Part 11

Die vier Freunde hatten sich an diesem heißen Tag zum Eis essen getroffen.

„Leonie, wir wollten uns bei dir entschuldigen“, eröffnete Jim das Gespräch.

„Ich mich bei euch auch. Ich habe wohl etwas überreagiert“, sagte Leonie.

 Sheona lachte: „Na dann ist ja alles geklärt."

„Wisst ihr schon das Neuste?“, fragte Gabrielo erwartungsvoll.

„Kommt ganz darauf an, was du meinst“, entgegnete Sheona.

„Jim hat ein Date für unseren Abschlussball“, erzählte Gabrielo.

„Wie du hast ein Date? Ich dachte wir gehen zusammen dahin?“, fragte Leonie.

Sheona ignorierte sie und sagte: „Na jetzt erzähl uns doch wenigstens wer es ist.“

Jim seufzte. „Es ist Chiara. Sie hatte noch keinen, also habe ich sie einfach gefragt.“

„Echt sie hatte noch niemanden?“, fragte Leonie erstaunt. Chiara gehörte an ihrer Schule, eigentlich zu den Mädchen, die jeder Junge haben wollte. Was Leonie störte, war das Jim sie genauso mochte wie die anderen Jungs, nur oberflächlich. Wahrscheinlich sogar nur wegen ihrem Aussehen.

„Ja sie wollte eigentlich nicht auf den Abschlussball gehen, da sie am nächsten Tag schon nach Amerika fliegt, dort möchte sie auf eine Modeschule gehen“, erzählte Jim.

„Und dann kam der heldenhafte Jim, hat sie gefragt und sie hat sofort Ja gesagt“, meinte Gabrielo schelmisch.

„Scheint ja tatsächlich so, als würde sie dich mögen“, sagte Sheona ironisch. Sie konnte sich ihren Bruder einfach nicht mit Chiara vorstellen.

„Wir kennen uns doch kaum“, wehrte Jim ab. Wie gut musste man einen Menschen kennen um ihn zu mögen? Hatte nicht eine Studie mal herausgefunden, dass meistens die ersten paar Sekunden schon ausreichen? Was hatte sie gedacht als sie Nico, dass aller erste Mal gesehen hatte? Gar nichts. Sie war einfach nur verunsichert, da er sie so angestarrt hatte. Schnell schob Leonie diese Gedanken beiseite. Wie kam sie nur immer auf Nico?

„Wir gehen aber dennoch zusammen hin? Oder Mädels?“, fragte Gabrielo.

Die beiden Mädchen nickten. „Natürlich! Jim ist selbst schuld, dass er sich den Ball unbedingt vermiesen möchte“, sagte Sheona. Die Jungs lachten.

„Leonie ist mal wieder irgendwo, nur nicht in dieser Welt“, meinte Jim.

Leonie sah überrascht die andern an. „Was ist los?“ Die drei lachten noch mehr.

Leonie zog die Mundwinkel nach unten. „Ouh lasst mich.“

„Tun wir doch“, entgegnete Gabrielo lächelnd.

„Ich muss euch noch was sagen“, begann Leonie.

„Ich wette es geht um Nico“, meinte Sheona.

„Wieso sollte es?“, fragte Jim verwirrt.

„Sheona hat Recht“, bestätigte Leonie. „Er war bei mir, und hat sich für die Party entschuldigt.“ Alle sahen sie entgeistert an.

„Wie er war bei dir?“, wollte Gabrielo wissen.

„Das tut doch jetzt nicht zur Sache. Hauptsache ist doch, dass er sich entschuldigt hat“, meinte Leonie.

„Ja aber wieso bei dir?“, fragte Jim.

 „Stimmt, er muss sich eigentlich bei mir entschuldigen“, fand Sheona. Leonie zuckte hilflos mit den Schultern. „Vielleicht, weil ich die einzige war, die nach der Party ihm gesagt hat, dass das echt nicht okay von ihm war.“

„Das bringt´s ja voll. Er sollte gefälligst bei uns allen um Verzeihung bitten“, sagte Gabrielo und verschränkte die Arme. Die Zwillinge stimmten ihm zu.

„War klar, dass du mal wieder nicht der Meinung bist“, meinte Sheona wütend.

„Das muss jetzt aber nicht wieder in Streit ausarten“, versuchte Jim die beiden zu beschwichtigen.

„Ich muss mich noch um paar Unterlagen für die Uni kümmern“, sagte Sheona und stand auf. „Sheona, ich weiß doch auch nicht warum er so ist“, versuchte Leonie sie aufzuhalten.

Doch Sheona ignorierte sie und ging nach Hause. Würde sie ihre beste Freundin wirklich an so einen Typen verlieren? Traurig öffnete sie die Haustür. Genau in diesem Moment wollte Nico die Haustür aufmachen.

Er grinste, als er sie sah. „Na hattest du eine tolle Party?“

Sheona quetschte sich an ihm vorbei in das Haus. Was mochte Leonie nur an ihm?!

„Ey, es ist keineswegs grade freundlich eine Frage nicht zu beantworten“, sagte Nico ironisch. Sheona sah ihn böse an. „Lass Leonie in Ruhe!“

„Und wenn nicht?“, fragte Nico und strich ihr grinsend über die Wange.

Angewidert drehte sie sich weg. „Dann bist hier schneller weg als du dir denken kannst.“

Nico trat ganz nah an sie heran und flüsterte ihr ins Ohr: „Darauf lass ich mich gerne ein.“

Schnell wandte sich von ihm am. Er war so ekelhaft.

 

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