Dabog der Verlassene- Wanderer zwischen den Welten (10)

Gerade als Dabogs Seele die Schranke überschritt, um seinen alten Körper für einen Moment in Besitz zu nehmen, fiel dieser wieder in einen tiefen Schlaf.
Niemand merkte dass, denn die Aufmerksamkeit aller war zur Zeit auf Lady Sylvanas gerichtet, welche wie durch ein Wunder ebenfalls plötzlich wieder aus ihren Träumen erwacht war. Ihr Wille hatte ihr vorerst geholfen, sich gegen die schreckliche Kraft der fürchterlichen Träume zu behaupten.

Doch die Träume von Dabog dem Untoten, waren anderer Natur. Sie verbanden ihn mit seiner Seele und damit auch mit seiner einstigen grossen Liebe Lumnia, welcher er um jeden Preis beistehen wollte. Etwas trieb ihn an, die dunkle Unterstadt zu verlassen und sich auf den Weg zu den Nachtelfen zu machen, welche vermutlich als Einzige wussten, was weiter zu tun war. Dieses Volk war es, welches noch die engste Verbindung mit den unsichtbaren Mächten des Universums, der Natur und auch mit den grossen Drachenaspekten besass. Sie kannten die Natur des Smaragdgrünen Traumes und wie man diesen womöglich wieder verlassen konnte. Vielleicht wussten sie auch, wie eine Seele dauerhaft in seinen Körper zurückkehren konnte. Dabogs Seelen- Ich erschauderte zwar bei diesem Gedanken, so eine Art von Körper zu bewohnen, aber vielleicht liess sich da ja auch eine Lösung finden. Darum trieb er seinen alten Körper zur Eile an. Er wusste, auch durch das Wissen, welches er nun automatisch mit seinem Untoten- Ich teilte, dass es gleich ausserhalb der Unterstadt eine Zeppelin- Anlegestelle gab. Von dort gelangte man nach Ogrimmar und von dort ins Nachtelfenreich. Wie es dann weiterging, darüber wollte er vorerst nicht nachdenken…

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Zur selben Zeit, waren noch drei andere Personen unterwegs nach Ogrimmar. Noch wusste Dabog nicht, dass ihr Ziel ebenfalls das Nachtelfenreich war. Es waren drei Blutelfen. Die eine hiess Tyrande, sie war nach der berühmten Hohepriesterin der Nachtelfen benannt, die andere war Balduraya, die beste Freundin von Tyrande und Schwester des andern Blutelfen Gwydyon, der ebenfalls dabei war. Eigentlich war es Tyrandes Idee gewesen nach Darnassus zu reisen, denn sie wollte nicht mehr weiter in Silbermond, der Blutelfenstadt leben, sie sehnte sich nach ihren einstigen Wurzeln zurück, welche ursprünglich im Nachtelfenreich lagen. Die Vorfahren der Blutelfen, waren allesamt Nachtelfen gewesen, man nannte sie auch die Hochelfen, denn diese gehörten zur gesellschaftlichen Oberschicht. Doch die Hochelfen liessen sich mit der dunklen, brennenden Legion ein und wurden schliesslich verbannt, nachdem durch ihr Verhalten der Sonnenbrunnen (Die Urquelle der Magie auf Azeroth), zerstört worden war. Tyrande, so wie Balduraya wollten in die alte Heimat ihrer Vorfahren zurück, aus Gründen der Selbstfindung. Gwydyon ging nur mit, weil er die beiden Frauen beschützen wollte. Ausserdem liebte er Tyrande im Geheimen schon lange und wollte sie auch deswegen nicht allein gehen lassen.

Die drei hatten eigentlich Unterstadt besichtigen wollen, doch diese Stadt war ihnen dann doch zu unkomfortabel gewesen und sie beschlossen gleich nach Ogrimmar weiter zu reisen, in der Hoffnung dort eine nettere Unterkunft zu finden. Ausserdem waren sie dort mit einem Tauren Druiden verabredet, welcher sie nach Darnassus begleiten sollte. So begab es sich, dass die Blutelfen zur selben Zeit wie der nun, von seiner einstigen Seele belebte Dabog, die Stadt verliessen…
Sie waren froh, als sie endlich die dunklen, von Tod beherrschten Gemäuer hinter sich lassen konnten und sie atmeten alle hörbar auf. Eine erfrischende Brise wehte ihnen entgegen, als sie vor die Stadttore hinaustraten. „Ich bin wirklich froh, dass wir wieder draussen sind“, sprach Tyrande, während die drei einen mit Kopfsteinen gepflasterten, breiten Weg hinab gingen, welche flankiert war von den dunkelblauen Fahnen von Lordaeron. Gwydyon nickte zustimmend und Balduraya meinte: „Ja, auch ich bin eigentlich sehr froh. Die Idee die Stadt näher anzuschauen war wohl keine so Kluge.»

Einige hundert Meter vor sich, erblickten sie nun zwei hohe, schwarze Türme, mit Plattformen an denen ein Zeppelin gut anlegen konnte.
Es würde noch eine knappe Viertelstunde dauern, bis das Luftschiff nach Ogrimmar losflog. Es befand sich bereits hier. Man hatte es aus Holz gefertigt und mit Häuten überzogen. Der Ballon welcher es in der Luft hielt, bestand aus violettem Tuch. „Wir müssen uns sputen!“ rief der männliche Blutelf und beschleunigte seinen Schritt. Die Frauen taten es ihm nach. Balduraya ging zuhinterst, als sie plötzlich aufgeregte Schreie hinter sich vernahm. „Dabog, Dabog! Wo willst du bloss hin, die dunkle Fürstin braucht dich doch!“...

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