berge, was vermag dein jämmerliches Schwert?", erwieder Odok selbstbewusst, auch wenn er sah, dass das Schwert keinesfalls jämmerlich war und vor Schärfe blitze.

"Ich werde dir zeigen was es kann!", brüllt der Riese und schwang seine Waffe, zeitgleich sprang Odok in die Luft und schmetterte einen Schlag in das Gesicht des Trollkönig. Doch er parierte ihn mit seiner freien Hand: "Du Zwerg, willst einen Riesen schlagen, ein Hieb von mir und es aus mit dir!"

"Und doch weich ich nicht, denn das gleiche gilt auch für dich.", erwiderte Odok sich vom riesen abstoßend und dem Schwerthieb ausweichend, "Komm her du feiner Geselle.", provozierte Odok sein gegenüber. Unvorsichtig lief Kohai mit seinem Schwert in einer Hand haltend auf den Omekönig zu. Odok wich den Schwerthieben aus und steckte die Fausthiebe der linken Riesenfaust ein. Gleichsam erwiderte er die Schläge so stark, dass Kohai begriff das nur sein Schwert ihm den Sieg bringen konnte. Odok nutzte seine Wendigkeit und knuffte die Rippen, donnerte in den Bauch und schmetterte seine Faust gehend Brustkorb. Doch rette die Rüstung Kohai vor schwereren Verletzungen. Als Kohai mit einer Zauberformel auf den Lippen eine Windböe unter seine Klinge legte um sein Schwerter schneller zu machen, erkannte Odok den Ernst der Lage. Doch hörte er die Formel aufmerksam und wandte sie so gleich auf sich an, als der Trollkönig nun nachdem Kopf des Omekönig ausholte, wiche dieser behände aus. So konnte er eine der dreiundachtzig Jikko nutzen um den Feind zu schlagen. Odok sprach eine andere Zauberformel, riss sich ein Büschel seiner elftausend Haare aus, jedes von ihnen hat ein minimalste seiner Seele in sich und wandelte sich zu einem Abbild des Omekönig. Die so entstandene Armee war zu schnell und Individuenreich für die Schwerthiebe des Trollriesen. Die einen hielten das Ungetüm an den Beinen fest, die anderen ergriffen seine Arme, wieder andere schlugen unentwegt auf den Brustpanzer ein. Odok schlug derweil dem Riesentroll das Schwert aus der Hand, ergriff die Klinge und ließ es mit solcher Wucht auf den Schädel des Trollkönigs sausen, dass nicht nur der Kopf, sondern der gesamte Körper in zwei Teile zerfiel. Nun eilten Odok und seine Armee den flüchtenden Tororos hinterher, diejenigen welche sie erhaschten, folgten dem Schicksal ihres Meisters, diejenigen welche entkamen setzend nie wieder einen Fuß nach Ryusei und er schauderten wenn sie das Wort Omekönig vernahmen. Odok nahm seine Haare wieder an sich, an die Stelle von der er sie genommen hatte. Doch einige Ome verwandelten sich nicht in Haare zurück, es waren diejenigen welche vom Trollkönig Kohai verschleppt worden waren.

"Herr, wir danken euch. Zwei Jahre nachdem ihr gegangen seid, kam dieser schreckliche Troll. Er stahl unsere Güter und als es keine Güter mehr zu stellen gab, entführte er uns.", sprachen die befreiten Ome.

"So ist es also gewesen, nehmt was uns gehört, danach verbrennen wir das Heim des Despoten und schütten die Höhle zu.", wies der Omekönig an.

Die Ome taten wie ihnen gehießen uns alle die Höhle verlassen hatten, brach sie unter lautem grollen zusammen.

Alle Ome versammelten sich am nun befreiten Palast und erwiesen ihrem König die Begrüßungsehre. Ein großes Willkommensfestmahl wurde gehalten. Odok erzählte die ganze Nacht von seinen Erlebnissen und wie er seine Künste entdeckte, seinen Meister So Schukio verschwieg er, wie er es versprochen hatte und kein Ome hatte je einen Verdacht geschöpft.

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