Herr und Sklavin

Im ersten Augenblick hatte Hermine befürchtet, dass Narzissa Malfoy sie hinterrücks in der Küche angreifen wollte, doch kaum hatte sie den herben Geruch des Hausherrn wahrgenommen, hatte sie sich wieder entspannt. Nun jedoch schrillten ihre Alarmglocken erneut. Die großen Hände auf ihren Brüsten und der harte Schwanz, den sie durch die Hose des Mannes hindurch an ihrem Hintern spürte, sprachen eine deutliche Sprache.

"Mr. Malfoy", setzte sie vorsichtig an, doch sofort legte sich seine rechte Hand über ihren Mund, während er ihr heiser zuflüsterte: "Bitte, gib mir eine Chance. Ich brauche dich. Lass mich ... lass mich ..."

Hitze durchfloss Hermine, wie sie sie noch nie gekannt hatte. Die Lust dieses Mannes, sein Verlangen nach ihr, der Sklavin, traf in ihrem Innersten auf eine freudige Reaktion. Zu ihrem eigenen Entsetzen stellte sie fest, wie sich Wärme zwischen ihren Beinen ausbreitete, wie ihr Magen nervös anfing zu flattern. Ohne eine weitere Reaktion von ihr abzuwarten, hob Malfoy sie hoch, ging einige Schritte um den Tisch herum und ließ sich mit ihr auf dem Schoß auf die Sitzbank sinken. Die Hand, die zuvor über ihrem Mund gelegen hatte, wanderte nun langsam ihren Oberschenkel hoch. Mit festem, beinahe forderndem Griff spreizte er ihre Schenkel noch weiter, während sein Daumen sinnliche Kreise auf ihrer Haut zog. Sie wusste, sobald sie sich wehrte, würde dieser Mann von ihr ablassen, doch genau dieses Wissen war es, das sie zögern ließ.

Ein dunkles Verlangen danach, sich Lucius Malfoy hinzugeben, ihm erstmals zu erlauben, Herr über seine Sklavin, über ihren Körper zu sein, kroch in ihr hoch. Verängstigt kämpfte sie gegen ihre Lust an, wollte nicht zulassen, dass ihr Körper sie betrog und sie den Gelüsten ihres Sklavenhalters auslieferte. Doch als er mit seinen heißen Finger in sie drang, wusste sie, dass es zu spät war: Ein leises Stöhnen entfuhr ihr.

„Du bist … feucht“, murmelte er überrascht. Verzweifelt wandte sie sich in seinen Armen. Sie konnte spüren, wie ihr die Schamesröte ins Gesicht schoss, während die Hitze zwischen ihren Beinen unter Malfoys fordernden Fingern stetig zunahm.

„Warum wehrst du dich?“, fragte er leise, ohne dabei von ihr abzulassen.

„Ich will nicht … es ist … nicht richtig!“, presste Hermine raus, bemüht, ein weiteres Stöhnen zu unterdrücken.

„Dein Körper will Freiheit. Freiheit, die er nicht haben kann, die du ihm nicht lässt. Immer bist du auf der Hut, kontrolliert, willst mit deinem Verstand deine Gefühle unterdrücken!“, flüsterte er, „Lass dich fallen. Gib die Verantwortung für dich ab, gib sie mir, nur für einen Augenblick. Lass mich dir zeigen, was in dir steckt. Du kannst mich danach hassen, wenn du willst … aber jetzt … vertraue mir!“

Unfähig, sich seinen Worten, seinen Versuchungen zu entziehen, aber noch immer unwillig, sich ihm vollends hinzugeben, blieb Hermine stumm. Das hier war etwas ganz anderes als damals mit Snape, es war sogar anders als das eine Mal in der Bibliothek, als sie Lucius das erste Mal an sich heran gelassen hatte. Ungeachtet ihrer Vergangenheit, ihrer panischen Angst vor der Berührung durch einen Mann, aller Warnung, dass dieser Mann nicht ihr Freund war, zum Trotz, wollte ihr Körper nachgeben, sich unterordnen, sich von seiner Lust dominieren lassen.

„Wenn du mir jetzt nicht antwortest, nehme ich das als Zustimmung!“, raunte Malfoy ihr ins Ohr, während er langsam seine Finger aus ihr zog. Sie wollte nein sagen, sie wollte, dass er sie in Ruhe ließ, doch ihr Körper wimmerte unter dem Verlust seiner stimulierenden Finger. Ein unartikuliertes Röcheln entwich ihrer Kehle. Noch einen weiteren Moment wartete der Hausherr, dann stellte er fest: „Du hast nicht nein gesagt. Vergiss das nicht.“

Mit ungewohnter Härte stieß er sie von seinem Schoß, packte ihre Hüfte und zwang sie genau dahin zurück, wo sie mit dem Putzen des Tisches aufgehört hatte. Unsanft presste er ihren Oberkörper runter, bis ihre Brüste den Tisch berührten und ihre Hände haltsuchend nach der Kante griffen. Seine Grobheit hätte sie verängstigen sollen, hätten Erinnerungen an Snape hervorrufen oder zumindest Gegenwehr wecken sollen, doch nichts dergleichen geschah. Als stünde sie neben sich, bemerkte Hermine, dass ihre Erregung nur zunahm. Sie hörte, wie ihr Herr hinter sich seine Hose öffnete, eine Hand fest auf ihren Rücken gepresst, um ihre keine Chance zur Flucht zu geben.

Schwer atmend blickte Lucius Malfoy auf seine Sklavin hinab. Er wusste, dass sie Angst haben musste, doch als er zuvor ihre Erregung gespürt hatte, war ihm ein Gedanke gekommen. Er hatte eine Ahnung, eine Hoffnung, was in der jungen Frau vor sich ging, und er betete, dass er Recht hatte. Andernfalls würde er ihr mit dem Folgenden nur eine weitere Wunde in der Seele zufügen, die sowieso schon so verletzt war. Eine Frau in so zartem Alter konnte unmöglich die Abgründe der eigenen Sexualität kennen – aber wenn er wirklich Recht hatte, würde er sie ihr zeigen können.

Seine beiden Hände wanderten nun zu ihrem Hintern. Es war unbeschreiblich, wie zart sich diese Haut anfühlte, wie perfekt der kleine Po in seine Handflächen passte. Hart knetete er beide Backen, immer darauf achtend, dass mal der eine, mal der andere Daumen wie zufällig über ihre Mitte glitten. Ein Blick nach oben zeigte ihm, dass seine Sklavin noch immer nicht zulassen wolle, wonach ihr Körper schrie: Eine Hand zur Faust geballt und so fest auf den Tisch gepresst, dass ihre Knöchel weiß wurden, die andere nicht minder fest an die Tischkante gekrallt, die Stirn auf der kühlen Platte abgestützt, versuchte sie mit tiefen Atemzügen gegen ihre Erregung anzukämpfen.

„Es ist zwecklos, kleine Löwin!“, schnurrte er, „Jetzt entkommst du nicht mehr.“

Mit diesen Worten ließ er von ihrem Hintern ab, schob Kleid und BH hoch und zog beides über den Kopf aus, und griff dann mit der einen Hand seinen fast schon schmerzhaft harten Schwanz, während die andere sich über den Beckenknochen der jungen Frau legte und sie ein wenig hochhob. Mit einem Fuß zwang er sie dazu, ihre Beine noch weiter für ihn zu spreizen, dann positionierte er sich direkt hinter ihr.

Entsetzen überschwemmte Hermine, als sie das steife, heiße Glied an ihrem Eingang spürte. Er machte ernst, er würde sie tatsächlich so nehmen, in dieser erniedrigenden Stellung. Sie hatte nicht nein gesagt und inzwischen wusste sie, dass sie es jetzt auch nicht mehr konnte. Zu weit hatte er sie schon auf der Woge der Erregung hinaus getragen.

Da war er. Ohne Rücksicht. Sie konnte spüren, wie er hart in sie eindrang, so tief wie sie es nicht für möglich gehalten hätte. Schmerzerfüllt schrie sie auf, doch anstatt ihr Zeit zu geben, schien ihn das nur anzuspornen. Er zog sich zurück, stieß wieder zu, eine Hand auf ihrem Hüftknochen, die andere an ihrem Hintern. Noch einmal. Raus und mit Gewalt wieder rein. Ein weiterer Schrei entrang sich ihrer Kehle, doch diesmal nicht mehr nur vor Schmerz. Erregung, die alles, was sie zuvor gespürt hatte, in den Schatten stellte, überrollte sie. Verzweifelt presste sie sich ihre Faust in den Mund, um ihre Schreie und ihr Stöhnen zu ersticken. Mit jedem Stoß wurden ihre Oberschenkel gewaltsam gegen die raue Kante des Tisches gepresst, rieb sich die empfindliche Haut ihres Bauches und ihrer Brüste auf der hölzernen Platte, doch all das bemerkte Hermine kaum. Der Strudel ihrer Lust hatte sie vollkommen im Griff und zog sie unablässig in die Tiefe. Entfernt registrierte sie, wie auch der blonde Mann, der sie so erbarmungslos nahm, immer lauter stöhnte, spürte, wie seine Bewegungen schneller und, wenn möglich, noch härter wurden.

Fasziniert starrte Lucius auf die Stelle, wo sein Schwanz in der jungen Frau verschwand. Wie hypnotisiert blendete er alles aus, nahm nur noch das klatschende Geräusch wahr, wann immer sein Körper auf ihren traf, hörte nur noch ihre lusterfüllten Schreie, doch alles andere verschwand. Wo er war, dass seine Ehefrau im Bett auf ihn wartete, dass sein Sohn noch wach sein und durch das Haus schleichen könnte. Dass er mit jedem Stück, das er sich weiter auf diese Frau einließ, auch weiter Richtung eigenes Verderben ging. Nichts davon berührte seinen Geist. Es gab nur ihn, den Herrn, und sie, die Sklavin. Die Sklavin, die er gegen ihren Willen nahm, und die genau deswegen gerade beinahe zerfloss vor Lust.

Noch einmal steigerte er sein Tempo. Er konnte sehen, dass sie ihren Versuch, ihre eigenen Schreie zu ersticken, aufgegeben hatte. Stöhnend und keuchend, beinahe wie ein Getriebener, versenkte er sich immer und immer wieder in ihr, bis er spürte, wie sich ihr Körper versteifte, wie er dann von einem Zittern erfasst wurde, und hörte, wie sie schließlich ihren Orgasmus raus schrie. Mit einem letzten, langsamen, tiefen Stoß kam auch er.

oOoOoOo

Als Hermine endlich wieder normal atmen konnte, war von Lucius Malfoy nichts mehr zu sehen. Stöhnend und völlig erschöpft drehte sie sich um, ließ sich vom Tisch gleiten und kauerte sich am Boden zusammen. Ihr war kalt, der Schweiß, der sich auf ihrem ganzen Körper gebildet hatte, ließ sie frösteln, an ihrem Schenkel rann ein Gemisch aus Feuchtigkeit und Samenflüssigkeit herab. Mit letzter Kraft erhob sie sich wieder, griff ihre Kleidung, zog sie an und stellte sich dann an die Überreste des Feuers, das inzwischen nur noch als heiße Glut vor sich hin schimmerte. Leer starrte sie hinein.

Die Erkenntnis über das, was gerade geschehen war, sickerte langsam in sie ein. Sie hätte erwartet, dass sie sich schämen würde, doch nichts dergleichen fühlte sie. Stattdessen fing sie an zu begreifen. Sie hatte den Sex mit ihm gewollt. Und nicht gewollt. Und er hatte sie zu diesem Sex gezwungen. Er hatte sie gezwungen, ihrer Lust nachzugeben. Hatte sie an die Grenze dessen, was sie für sich akzeptieren konnte, gebracht. Und darüber hinaus. Er hatte sie beinahe ebenso gewaltsam genommen wie damals Snape, doch sie fühlte sich nicht vergewaltigt. Sie fühlte sich verstanden.

Während sie mechanisch den restlichen Abwasch erledigte, dachte sie über das, was gerade geschehen war, nach. Es war nicht einfach nur wilder Sex gewesen. Ihr war, als habe sie in einen dunklen Abgrund ihrer Seele geblickt – und ihn für schön befunden. Lucius Malfoy war kein einfühlsamer Mensch, das wusste sie. Er war nicht einmal sonderlich intelligent, zumindest auf dem Gebiet der Gefühle. Aber seine langjährige Erfahrung mit Frauen hatte ihm offensichtlich ein tieferes Verständnis für das, was Sex bedeuten konnte, gegeben, als sie für möglich gehalten hatte. Für sie war Sex zwar nie etwas Abstoßendes gewesen – zumindest bis zu dem Zwischenfall mit Snape –, aber sie hatte ihm auch nie sonderlich viel emotionale Bedeutung beigemessen.

Ron.

Traurig hängte Hermine das Geschirrtuch zurück, räumte die letzten Töpfe ein und machte sich auf den Weg zu ihrem Schlaf-Kabuff. Wenn die Erzählungen von Narzissa Malfoy korrekt waren, versuchte Bellatrix Lestrange, Ron durch Sex kaputt zu machen. Eine emotionale Folter, die ihn über kurz oder lang auf die reine Ebene seines Körpers reduzieren würde, bis er schließlich kein anderes Gefühl als das des Sexualtriebes und seiner Befriedigung mehr kannte. Sie musste ihn da herausholen, besser heute als morgen.

Lieber, guter Ron.

Müde machte sie das kleine Licht über ihrer Matratze an, wechselte von dem schwarzen Kleid in ihr sackähnliches Nachthemd, und ließ sich dann weinend auf ihrem Bett nieder. Sie wusste nicht, ob Ron jemals wieder so würde sein können wie früher. Aber sie wusste, dass sie es nicht konnte. Spätestens seit dem heutigen Abend wusste sie, dass sie sich verändert hatte, dass sie erwachsener geworden war. Und dass Ron niemals in der Lage sein würde, ihre neue Seite, die Abgründigkeit ihres sexuellen Verlangens zu verstehen.

Sie musste mit Malfoy reden. Sie musste mehr erfahren über das, was heute geschehen ist. Auch, wenn sie anfing, sich selbst zu begreifen, so konnte sie sich doch noch nicht gänzlich erklären, wie sie den Sex so hatte genießen können.

Und sie musste mit Snape reden. Sie musste wissen, was er plante, was sie tun konnte, wann es soweit sein würde.

Auch mit Draco musste sie reden. Sie würde ihm vorerst nichts von Snape erzählen, zu groß war die Gefahr, die durch jeden zusätzlichen Mitwisser entstand. Aber sie musste ihm sagen, dass er wieder hoffen konnte.

Sie alle konnten wieder hoffen.

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