»Schicksalsgarn« [23.01.] Dreiundzwanzigste Scherbe

Schicksalsgarn

Im Nachmittagsnebel über dem See,
dort traf sich des Echos Gesinde,
und knarzendes Eis und wehender Schnee
vermengten sich dort mit dem Winde.

Im Augenblick, als sie erloschen, die Flammen,
der Rauch vieler Kerzen verwirbelnd;
die Geister sich sammelnd und alle beisammen,
versunkene Fäden verzwirbelnd.

Aus jenem Garn, kristallin und voll Schnee,
dort woben sie neu, was ein altes Gesetz;
auf tiefgefrorenen Wellen, dem See,
erschufen des Schicksals altvorderes Netz.

Comments

  • Author Portrait

    Sehr schön. :)

  • Author Portrait

    Sehr ausdrucksstark dieses Gedicht und zugleich sehr poetisch!

  • Author Portrait

    Manchmal lassen mich deine Gedichte (beinahe) sprachlos zurück - soo wunderschön!

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