Part 8

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Er hasste es. Das Gefühl etwas Wichtiges verpasst zu haben. Ein paar Tage war er wohl weggetreten gewesen. Der Tag der Hydra war wirklich heftig gewesen. Dass er so viel Kraft verbraucht hatte. Er schüttelte den Kopf. Das ist jetzt nicht der Zeitpunkt um grübeln, dachte er. Nun sah er sich seine Umgebung an. Er spürte sofort, dass er sehr weit von seiner eigentlichen Heimat entfernt war. Den ruhigen Schlaf verdankte er wohl dem weichen, weißen Bett, in dem er lag. Es fühlte wie die sanfte Wolle eines frisch geborenen, Hemsa Häschen an, das nur in seltenen abgelegten Feldern vorkam, da es ein sehr scheues und erhabenes Tier war. Seine Kleidung hatte er zum Glück anbehalten, es wäre unangenehm geworden, wenn er sie erst noch suchen müsste. Sein Schwert stand neben seinem Bett an die steinerne Wand gelehnt, die dem kleinem Raum in dem er lag, eine leichte fröstelnde Kälte verlieh. Zusätzlich lag neben seinem Bett ein kleiner Betttisch, auf dem ein silbernes Tablett mit verschiedenen Glasflaschen stand, die vermutlich zu seiner Genesung beigetragen hatten. „Sieh an!“, ertönte eine junge Mädchenstimme erfreut, „Er ist doch noch aufgewacht...“. Damian kniff die Augen zusammen: Wieso hatte er sie nicht bemerkt? War er noch nicht ganz wieder wach? Die Stimme gehörte einem kleinen blondem Mädchen, dessen lange Haare in Wellen bis zum Bauchnabel vielen. Sie trug eine blaue Tunika und darüber einen Weißen Mantel, die Tunika hörte an der Hüftebene auf, wo ein kleiner Rock mit Fächer ähnlichen Mustern bestückt, ihre Oberschenkel bedeckte. Große blaue Stiefel rundeten das Outfit ab. Das Mädchen stellte die Arme an die Hüfte und musterte Damian prüfend. Dann zuckte sie mit den Schultern, und verschwand mit schnellen Schritten aus dem Raum, wo sie beim Wenden mit der Hand ihre Haare zurückwarf. „Warte hier.“ wies sie in an, als sie aus dem Raus verschwand. Damian grinste warf die Bettdecke zur Seite und schnappte sich sein Schert. Dann spürte er plötzlich eine vertraute Präsenz, Strix hatte einen festen Platz sehr weit über ihm gefunden, von dem er beruhigt, aber auch wachsam die Umgebung absuchte. Das Gebäude in dem er sich befand war also ausgesprochen groß. Er ging auf die Tür zu und machte sie auf, doch die Tür war ein leuchtendes Weiß was ihn blendete. Dann wurde er auf einmal von einem Sog erfasst und fiel in das endlose Weiß.

Er drehte sich mehrmals um sich selbst, bis er festen Boden unter seinen Knien spürte. Alles drehte sich und Übelkeit machte sich in Damian breit. „Oh, nicht viele müssen sich nicht erbrechen.“ gab eine bekannte Stimme links von ihm zu seinem Status ab. Stöhnend richtete sich Damian auf. „Ich hatte dir ja geraten, liegen zu bleiben bis jemand kommen würden.“ ,gab das Mädchen zu bemerken. Damian befand sich in einem größeren Raum, er kniete auf einem roten teuren Sessel, auf dem ein steinerner Steintisch und ein Holzdrehstuhl stand. Damian spürte eine selbstbewusste und starke Präsenz hinter der Stuhllehne. Mit einem Quietschen drehte sich der Stuhl um und ein Muskelbepackter älterer Mann betrachtete ihn kritisch. Er war der selbe Blick des Mädchen gewesen, auch wenn dieser geübter und unübertroffen war. Dieser Mann machte sofort klar, wer hier das Sagen hatte. Damian hielt einen festen Blickkontakt mit dem Mann. Der Mann hatte ein bärtiges Gesicht, und tiefliegende blaue Augen. Zusätzlich hatte er kurze Haare, und trug einen grünen Mantel, auf dem links und rechts viele Abzeichen prangten. „Ich will mich erst einmal vorstellen,“ begann der Mann mit einer grollenden Stimme, „ich bin Lord Stronghammer. Einen Titel den ich mir hart erarbeitet habe. Und du bist?“ „Damian.“ Lügen würde wieder nur erneut ungünstig verlaufen. „Okay, alle hier in diesem Gebäude, oder was zu dem hier dazugehört, werden nur mit dem Vornamen, und erhaltenen Titeln angesprochen. Das tun wir hier um Vorurteile zu vermeiden. Jeder hier ist Elternlos, aber das wirst du alles noch lernen.“ sprach er weiter, „Ach werde ich das?“ , gab Ken spöttisch überrascht zurück. „Das wirst du.“ knallte die Stimme des Lordes, wie eine eiskalte Peitsche durch den Raum. Dabei zuckte sogar das Mädchen zusammen, doch es fand schnell ihre Haltung wieder. „Wenn ich mich weigere?“ flüsterte Damian. „Das wirst du nicht tun, die Kosten deiner Behandlung wurde von uns gezahlt, wenn du dem nicht nachkommen kannst, müssen wir die Rechnung mit Wäldern bezahlen. Ich hörte da waren ein paar interessante bei Unicorn.“ antwortete der Lord beiläufig. Damian knirschte mit den Zähnen. „Hier ist das Dokument und der Stempel.“ gab der Lord von sich. Und legte ein weißes Papier und einen hölzernen Stempel mit einem Wachszeichen bedruckt auf seinen Schreibtisch. Ohne zu zögern stempelte er den Vertrag, dabei erschien in leuchtender Schrift sein Name auf dem Dokument. „Damit begrüße ich dich ganz herzlich als vollwertigen Schüler an der Dämonenavatarschule. Ich bin der Direktor dieser Schule, deinen Mentor wirst du morgen erhalten. Ich bin schon sehr gespannt.“ gab der Direktor fröhlich zu und hielt ihm die Hand hin. Damian ergriff sie und schüttelte sie einmal missmutig. Eine Augenbraue des Direktors schnellte kurz in die Höhe, doch dann drehte er sich wieder um. Ein deutliches Zeichen, dass er entlassen war.

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