Neununddreißigste Scherbe [08.02.] »Winterlächeln«

Winterlächeln

Ein Lächeln, so geheimnisvoll
im Blumenkranzgeflecht,
blickt mir im Wintermondenglanz
herein; doch ist es echt?

Es schmückt wie eine fremde Zier,
und dennoch mir vertraut.
Es ist fragil wie Glas und bricht;
zum Nutzen nicht gebaut.

In sich ein Kunstwerk, Perfektion
allein der Freude zugedacht.
Denn die Natur versteht, dass Kunst
erst in der Harmonie erwacht.

Die Zeit entbehrt der Relevanz;
des Winters Blumen schmelzen schnell.
Doch ihre Botschaft zweifellos
bleibt hier; sie lächelt flockenhell.

Und würd’ ich diese Zeilen nicht
im Nu mit Tinte bannen,
so zöge dieses Lächeln bald
vergessen mir von dannen.

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Fairy Dust

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