Das Medaillon der vier Gewalten

Meine erste längere Geschichte, ich hoffe sie gefällt euch!

Manuel

Man nennt mich Manuel und ich bin 20 Jahre alt. Meine Eltern und ich, leben in einem sehr schönen Haus am Meer. Ich liebe das Meer, weil es hier immer so viel zu sehen gibt. Schon seit ich denken kann, lebe ich an diesem Ort. Ich liebe es durch die Dünen zu streifen und stundenlang hinaus auf die See zu schauen. Denn irgendwie sehe ich dort immer irgendetwas Besonderes. Da sind diese wunderschönen Geschöpfe, mit ihren schillernd bunten Fischschwänzen in allen Farben, die da draussen so oft miteinander spielen. Oder manchmal sehe ich auch liebliche Mädchen mit blauer Haut und Muscheln in ihren dichten Haaren. Ich sage jedoch kaum jemandem, was ich alles sehe. Es ist seltsam… ich weiss, dass es nicht normal ist. Doch ich sehe diese Dinge auch schon, so lange ich denken kann. Manchmal beunruhigt es mich etwas und manchmal fühle ich mich am falschen Ort, ich fühle mich verloren und hilflos und dann frage ich mich, was das alles soll. Ich spüre dann diese seltsame Schwermut in mir, diese Einsamkeit und Verlorenheit. Ich würde so gerne darüber sprechen, aber ich darf es nicht. So bleibt es weiterhin mein Geheimnis.

Heute habe ich wieder einen langen Spaziergang am Stand entlang gemacht. Es ist noch etwas zu kühl, um schwimmen zu gehen, doch meine Füsse habe ich trotzdem schon etwas ins kalte Wasser gestreckt. Barfuss gehe ich nun durch den Sand und hinterlasse feuchte Abdrücke darin. Der Sand ist wunderbar weich, aber noch immer sehr kühl. Ich freue mich schon, bis er wieder von der Sonne aufgeheizt wird und  ich auch endlich wieder schwimmen gehen kann. Ich liebe das Schwimmen! Ich glaube die wundervollen Meerwesen mit den bunten Schwänzen und den Muschelhaaren, ahnen nicht dass ich sie sehen kann, sie beachten mich kaum, während sie in ihr Spiel vertieft sind…

Langsam kehre ich zurück zu unserem schönen Haus. Ich werfe noch einen letzten nachdenklichen Blick hinaus auf das glitzernde Wasser und sehe, dass die Fischmenschen verschwunden sind. Es scheint sich bald ein Unwetter anzubahnen. Zum Glück ist unser Haus sicher auf einer der niedrigen Klippen verankert. Ich gehe nun die alte, in den Fels gehauene Treppe hoch und betrete das, mit grossen Panoramafenstern erhellte, Haus.

Der Himmel wir dunkler und dunkler… das Wasser nimmt einen bleigrauen Ton an. Wird es wohl heute noch einen Sturm geben…?

 

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