Chronik: Der Omekönig -Odok und die Trollmagie-


Nachdem Odok den Trollkönig Kohai erschlagen, ihm sein mächtiges Schwert genommen hatte und in einem triumphalen Siegeszug heimgekehrt war, übte er sich täglich im Schwertkampf mit der Trollklinge. Den Omen brachte er bei, wie sie ihre Kräfte und Fähigkeiten nutzen mussten, um sich zu verteidigen. Er zeigte ihnen verschiedenste Techniken, die sie vor Angreifern gewahren sollten. Doch mit der Zeit zweifelte Odok daran, dass diese Künste allein einen Schutz darstellen könnten, da Menschenkönige oder Troll ähnliche Kreaturen echte Waffen trugen. So schickte er sich an den Ome Teile seine geheimen Künste zu leeren, keine von solcher Brillanz und Macht wie er sie auszuführen wusste, aber die Fähigkeit Energie zu formen und für allerhand Verteidigung und Angriff nutzbar zu machen. Die Ome waren so besessen von ihrem Training, dass sie ganz vergaßen Früchte für den Winter zu ernten. Sodass sich Odok gezwungen sah, über das große Meer zu fliegen und dort Nahrung zu beschaffen. Er setzte sich in seinen Schneidersitz und wenig später sprang er über das große blau des Meeres, was er mit einem Floß in Wochen überquerte und nun in Minuten. Am anderen Ende des Meeres fand Odok tatsächlich eine Stadt, sie war vollkommen von Mauern umzogen und mit gepanzerten Rittern bewacht. Innerhalb der Mauer roch es verführerisch nach Obst und anderen Leckereien, die Wälder um den Mauern waren leer gepflückt, sodass Odok keine Früchte sammeln konnte. So lief Odok Richtung Stadt und sprach bei sich: "In der Stadt riecht es so gut, da will ich Früchte holen gehen. Doch ich habe kein Geld, was soll ich tun? Ich weiß, ich nutz Magie."

So sprach er die Zauberformel des Windes vom Trollkönig und verwandelte einen Sonnentag in finsteres Dunkel, die Wolken ballten sich und zogen wie ein Herr in Richtung der Stadt. Das Volk und selbst die Wachen der Stadtmauern zogen sich beim Anblick der mächtigen Wolkenformation in die Gebäude zurück, Frauen nahmen ihre Kinder, Händler ließen ihre Ware einfach stehen, alles eilte vor dem plötzlich aufgetretenen Gewittersturm in die Häuser. Odok erschuf mit seiner Macht eine Windhose, die alle Früchte und Leckereien der Märkte an sich nahm. Odok setzte sich im Schneidersitz und sprang Richtung Ryusei, die Windhose folgte ihm. Als Odok merkte, dass die Windhose sich mit Wasser füllte und unkontrollierbar wurde riss er sich ein Büschel seiner elftausend Haare aus und verwandelte die Haare in Doppelgänger. Diese griffen das Obst aus dem tosenden Wasserstrundel und sprangen allesamt nach Ryusei, wie es das Original ihnen vor machte. Als das Essen befreit war, löste Odok die Windmagie und das angezogene Wasser klatschte auf die Meeresoberfläche von der es gekommen war. Als Odok und seine Abkömmlinge Ryusei erreichten nahm er seine Haarbüschel wieder an sich und verteilte später das Essen an sein hungriges Volk. 

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